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TSV Ingeln-Oesselse / Wanderabteilung / Wanderung im Ohrbergpark

Im Ohrbergpark mit dem neuen "Outfit"
 
Ohrbergpark
Bericht zur Wanderung im Ohrbergpark und nach Emmerthal am 28.05.2017

Die Wanderabteilung des TSV Ingeln-Oesselse startete am 28. Mai 2017 mit 22 Teilnehmern zur Wanderung im Ohrbergpark und durch das Weserbergland nach Emmerthal. Die Anreise erfolgte diesmal hauptsächlich mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Nur die An- und Abfahrt zum Rethener Bahnhof wurde in Fahrgemeinschaften mit dem Auto zurückgelegt. Von Rethen ging es mit der S-Bahn über Hannover nach Hameln und mit dem Bus nach Ohr. Mit den ersten Regentropfen begannen die zwei verschieden langen Wanderungen auf den 80 m hohen Ohrberg und durch den bekannten Ohrbergpark.
Der ca. 45 ha große Park wurde nach dem Vorbild eines englischen Landschaftsgartens im Zeitalter der Romantik angelegt und hat einen interessanten Werdegang, der bereits um 1800 begann. Damals war Georg Adolph Hake Besitzer des Ritterguts Ohr, welches sich bereits seit 1307 im Besitz der Familie Hake befand. Er plante die Anlage eines Parks auf dem Ohrberg und wollte von seinem Herrenhaus aus einen freien Blick auf diesen Park haben. Deshalb siedelte er zunächst die Bauernhöfe die dem entgegenstanden um. Danach ließ er ab ca. 1817 nach und nach den weitläufigen Landschaftspark mit vielen verschiedenen Gehölz- und Pflanzenarten aus der Heimat sowie aus fernen und exotischen Ländern anlegen. Darunter befand sich auch ein Sortenreichtum von Rhododendron- und Azaleenarten, die hier in der Nähe der Weser aufgrund des örtlichen Kleinklimas üppig blühen. Um das Entstehen des Parks aus der Nähe besser überwachen zu können, ließ er für sich dort wo heute das Ohrberghaus steht einen Pavillon errichten. Seit dem Jahr 1936 steht der Ohrbergpark unter Landschaftsschutz. Er ist auch heute noch im Privatbesitz der Familie Hake und wird von dieser gepflegt.
Die Wanderer bewunderten die vielen verschiedenen außergewöhnlichen Gehölze sowie den großen Steintisch, der aus dem Gestein des Ohrbergs hergestellt worden sein soll. Die schön angelegten Aussichtspunkte boten ihnen eine gute Sicht in das Weser- und Emmertal sowie zum umliegenden Bergland. Inzwischen hatte der Regen schon wieder aufgehört und nach einer kurzen Mittagsrast im Bereich von blühenden Rhododendronbüschen führten die Wanderrouten durch den Ort Ohr in Richtung Eichberg. Die Teilnehmer der kurzen Strecke wanderten dann durch Feld und Flur nach Emmern und Emmerthal zur Bäckerei Wittbold zur Einkehr. Die Teilnehmer der langen Strecke wanderten auf den Basberg. Von hier oben hatten sie eine ganz tolle Fernsicht auf den Ohrberg und das Weserbergland. Dann ging es Richtung Hämelschenburg und über, bzw. entlang dem Hohebach Richtung Emmerthal. Kurz vor Emmerthal wurde die Gruppe von der großen Regenfront eingeholt. So ging es im Regen über die Emmer, den Mühlengraben und die Bahnanlage zum Einkehr-Treffpunkt mit den Wanderern der kurzen Route. Nach einer ausgiebigen Stärkung mit belegten Brötchen, Torte oder Kuchen und Getränken schien wieder die Sonne und gemeinsam ging es für alle Wanderer zum Bahnhof Emmerthal und mit der S-Bahn zurück über Rethen nach Ingeln-Oesselse. Der ereignisreiche Wandertag wird vielen Wanderern sicherlich in Erinnerung bleiben.

Ursula Denda
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