Anzeige

Übung der Ortsfeuerwehr Laatzen: Schwerer Verkehrsunfall

PRESSEINFO STADTFEUERWEHR LAATZEN 17.05.2018

Mit den Alarmstichworten "Schwerer Verkehrsunfall zwischen LKW und PKW, Person eingeklemmt" wurden im Rahmen des wöchentlich stattfindenden Übungsdienste am Mittwoch gegen 19 Uhr die Kräfte der Ortsfeuerwehr Laatzen alarmiert. Mit 35 Rettern und sieben Fahrzeugen machten sich die Kräfte auf den Weg in die Würzburger Straße. Hier hatten Christian Peters, Stefan Schultze und Maik Glöckner von der Laatzener Feuerwehr an einer Böschung einen Personenwagen "in Schräglage" gebracht, eine Person schrie im PKW um Hilfe.

Mit einer Bügelsäge wurden als erste Maßnahmen Äste entfernt um an den Eingeschlossenen zu gelangen, außerdem betreute sofort ein Feuerwehrmann das Unfallopfer. Zwei Leitern rechts und links neben dem Kleinwagen dienten als "Treppe" an der steilen Böschung. Mit der Seilwinde des Rüstwagens sicherten die Laatzener den Unfallwagen und mit Rüstholz wurde er stabilisiert, bevor sie ihn langsam umdrehten. Natürlich immer behutsam, um den Eingeklemmten nicht noch weiter zu verletzten. Mit hydraulischen Werkzeug konnte schließlich die Tür sowie das Heck geöffnet werden. Gegen 20.05 Uhr trugen die Retter den Verletzten auf einer Schleifkorbtrage die Böschung hinauf.

Oben an der Straße wurde parallel ein dreiteiliger Löschangriff mit Wasser, Pulver und Schaum aufgebaut, um bei einem Brand gegebenenfalls schnell eingreifen zu können. Außerdem bauten die Mitglieder der Einsatzabteilung eine vorschriftsmäßige Verkehrssicherung auf. Etliche Weitwarnleuchten und Verkehrsleitkegel warnten die zahlreichen Jogger und Hundebesitzer beim Vorbeigehen.
Um 20.35 Uhr war das Auto schließlich wieder aus der etwa acht Meter tiefen Böschung zur Straße gezogen worden, verpackt auf dem Tieflader ging es dann zu einem Autoverwerter in Hannover.

Zahlreiche Schaulustige verfolgten den recht spektakulären Einsatz in der Würzburger Straße, kurz vor der Brücke zu Ikea. Gäste aus Schweden ließen sich das Szenario ausgiebig erklären, denn dort gibt es keine Freiwillige Feuerwehr wie in Deutschland, sie waren von den Leistungen der ehrenamtlichen Helfer sehr beeindruckt. "Und dafür bekommt ihr gar kein Geld", staunte das Ehepaar aus dem hohen Norden, dass gerade zu Besuch in Laatzen weilt.

Ein besonderer Dank gilt der Firma Dieter Leifheit aus Pattensen, ohne deren Hilfe durch den großen Tieflader inklusive Kran die Übung so hätte nicht stattfinden können. Mit dem Kranauslieger wurde der Kleinwagen etwa eine Stunde vor Übungsbeginn an der Böschung "in Szene gesetzt".

Zugführer René Stuckenberg war mit den Leistungen der Einsatzkräfte sehr zufrieden: "Die Übung ist konzentriert und ruhig abgelaufen, so wie das auch im Ernstfall sein sollte".

Bilder anbei, alle: Senft
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.