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Leo Hiemer wie immer zeitlos am Puls der Zeit!

Leo Hiemer mit Original Filmplakat
 
Die Technik wird installiert
 
Technik Equipment ohne Dieselskandal
Kronburg: Schwäbisches Bauernhofmuseum Illerbeuren |

Im Sommerkino unter freiem Himmel zeigt das Schwäbische Bauernhofmuseum Illerbeuren www.bauernhofmuseum.de in seinem Open-Air Programmkino im Lutherjahr 2017 passend zum konfessionellen Aufbruch drei Spielfilme.
Die kleine Kinoreihe rückt dabei die Veränderungen und Folgen der Reformation für die einfachen Leute ins Zentrum. Die Filme erzählen von den Spannungsverhältnissen zur Obrigkeit, von Unrecht und Entmündigung, schließlich von den eigenen Glaubenszerwürfnissen.
Dies mit drei herausragenden Filmprojekten der deutschen Filmgeschichte aus den letzten 40 Jahren.
Standort der Filmvorführungen ist die Festwiese im Bereich der Kapelle, des Zehentstadels und des Kornkastens. Jeweils um 20.30 kommen zur Aufführung:
Mittwoch, 09. August, Der Tod des weißen Pferdes, 1984/85 – Christian Ziewe
Samstag, 12. August, LOND IT LUCK, 1978 – Leo Hiemer & Klaus Gietinger.
Mittwoch, 16. August, Kohlhaas oder die Verhältnismäßigkeit der Mittel, 2012 – Aaron Lehmann

Highlight war am 12. August die erstmalige und vom Allgäuer Kult-Regisseur Leo Hiemer selbst präsentierte, digitale Aufführung des Allgäuer Bauernkrieg-Spektakels LOND IT LUCK, welche er zusammen mit Klaus Gietinger 1978 als Film über den Allgäuer Bauerkrieg auf Super 8 produzierte und sogar vor Ort in Illerbeuren drehte.

Im Gedenken an 500 Jahre Reformation spielt der Bauernkrieg eine gravierende Rolle.
Reformation dabei allerdings ein mehr, als nur sprachlicher Fauxpas!
Menschlich ist es natürlich verständlich, dass 2017 die evangelische Welt 500 Jahre Reformation und damit ihre Geburt feiert. Doch berechtigt?
Wäre es nach Martin Luther eine Reformation, hätte sie in der katholischen Kirche stattgefunden und er heute wohl und zu Recht Kirchenlehrer. So aber ist es keine Reformation sondern eine von Menschen gemachte, von Gott sicher niemals gewollte und bis heute nicht überwundene Spaltung. Wirklich ein Grund zur Feier also, oder nicht eher zur Buße in beiden Konfessionen, bzgl. der jahrhundertelangen Versäumnisse?
Geht die katholische Kirche es zudem so an, wie bislang erkennbar, schadet es obendrein dem eigentlichen und einzigen Ziel: der Ökumene ohne Ende!
2017 haben wir neben 600 Jahre Hl. Bruder Klaus – dieser Friedensstifter hat in einer konfessionell ebenso gespaltenen Schweiz (selbst innerhalb der katholischen Kirche zwei Fronten), wie Deutschland und ganz Europa höchste Bedeutung – und 375 Jahr Wallfahrt Kevelar, 100 Jahre Patrona Bavariae, jeweils 70 Jahre der Kapellenweihe in Marienfried und erste Rosa Mystica Erscheinung im italienischen Montichiari-Fontanella, sowie 45 Jahre Rasenkreuz Meggen auch ein anderes, weltweit überaus bedeutsames Jubiläum: 100 Jahre Fatima!
300 Jahre Freimaurer und 100 Jahre russische Revolution können wir getrost außen vor, um dennoch die Überraschung der Jubiläendichte zuzulassen und daraus eine Motivation abzuleiten, diese ernst zu nehmen und sich mehr mit ihnen zu beschäftigen!

