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"OrgelNEU + . . ." am 12. August 2017 in der Arche der Thomas-Kirchengemeinde Laatzen

Monika Swiechowicz an der Orgel
 
Marta Gadzina mit ihrer Violine (Foto: Marta Gadzina)

Orgelkonzert mit Violine und Akkordeon

Nach der Begrüßung durch Herrn Pastor B. Straeck begann das Konzert gleich mit dem ersten Highlight: Johann Sebastian Bachs "Toccata und Fuge d-Moll BWV 565", dem wohl mit Abstand bekanntesten Orgelwerk europäischer Kunstmusik.

Reinhold Glières "Romanze Op. 3" nahm das Publikum auch gleich voll mit: Marta Gadzina, Tochter von Monika Swiechowicz, begeisterte das Publikum mit ihrem ersten Stück.

Das zweite Orgelstück, diesmal die "Toccata aus der Suite gothique Op. 25" von Léon Boëllmann , gehört zum repertoire jedes Orgelvirtuosen. Sie ist eine der populärsten und mesigespielten Toccaten überhaupt und auf eine Orgel nach Bauart des Pariser Orgelbauers Aristide Cavaillé-Coll perfekt zugeschnitten.

Das Zusammenspiel von Violine und Akkordeon bei Astor Piazzollas "Tanti anni prima" war einfach unbeschreiblich: Beide Instrumente beeindruckten durch ihre Intensität. Wer hatte schon einmal dieses Mit- und Gegeneinander dieser beiden so unterschiedlichen Musikinstrumente gehört?

In das nächste Stück, ein "Polnisches Capriccio" von Grażyna Bacewicz, vorgetragen von Marta Gadzina, hat die Komponistin ein altes oberschlesisches Lied eingearbeitet.

Die weiteren Stücke bewiesen die vielfältigen Möglichkeiten unserer Orgel:
das moderne Orgelwerk von John Rutter, die "Toccata in 7" und
Johann Sebastian Bachs "Toccata d-Moll ("dorische") BWV 538.

Mit dem Stück "Chinesisches Tamburin Op. 3" von Fritz Kreisler glänzte Marta wieder mit ihrer Violine.

Zu den beiden Stücken des Begründers des Tango Nuevo, einer Weiterentwicklung des traditionellen Tango Argentino, Astor Piazzolla, "Oblivion" und "Libertango" für Violine und Akkordeon meinte Frau Swiechowicz: "Dies ist mein Instrument! An der Orgel muss ich erst noch viel lernen!"

Charles-Marie Widors "Toccata F-Dur aus der V. Symphonie" war der letzte Beitrag, in dem Frau Swiechowicz noch einmal glänzte. Die Stellung des Satzes innerhalb der Orgelliteratur ist einzigartig. In ihm werden alle technischen Innovationen des Orgelbaus Aristide Cavaillé-Colls vorgeführt, die ein solch schnelles perpetuum-mobile-Motiv und die fließenden dynamischen Übergänge überhaupt erst ermöglichten. Widor sagte selbst: „... Ich habe bei dieser Toccata den Manualklavieren eine Figur von äußerst rascher und gleichmäßig fließender Bewegung gegeben, um den breiten Triumphgesang des Doppelpedals im Wiederholungsteil desto eindrucksvoller zu gestalten.“

Nach nicht endenwollendem tosendem Applaus gaben Mutter und Tochter noch eine Zugabe und gleichzeitig einen Ausblick auf das nächste Konzert. Mit dem "Ave Maria" von Bach/Gounod berührten sie die Herzen der Zuhörer. Es war schon einmal ein bewegender Einstieg in das nächste Konzert.
Alle waren sich einig, dieser Abend war ein Genuss für Musikfreunde. Aber schade, dass nicht mehr Publikum diesen Genuss teilen wollte!

Am 14. Oktober 2017 mit dem Titel "OrgelNEU + . . ." unter dem Motto "Ave Maria" mit zwei Gesangs-Solisten, einem Tenor und einem Bass, bietet der Förderkreis Orgel in der Thomas-Kirchengemeinde Laatzen wieder allen begeisterten Musikfreunden ein nächstes Highlight.
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1 Kommentar
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Andreas aus Niedersachsen aus Laatzen | 16.08.2017 | 02:59  
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