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Unrechtsstaat DDR - Stasi-Häftling informiert Schüler in Laatzen

Vor 50 Jahren wurde die Berliner Mauer gebaut: Die Teilung Deutschlands wurde damit vom SED-Regime für 38 Jahre zementiert. Allerdings liegt der Mauerbau schon so lange zurück, dass heutige Schülerinnen und Schüler aus eigenem Erleben mit Ihm nicht mehr in Verbindung bringen können. Deshalb bemühte sich Schulleiter Oliver Brandt über die Deutsche Gesellschaft um die Vermittlung eines Zeitzeugen für den Unterricht.
Am 22.09.2011 war es soweit: Andreas H. Apelt von der Deutschen Gesellschaft moderierte anlässlich des 50. Jahrestages des Mauerbaus ein Zeitzeugengespräch im Erich Kästner Schulzentrum zwischen einer ehemlaigen DDR-Gefangenen und Schülern von Realschule und Gymnasium.
Rund 100 Schülerinnen und Schüler der 10. Klassen der Erich Kästner Ober- und Realschule sowie des Gymnasiums, ihre Fachlehrkräfte und ein Bürger aus der Stadt Laatzen sind gespannt auf die persönlichen Berichte der Zeitzeugin Dr. Ingeborg Sonntag. Nach einer kurzen, einleitenden Bilderpräsentation und der Begrüßung durch Oliver Brandt, Schulleiter der Erich Kästner Ober- und Realschule, folgt ein kurzer theoretischer und geschichtlicher Überblick in Form einer Powerpointpräsentation sowie eines informativen Films über die deutsche Teilung und das Leben mit der innerdeutschen Grenze.
Der anschließende Bericht von Zahnärztin Dr. Ingeborg Sonntag zeigt sehr eindrucksvoll ihre Erfahrungen, Erinnerungen und Erlebnisse zur DDR- Zeit. Sie berichtet unter anderem über ihren Beruf als Zahnärztin, ihre Weigerung, Patienten zu bespitzeln und ihre Fluchtgedanken. Die Schülerinnen und Schüler interessiert vor allem auch ihr dreijähriges Leben im Gefängnis sowie die Tatsache, dass sie ihre Kinder zu dieser Zeit nie gesehen hat. Zahlreiche Fragen von den Schülern regen das Gespräch an.
In den zweieinhalb Stunden der Veranstaltung haben die Schüler des Erich Kästner Schulzentrums einen lebendigen und unmittelbaren Einblick von Dr. Sonntags ehemaligem Leben erhalten und können nun dieses Wissen im „theoretischen“ Geschichtsunterricht anwenden.
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Andreas aus Niedersachsen aus Laatzen | 26.09.2011 | 22:52  
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