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TSV Ingeln-Oesselse / Wanderabteilung / Wanderfreizeit vom 01.06. – 10.06.2010 im Taunusgebirge

Wann? 01.06.2010

Wo? Sportplatz, Bergstraße, 30880 Laatzen DE
An der Wisperquelle
 
Auf dem Rheinsteig
 
Der Limes
Laatzen: Sportplatz | In diesem Jahr verbrachte die Wandergruppe des TSV Ingeln/Oesselse ihre Wanderfreizeit im Taunusgebirge, im kleinen Ort Grebenroth. Eingebettet in einem grünen Tal, umgeben vom Rhein, der Lahn und dem Fluss der Aar.
Schon bei der Anfahrt nach Grebenroth, machten wir eine Pause in Weilburg, um den einzigsten Schiffstunnel Deutschlands zu besichtigen. Hier fließt die Lahn durch einen Berg, wobei der Schiffsverkehr mit einer handbetriebenen Schleuse geregelt werden muss.

Nach der Ankunft wurde noch am gleichen Tage ein Spaziergang unternommen, um zu sehen, was uns in den nächsten Tagen erwartet. Dabei haben wir den Kahlenberg mit einer alten Kapelle aufgesucht, der früher als Gemeinde- und Gerichtsstätte diente. Eine überraschende Kostprobe erhielten wir, als wir am nächsten Tag vom Haus aus starteten und durch das Bärbachtal wanderten. Zunächst marschierten wir freudig darauf los, immer am plätschernden Bach entlang, bis uns der Waldpfad durch einen Windwurf versperrt war. Meterlange Tannen waren durch den vorangegangenen Sturm umgestürzt. Jetzt hieß es: entweder unter durch oder darüber weg. Beides war schwierig. Aber irgendwie kamen wir durch, wobei beim ersten Ausblick daraus das nächste Hindernis vor uns lag. Wieder hieß es: Augen zu und durch. Aber was wäre eine Wanderung ohne Überraschungen ? So genossen wir den Rest des Weges durch grüne Wiesen und Berg auf und ab bis zum Kloster Gronau, wo eine Kaffeepause eingelegt wurde. Vorbei an der 800jährigen Eiche und über den Kahlenberg wurde der Ort Grebenroth wieder erreicht.
Der nächste Tag begann an einer Quelle, wo das Flüsschen Wisper entspringt.
Hier begann unsere Tagestour entlang des noch kleinen Baches durch das schmale Tal bis zum gleichnamigen Ort Wisper. Durch den Ort und weiter durch das Bachtal erreichten wir den Wispersee, umrundet von bewaldeten Hügeln und Felsformationen. Vorbei an schroffen Bergen und mächtigen dunkelblauen Schieferhalden, umgeben von einem engen Talkessel, durch welches der Fluss braust, ging es nach Gerolstein mit seinen zwei Burgruinen. Immer wieder musste die Wisper von rechts nach links überquert werden, bis wir in Laukenmühle unser Etappenziel erreicht hatten. wo wir von unseren Taxibussen abgeholt wurden.
Die Wisper, die bei Lorch in den Rhein mündet, ist ein bedeutender Nebenfluß, der zur Wiedereinbürgerung des Lachses beigetragen hat.

Ein anderes Mal wanderten wir von Bad Ems nach Lahnstein. Wie abwechs- lungsreich das Lahntal ist, zeigt auch diese Etappe. Über die Weinbergterrassen und den nach Süden ausgerichteten Hängen mit weitem Blick über Bad Ems und der wechselvollen Vegetation des Tales. Auf einer schönen Panoramastrecke schweift der Blick bis in das Rheintal hinunter. Interessant und nicht ganz ungefährlich war der beschwerliche Weg durch die Ruppertsklamm.
Hier hat sich der Seitenbach in den Untergrund eingeschnitten, wobei viele Höhenmeter zu überwinden waren. An engen Passagen vorbei waren die gespannten Seile auf dem alpinen Steig zum Festhalten gut angebracht. Nach den Regeln der Berge „Bergauf“ hat Vorfahrt, musste man aufpassen und hätte doch lieber verweilt, um die malerischen Winkel genauer anzuschauen. Da es keine Verluste zu beklagen gab, ging es munter weiter auf einem Pfad zum Lahnufer. Vorbei an einer Lahnschleuse, wo wir den Vorgang direkt beobachten konnten und immer „bewacht“ von der Burg Lahneck, bis zur Mündung der Lahn in den Rhein, war es nicht mehr weit.

