Es geht um den eigenen wirtschaftlichen Vorteil

Krumbach Die jüngsten Stellungnahmen der Organisatoren von „Live am Marktplatz“ würden die wirklichen Beweggründe für die ganzwöchige Sperrung entlarven, erklärt die Junge Union in einer Pressemeldung. „Es geht hier nicht primär um die Aufrechterhaltung einer Veranstaltung zur Belebung der Innenstadt, sondern um das Füllen der eigenen Kassen“, ist der JU-Vorsitzende Sebastian Kaida überzeugt. Andernfalls würde schließlich wie bei „Kult um 8“ in Thannhausen eine Sperrung zum eigentlichen Event ausreichen.
Die Erklärung von Bürgermeister Fischer und verschiedenen Stadträten, dass sich die Sperrung des Marktplatzes bewährt habe, ja sogar der Verkehr beruhigt worden sei, sei eine Vorspiegelung falscher Tatsachen. Es wurden bisher keine Entlastungsrouten erschlossen, die den Verkehr aufnehmen könnten. „Vielmehr stockt der Verkehr auf schon zuvor deutlich überlasteten Engstellen und Gassen wie der Nassauer Straße“, meint der Stellvertretende JU-Vorsitzende Titus Weber. Wie auch im Statistischen Jahresbericht der Stadt vermerkt wurde, konnte im vergangenen Jahr erneut ein deutlicher Zuwachs des Ein- und Auspendlerverkehrs beobachtet werden. Schon in den vergangenen zwei Jahren habe das „Verkehrskonzept“ der Stadt deutlich versagt, andere „Erfahrungswerte“ könnten auch in diesem Sommer nicht erwartet werden.
Die mehr oder weniger gut versteckte Androhung der Organisatoren, bei einem Wegfallen der ganzwöchigen Sperrung des Marktplatzes die ganze Veranstaltung auszusetzen, zeige deutlich, dass die zunächst öffentlichkeitswirksam reklamierte Gemeinnützigkeit nur zur Selbstinszenierung diene. Gerade in Anbetracht dieser Entwicklung sei eine erneute Diskussion über die Zweckmäßigkeit der ganzwöchigen Sperrung unverzichtbar. Wenn das aus der Bürgerschaft formulierte Anliegen nach einer Neubewertung der Situation nicht einmal im Stadtrat thematisiert werden sollte, zeige dies aus Sicht der Jungen Union eine deutliche Missachtung des demokratischen Meinungsbildungsprozesses.

Die politische Jugendorganisation ist aber auch bereit zu zeigen, dass es anders funktionieren könnte. Sollte „Live am Marktplatz“ aufgrund wirtschaftlicher Interessen ohne ganzwöchige Sperrung nicht mehr aufrechterhalten werden können, sei die Junge Union Krumbach gerne bereit, eine wirklich gemeinnützige Neuauflage der Veranstaltungsreihe im Stadtpark zu unterstützen.

Bürgerreporter:in:

Sebastian Kaida aus Krumbach

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