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Rethens erste Löschmeisterin

Laatzen: Rethen |

Frauen in Führungspositionen – das ist auch bei der Freiwilligen Feuerwehr noch nicht alltäglich. Bei der Ortsfeuerwehr Rethen (Leine) gibt es nicht nur viele aktive Feuerwehrfrauen, sondern inzwischen auch eine Löschmeisterin: Seit einem guten Jahr trägt die 24jährige Studentin und gelernte Gesundheits- und Krankenpflegerin Madeleine Matthaei diesen Dienstgrad, der unter anderem die erfolgreiche Teilnahme an einem zweiteiligen Gruppenführerlehrgang voraussetzt.

Madeleine Matthaei hat bei der Rethener Feuerwehr das Amt einer Stellvertreterin des Jugendwarts inne. Nach ihrer Wahl meldete sie Rethens Ortsbrandmeister Denis Schröder deshalb für die erforderlichen Lehrgänge an der Niedersächsischen Akademie für Brand- und Katastrophenschutz (NABK) in Celle an. „Ich freue mich, dass mit Madeleine Matthaei erstmals eine Frau aus unserer Ortsfeuerwehr diese Lehrgänge absolvieren konnte“, so Schröder, der vor seiner Zeit als Ortsbrandmeister selbst mehrere Jahre Jugendwart war.

Wie etliche Aktive in der der Rethener Ortsfeuerwehr blickt auch Madeleine Matthaei auf eine „lupenreine“ Feuerwehrkarriere zurück: Eintritt in die Jugendfeuerwehr 2002, Übertritt in die Einsatzabteilung 2008, seit 2010 auch Betreuerin in der Jugendfeuerwehr – dazu etliche Lehrgänge, in denen sie ihr Feuerwehr-Wissen ständig erweitern und vertiefen konnte.

Überhaupt liegt bei den Matthaeis das Feuerlöschwesen in der Familie: Auch Vater und Bruder sind in der Freiwilligen Feuerwehr aktiv, die Mutter war es bis vor kurzem ebenfalls. „Fußball spielen kann jeder, ich wollte aber etwas Außergewöhnliches machen“, sagt Madeleine Matthaei, gefragt nach den Gründen, aktive Feuerwehrfrau zu sein, und „mit den Kameradinnen und Kameraden buchstäblich durchs Feuer zu gehen“, betont sie die Kameradschaft, die in jeder Freiwilligen Feuerwehr Grundlage allen Handelns ist.

Nun trägt Madeleine Matthaei den Dienstgrad „Löschmeisterin“ und hat damit denselben Ausbildungsstand wie die Gruppenführer in ihrer Wehr.

In ihrem Amt als Stellvertreterin des Jugendwarts versteht sie sich als die „gute Seele“ der Jugendfeuerwehr. Sie hat stets ein offenes Ohr für Sorgen und Nöte der 10-16jährigen Kinder und Jugendlichen in der Jugendfeuerwehr. Auch hier zählen vor allem der Spaß und die Freude am gemeinsamen Erleben von Dienst- und Freizeitaktivitäten.

Die Rethener Jugendfeuerwehr ist gut aufgestellt!

Text/Bilder: Thorsten Niedrig
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2 Kommentare
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Andreas aus Niedersachsen aus Laatzen | 16.08.2017 | 02:52  
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Jürgen Hedrich aus Laatzen | 16.08.2017 | 10:11  
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