Wandern auf hohem Niveau hieß es am Rheinsteig. Sagenhaft schön ist die Kulturlandschaft hier. Vielseitig und atemberaubend schlängelt sich der lange Top auf überwiegend schmalen und anspruchsvollen Steigen über Höhen und durch lauschige Seitentäler. Es gab viel zu sehen mit den reizvollen Orten, den bestell- ten Weinbergen, Buchenwälder und stillen Tälern. Immer wieder erlauben Kuppen spektakuläre Ausblicke auf das lebendige Rheintal. Diese Tour, die auch die Königsetappe genannt wird, mit ihren Höhenmetern und einer Kletterpartie über nicht endenwollenden Stufen rauf und runter, war nicht leicht. Doch es hat sich gelohnt. Die Loreley, eine sagenumworbene Felsenkanzel, war erreicht. Man muss es erlebt haben, die gigantische Aussicht, wo sich der Rhein zu einer schmalen und tiefsten Stelle zusammendrängt.

Dagegen war die nächste Tour, eine Etappe am Limes von Holzhausen, besonders erholsam. Es ist eine eindrucksvolle Strecke mit den Überresten der 550 km langen befestigten Grenzanlage aus der Römerzeit. Der römische Wall und ein Kastell sind noch gut zu erkennen, was wir dazu nutzten, um im Kastel eine Pause mit Sekt-Picknick zu machen.

In dieser herrlichen Taunuslandschaft gehört auch der Besuch im Hessenpark,
mit seiner idyllischen Lage mitten im Taunus dazu. Es wird ein vielfältiges Bild vergangener Zeiten vermittelt mit mehr als 100 historischen Gebäuden aus 4 Jahrhunderten .Es gibt einen Einblick in die lebensnahe Geschichte mit einem lebendigen Museum und vielen Vorführungen. Der Abschluss dieses Tages war die Besichtigung der Saalburg, einem Kastell aus der Römerzeit, das von 1897 bis zum Jahr 2009 durch Rekonstruktion der Gebäude als Forschungsinstitut und Freilichtmuseum wieder aufgebaut wurde. Hier konnten wir einiges von der Lebensweise der Römischen Truppen aus dem Jahren 900 v. Chr. bis 250 n. Chr.
erfahren.

Der Aarhöhenweg bietet reizvolle Sehenswürdigkeiten mit Steigungs- und Gefällstrecken. Er führt von Taunusstein, bis zur Mündung in Dietz, in die Lahn.
Hier haben wir eine Etappe von Taunusstein nach Burg Hohenstein erwandert
und auch die Burgruine „Hohenstein“ besichtigt.

Am letzten Tag ging es durch das ruhige Jammertal, eines der schönsten Täler, mit den sieben ehemaligen Wassermühlen am Dörsbach. Fernab von Straßen führten schmale und teilweise steinige Pfade durch das schluchtartige obere Dörsbachtal .Der Bachlauf wird begleitet von schroffen Felsen und steilen Berghängen bis zur Obermühle. Die Hangwälder und Seitentäler erscheinen weitgehend unberührt. Der Rückweg zu unseren Ausgangspunkt Gemeinde Roth ging von der Obermühle entlang des Hasenbaches vorbei an etlichen Wassermühlen bis zum Parkplatz im Ort.

.......und dann hieß es wieder Abschied nehmen voller Erinnerungen, Spaß und Freude und Abenden beim gemütlichen Beisammensein im Gasthaus Klauser Mühle.

Erika Schlüsche
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1 Kommentar
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carsten koehler aus Lehrte | 10.09.2010 | 09:04  
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