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Deutsch-französische Partnerschaft Deisenhausen

Wann? 13.05.2010

Wo? Gollmitzerhaus Deisenhausen, 86381 Krumbach DEauf Karte anzeigen
  Krumbach: Gollmitzerhaus Deisenhausen | DEUTSCH-FRANZÖSISCHE PARTNERSCHAFT DEISENHAUSEN

Unter den vielen Vereine unserer Heimatregion gibt es einen der wenig
bekannt ist. Er nennt sich auch nicht Verein sondern Partnerschaft um
seine besondere Eigenschaft hervorzuheben. Der Grundgedanken dieser
Partnerschaft geht auf die Nachkriegsjahre zurück, als man anfing an ein
vereintes Europa zu denken. Es begann mit der Deutsch-Französichen
Aussöhnung, danach bildete sich die Montanunion, die EWG, nach weiteren
Etappen, der Weg dauerte Jahrzehnte, stehen wir heute in der EU.

Eine dieser Etappen war die, von der damaligen EWG-Behörde geförderte,
Gründung der interkommunalen Partnerschaften. Begann man zu verstehen,
dass ein vereintes Europa von den Menschen der Völker aufgebaut werden
muss. Dieses Umdenken entsprach dem damaligen Zeitgeist. Es war der
Aufbruch eines neuen Zeitalters: Nicht mehr für Kaiser und Vaterland
sondern für ein Europa der Menschen. Diese Idee wurde von vielen
Gemeinden ( allein in Bayern 1100) aufgenommen und in die Tat umgesetzt.
Auch Deisenhausen ist eine dieser aufgeschlossenen Gemeinden. Vor zwei
Jahren feierte man bereits das 20. Jubiläumsjahr! Aus Frankreich kamen
78 Personen, ein Beweis welches Interesse diese Partnerschaft bei
unseren Französischen Freunden gefunden hat. Der Europa-Abgeordnete
Markus Ferber war als Ehrengast bei dieser Feier dabei. In seiner
Begrüßungsansprache gab er eine Zusammenfassung über das was die
Städtepartnerschaften geleistet haben. Sie ermöglichten eine
interkulturelle Kommunikation und haben alte Vorurteile abgebaut.

Unsere französischen Partner bestehen aus zwei kleineren Gemeinden im
Gebiet Rohne-Alpes, ca. 40 km nordöstlich von Lyon. Jede teilnehmende
Familie von Deisenhausen oder den Nachbardörfern hat seine französische
Familie. Man trifft sich einmal im Jahr, am Himmelfahrtstag, abwechselnd
hier und in Frankreich. Mit dem Bus trifft man gegen 17 Uhr in der
Partnerschaftkommune ein. Nach einer ersten herzlichen Begrüßung
zwischen den Familien feiert man ein kurzes offizielles Wiedersehen im
Gemeindesaal. Der erste Abend bei der Partnerfamilie, bei gemütlichem
Essen und Freunden zum Reden, ist sehr kurzweilig. Am Freitag, nach dem
Früstueck, bricht man zu einem gemeinsamen Tagesausflug auf. Auf dem
Programm stehen Besichtigungen von Städten, Betrieben, Museen oder
kulturellen Bauwerken der Region. Bei einem gemütlichen Mittagessen
geniest man die Esskultur des gastgebenden Landes und tauscht sich dabei
gegenseitig aus. Zum Abendessen trifft man sich in der Regel bei
Freunden der Gastfamilie. So ergeben sich immer wieder neue interessante
Gesprächskreise und die Problemmatik der verschiedenen Sprachen tritt
immer mehr in den Hintergrund. Der Samstag steht ganz im Zeichen des
persönlichen Ausstauschs und Kennenlernens. Somit gibt es ausreichend
Zeit die persönlichen Beziehungen zu fördern. Der nächste Höhepunkt des
Besuchs ist der Bunte Abend mit gemeinsamem Essen. Bei guter
Unterhaltung feiern einige Familienauch bis in die Morgenstunden hinein.
Am Sonntag in der Früh heißt es dann wieder für ein Jahr Abschied zu
nehmen. Gegen 9.00 Uhr treffen sich die Familien auf dem Dorfplatz um
mit dem Bus die Heimreise, durch die schöne Schweiz, anzutreten. Wie
schön diese Tage bei Freunden sind kann man an den vielen
Abschiedstränen erkennen.

Sie haben Interesse an einem solchen interkulturellen Erlebnis? Nehmen
Sie doch einfach Kontakt mit dem Comitee auf. Ihr Engagement als
Mitgliedsfamilie kostet nichts. Die Kosten der Beherbergung der
Partnerfamilie kostet natürlich schon etwas. Aber im nächsten Jahr sind
Sie selbst zu Gast und finden bei Ihrer Partnerfamilie kostenfreie
Gastfreundschaft. Diese Gastfreundschaft ist nicht vergleichbar mit
einem Urlaub in diesem Land. Wer Urlaub im Ausland verbringt, reist
durch das Land, oder liegt am Strand, in die Seele des Volkes kann man
dabei nicht einkehren, man bleibt sich fremd. Bei uns leben, lachen und
essen Sie drei Tage als Freunde mit Monsieur und Madame an einem Tisch.
Sie werden positiv überrascht sein von dieser Gastfreundschaft, die auf
Gegenseitigkeit beruht und sich ausgleicht. Machen Sie doch einen
Versuch, sollte es Ihnen nicht gefallen, koennen Sie ja auch wieder
aussteigen. Sie werden überrascht sein von den Erfahrungen die für jeden
eine kulturelle Bereicherung sind.

Kontaktpersonen des Comitees:
Frau Maria Lise Faist, Tel. 08282-828520, e.Mail:marialise82@yahoo.de
Frau Barbara Eifler, Tel.08282-1718, e.Mail: BEifler@web.de
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Weiterveröffentlichungen:

Unser "Plus" kennzeichnet alle Beiträge, die durch den Abdruck bei unseren Partnerverlagen noch mehr Aufmerksamkeit bekommen.myheimat-Stadtmagazin krumbacher | Erschienen am 02.04.2010
1 Kommentar
6
Barbara Eifler aus Deisenhausen | 15.03.2010 | 16:40  
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