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Leben in der SED-Diktatur – Zeitzeugin informiert Schüler über deutsche Teilung

Sperrmauer vor dem Brandenburger Tor, im Vordergrund von den britischen Alliierten errichtete Stacheldrahtbarrieren zum Schutz der West-Berliner Bevölkerung, um unüberlegte Protestaktionen zu verhindern 7. Oktober 1962 (Foto: Aufnahme: H. Bier)
Anlässlich des 50. Jahrestages des Mauerbaus veranstaltet die Deutsche Gesellschaft e.V. im Erich Kästner Schulzentrum Laatzen am 22. September 2011 ein Zeitzeugengespräch. Zu Gast ist Dr. Ingeborg Sonntag, die am 22.09.2011 einer Schülergruppe der 10. Klassen der Erich Kästner Oberschule sowie des Gymnasiums Rede und Antwort stehen wird.
Die heute in Salzgitter lebende ehemalige DDR-Bürgerin Dr. Sonntag weigerte sich als Zahnärztin Patienten zu bespitzeln und fasste Fluchtgedanken. Im Oktober 1976 wurde sie verhaftet und zu drei Jahren und vier Monaten wegen „Vorbereitung zur Republikflucht“ verurteilt. Im Oktober 1979 wurde sie von der Bundesrepublik freigekauft.
Die Deutsche Gesellschaft e.V. ist als eingetragener Verein zur Förderung politischer, sozialer und kultureller Beziehungen und wurde am 13. Januar 1990 als erster gesamtdeutscher Verein nach dem Mauerfall gegründet. Die Deutsche Gesellschaft e.V. führt jährlich mehr als 400 Veranstaltungen bundesweit durch.
Oliver Brandt, Geschichtslehrer und Schulleiter der Erich Kästner Oberschule Laatzen, hatte sich anläßlich des 50. Jahrestages des Mauerbaus um eine Zeitzeugeneinladung bemüht. Die Erich Kästner Oberschule hat als eine von bundesweit nur 50 Schulen den Zuschlag von der Friede-Springer-Stiftung geförderten Veranstaltung bekommen. Im Zuge der guten Zusammenarbeit zwischen Erich Kästner Oberschule und Gymnaisum Laatzen sind Schülerinnen und Schüler der 10. Klassen beider Schulformen zu der Diskussion eingeladen. Oliver Brandt: „1989 fiel im Zuge der deutschen Wiedervereinigung die Berliner Mauer. Zu einem Zeitpunkt also, an dem unsere Schülerinnen und Schüler noch gar nicht geboren waren. Umso wichtiger ist es der heutigen Generation vor Augen zu führen, was totalitäre Unrechtsregime den Menschen antun können!“
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