Volontärin Sonja Schaller begrüßte die erwartungsvollen Zuschauer und verwies auf die noch anstehenden Termine an den Sonntagen 24. September und 15., sowie Dienstag, 31. Oktober (Reformationstag) für die offenen Themenführungen Weihwasser, Schutzengel und Konfirmationsbrief durch die Stuben und Häuser des Bauernhofmuseums.
Die Führung ist für Einzelbesucher gedacht. Teilnahme ist kostenfrei, nur der Eintrittspreis ist zu zahlen. Treffpunkt ist an der Museumskasse.
Festes Schuhwerk und wettergerechte Kleidung sind empfehlenswert.
Dauer: 90 Minuten
Alsdann übergab sie rasch an Leo Hiemer zu dessen Einführung.

In seiner gewohnt humorvollen Art berichtete er, wie sein aufmüpfiger Kreis nach dem gesehenen Meineidbauer an eine Parodie des Genre Heimatfilm dachte, jedoch schnell feststellen musste, dass dieses nicht ad absurdum zu führen sei, da eben absurd.
Als sie dann erfuhren und in der Allgäu-Chronik von Alfred Weitnauer bestätigt fanden, dass das Allgäu ein seinerzeitiger Brennpunkt war und dies – obwohl im Geschichtsunterricht nicht nur geschlafen – kaum allgemeine Bekanntheit hatte, war die Idee zu einem abendfüllenden Spielfilm geboren.
Mit einem Budget von DM 10.000 ging man an das Erstlingswerk der Westallgäuer Filmproduktion und setze in Szenen, wie – nachdem ganz Südwestdeutschland schon von den Aufständen erfasst war – Georg Truchsess – genannt Bauern Jörg – den Aufstand blutigst niederschlug.
Die im Memminger Haus der Kramerzunft verfassten 12 Artikel der Bauernforderungen kommen ebenso engagiert ins Bewusstsein, als das rigorose Vorgehen –Eure WEeiber machen wir zu Witwen, Eure Kinder zu WSaisen - des Kemptener Fürstabtes Sebastian von Breitenstein.
Von der technischen Qualität liegt der Streifen oftmals näher an Tagen des schwarz-weiß Celluloid, denn der heutigen technischen Dimensionen und es fällt oftmals schwer zu glauben, dass noch nicht einmal 40m Jahre seither vergangen sind.
Bestechend jedoch mit welcher Eindeutigkeit die Akteure zeigen wollen, dass Allgäu weit mehr, als Käse, Kühe und Touristen ist. Dass die biblischen Tugenden von Gerechtigkeit und Nächstenliebe ebenso zeitlos sind, als der Kampf der Unterdrückten gegen die Unterdrücker.

Das Nachspiel spannt den Bogen in die damalige Zeit und die seinerzeitigen Proteste zum Straßenbau, lässt aber beklemmend gewahr werden, dass sich Nichts zu heute geändert hat, da Windkraftwahnsinn oder Naturschutzvergewaltigung am Riedberger Horn die Themen sind.
Erschreckend, dass für den Truchsess, einen frei von jeder Ethik und Moral, nur von der Gier getriebenen Massenmörder Erinnerungstafeln bestehen, für seine Blutopfer hingegen nicht.
Weiter an der Macht und dort wo in den Medien das Sagen besteht, findet man seine Nachfolger: derer von Waldburg-Zeil!
Mögen die Allgäuer auch heute noch wie damals zu träge und gutmütig sein, er gilt nach wie vor, der Ruf der freien Leute von Eglofs / Megletz: LOND IT Luck – wahrscheinlich sogar mehr denn je!

Erich Neumann, freier investigativer Journalist
über DFJ Deutsche-Foto-Journalisten e. V. www.dfj-ev.de
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© Bild: www.cmp-medien.de CC – Leo Hiemer mit Original Filmplakat
© Bild: www.cmp-medien.de CC – Die Technik wird installiert
© Bild: www.cmp-medien.de CC – Technik Equipment ohne Dieselskandal
© Bild: www.cmp-medien.de CC – Allgäuer Kino: Bett- statt Keinohrhasen
© Bild: www.cmp-medien.de CC – erwartungsvolle Zuschauer
© Bild: www.cmp-medien.de CC – Vorspann
© Bild: www.hiemer-film.de CC – Allgäuer Haufen
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