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Laatzener Senioren zur Klausur im Kloster Huysburg

Laatzener Senioren beim Fotoshooting
Unter Leitung von Werner Läwen unternahmen 17 Senioren eine dreitägige Zeitreise in die faszinierende Welt des Mittelalters mit Kaisern und Königen, Klerus, Klöstern und Kirchen.
Zunächst führte der Weg zum Haus der Romanik in Magdeburg, das einen guten Einblick in diese glanzvolle Zeit gewährt, in der die Harzregion unter Heinrich I. und seinem Sohn Otto dem Großen Mittelpunkt des Deutschen Reiches war. Ausdruck dieser Machtentfaltung ist der Magdeburger Dom, der erste gotische Kirchenbau Deutschlands.
Der Leiter des Hauses der Romanik sowie der katholische Priester Friedrich-Peter Zülecke gaben eine Einführung und wiesen auch darauf hin, dass die Ottonen ursprünglich aus dem Raum Gandersheim kamen.
Noch am gleichen Tag bezog die Gruppe im Kloster Huysburg bei Halberstadt Quartier. Dieses aufwändig renovierte Kloster geht auf eine zur Zeit Karls des Großen gegründete Militärstation zurück. Heute ist es der geistliche Mittelpunkt für neun Mönche, die auch Gäste in ihren Tageslauf einbeziehen.
Am zweiten Tag stand ein Besuch der Burg Falkenstein auf dem Plan, wo Eicke von Repgow den Sachsenspiegel verfasste, das erste deutsche Rechtsbuch mit einer Trennung zwischen geistlichem und kirchlichem Recht, das Vorbild wurde für weite Teile Deutschlands und Osteuropas.
Weiter ging es zum Stift Gernrode, das in romanischer Zeit als Bildungsstätte adeliger Damen diente. In der Stiftskirche St. Cyriakus bekommen die Senioren bei einem Fotoshooting einen ersten Eindruck vom Musical-Highlight „Die Päpstin“, das im August 2011 im Schlosstheater Fulda aufgeführt werden soll.
Besonders überrascht war die Gruppe vom glanzvollen Schloss Ballenstedt, in dem Albrecht der Bär, der Gründer der Mark Brandenburg beigesetzt wurde. Das Schloss war Sommersitz der Fürsten von Anhalt.
Abgerundet wurden die Tage mit einer Sonderführung durch die Stiftskirche Quedlinburg. Der Domkustos Thomas Labusiak nahm sich Zeit für die Führung der Laatzener Gruppe. Besonders beeindruckte der Domschatz, der zur Hälfte von einem US-Soldat 1945 gestohlen aber zur Zeit der Wende unversehrt zurückkam.
Schließlich besuchten die Senioren noch die romanische Liebfrauenkirche in Halberstadt, bevor die Zeitreise mit einem Abschiedsessen im Bergschlösschen Spiegelsberge zu Ende ging.
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Unser "Plus" kennzeichnet alle Beiträge, die durch den Abdruck bei unseren Partnerverlagen noch mehr Aufmerksamkeit bekommen.Leine-Nachrichten | Erschienen am 03.11.2010
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