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Kulturpreisverleihung der Sudetendeutschen Landsmannschaft anlässlich des 61. Sudetendeutschen Tages in Augsburg

Anlässlich des 61. Sudetendeutschen Tages in Augsburg werden die Sudetendeutschen Kulturpreise 2010 im Einvernehmen mit dem Freistaat Bayern, dem Schirmland der Sudetendeutschen, verliehen. Der Große Sudetendeutsche Kulturpreis ist von der Bayerischen Staatsregierung mit € 5.115,-- dotiert, die auch die sechs weiteren Kulturpreise mit je € 1.535,-- ausgestattet hat.


Sudetendeutsche Kulturpreise 2010:

Den Großen Sudetendeutschen Kulturpreis erhält der Kirchenhistoriker Professor Dr. Rudolf Grulich. Er wurde am 16. April 1944 in Runarz in der Sprachinsel Deutsch Brodek geboren und 1946 mit seiner Familie nach Oberfranken vertrieben. Der Raum zwischen Ostsee und Schwarzem Meer, zwischen Moldau und Wolga übte in seiner ethnischen, sprachlichen und religiösen Vielfalt eine große Anziehungskraft auf Grulich aus, was sich unter anderem in seinen Publikationen widerspiegelt. Zentrales Anliegen ist für ihn aber die Verständigung zwischen Sudetendeutschen und Tschechen vor dem Hintergrund des christlichen
Glaubens. Bei Treffen mit Persönlichkeiten in der Tschechoslowakei nährte er die Überzeugung, dass deutsche und tschechische Christen uneingeschränkt bereit sind, für die Menschen- und Bürgerrechte aller Menschen ohne Ansehen der Nation und Religion einzustehen.

Mit dem Sudetendeutschen Kulturpreis für Wissenschaft wird Professor Dr. Günther Köhler ausgezeichnet. Am 4. Oktober 1941 in Kaaden geboren, studierte er in Magdeburg Maschinenbau und promovierte über Umformtechnik. Nach seiner Zeit als ordentlicher Professor an der Friedrich-Schiller-Universität Jena gründete Köhler 1991 das Institut für Fügetechnik und Werkstoffprüfung. Dieses führte er in unermüdlichem Einsatz zu einer international anerkannten Einrichtung.

Den Sudetendeutschen Kulturpreis für Musik erhält der Direktor der Musikschule Weimar, Dr. Gernot Maria Grohs. Den 1960 in Weimar Geborenen weisen seine Veröffentlichungen in verschiedenen Fachzeitschriften als einen hochbegabten, akribischen, verantwortungsvollen und auch humorvollen Künstler und Musikwissenschaftler aus. Bewundernswert ist seine unglaubliche Vielseitigkeit als Komponist, Interpret, Publizist, Buchautor, Pädagoge und Wissenschaftler.
So gründete er den „Internationalen Bach-Abel-Wettbewerb für Viola da gamba“, dessen Präsident er von 1997 bis 2006 war, und gab im Jahre 2010 die 2005 von ihm wiederentdeckte Sonate für Violoncello und Klavier des ehemals hoch berühmten Friedrich Schneider in einem Magdeburger Verlag heraus.

Der Sudetendeutsche Kulturpreis für Literatur wird Hellmuth Karasek zuerkannt. Der 1934 in Brünn geborene Schriftsteller und Literaturkritiker wurde als ständiger Teilnehmer des Literarischen Quartetts im Fernsehen einem breiteren Publikum bekannt. Nach dem Abitur hatte er die DDR verlassen und in Tübingen Germanistik studiert. Anschließend arbeitete er bei der „Stuttgarter Zeitung“, war Chefdramaturg am Württembergischen Staatstheater und wurde schließlich in seinen Jahren beim „Spiegel“ der bedeutendste Film- und Literaturkritiker.
Karasek selbst verfasste etwa 20 Bücher, als letztes „Ihr tausendfaches Weh und Ach“, das sich mit dem Verhältnis von Mann und Frau beschäftigt.

MEHR ZUM SUDETENDEUTSCHEN TAG IN AUGSBURG:
http://www.sudetendeutscher-tag.de
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4 Kommentare
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Fritz Rubezahl aus München | 15.05.2010 | 21:03  
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. Zimmermann aus Krumbach | 15.05.2010 | 23:24  
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Fritz Rubezahl aus München | 16.05.2010 | 01:04  
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. Zimmermann aus Krumbach | 28.05.2010 | 18:18  
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