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Slawenburg Raddusch

Slawenburg Raddusch
 
Slawenburg Raddusch mit Wassergraben
Vetschau/Spreewald: Slawenburg | Bei unseren Kurzreisen der letzten 15 Jahre in oder durch den Spreewald hatte ich schon wiederholt ein Hinweisschild darauf gelesen. Dabei aber gedacht, so etwas Bedeutsames wird es wohl nicht sein.
Welcher fast unverzeihbare Irrtum!
Was für ein Glücksfall für Geschichtsinteressierte; ohne den Braunkohletagebau hätte man diese durch Jahrhunderte lange Beackerung, und Überpflügung nicht mehr erkennbare Slawenburg vielleicht nie entdeckt.

Hätte ich doch schon einmal früher zumindest diesen Kurzartikel gelesen
"Die Slawenburg Raddusch ist ein fast originaler Nachbau einer Wehranlage aus dem 9./10. Jahrhundert an gleicher Stelle.
In den Burgwall integriert ist eine der modernsten Ausstellungen Deutschlands: "Archäologie in der Niederlausitz". Hier werden Grabungsergebnisse und Funde aus der Zeit der slawischen Besiedlung der Lausitz gezeigt, die im Vorfeld des Braun-kohlentagebaus ausgegraben worden sind.
Der Ausstellungsbesucher erhält über Rekonstruktionen, moderne Fundpräsentationen und den Einsatz von Multimediageräten einen anschaulichen Einblick in vergangene Lebenswelten einer weitgehend verschwundenen Kultur sowie in Aufgaben und Probleme der "Braunkohlenarchäologie".

Im Außenbereich kann die 12.000-jährige Geschichte der Niederlausitz auf einem sogenann-ten "Zeit-Steg" mit verschiedenen Landschaftsinseln erlaufen werden.
Ein großräumiger Spielplatz für Kinder ist ebenfalls vorhanden.

Unendlich mehr steht auf den Seiten von Slawenburg Raddusch

Lest bitte selber nach, denn ich wüsste nicht wie ich diese vielen interessanten Seiten einkürzen sollte, wie zu den Themen:
  • Braunkohlenarchäologie
  • Fundort
  • Die Burg
  • Das Außengelände
  • Ausgrabung
  • Nachbau der Burg
  • Zeitsteg
  • Spielplatz und mehr…

So ein tolles, komplexes kulturgeschichtliches Erlebnis hätte ich am Rande des kleinen Spreewalddörfchens jedenfalls nie vermutet.

Hier nur noch einige Eckdaten:
Der Durchmesser der originalen SLAWENBURG RADDUSCH betrug innen 38 m und außen 58 m. Die Burg war von einem ca. 5,5 Meter breiten Sohlgraben umgeben. Durch zwei Tunneltore gelangte man in das Innere des 7 Meter hohen Walls. Im Burghof befanden sich hölzerne Brunnen, von denen einer nahezu 14 Meter tief war. Im Innenhof der Burg wurden Gebäudestrukturen festgestellt.
Die zu der Slawenburg Raddusch gehörige Siedlung befand sich in unmittelbarer Nähe vor der Burg, die allerdings heute nicht rekonstruiert werden konnte.
Trotzdem besteht die Absicht, vor der Slawenburg in den nächsten Jahren noch eine nachempfundene Slawensiedlung entstehen zu lassen

Doch damit nicht genug. Es gibt noch vom 17. April 2019 bis 25. August 2019 eine neue Sonderausstellung in der Burg unter dem Titel
„Bekenntnis und Behaglichkeit – Ofenkacheln der Reformationszeit“

Ursprünglich wollte ich vor der Heimfahrt vom Radduscher Hafen aus noch den historischen Radduscher Rundweg inklusive dem neuem Skulpturenweg abwandern. Weil vom umfangreichen Tagesprogramm doch etwas geschafft reichte es 14:45 Uhr aber zumindest noch für eine zweistündige Kahnpartie bei sommerlichen 22 °C.
Die Künstler Lech Beben und Andreas Metzler schufen in riesigen Pappelstämmen unter anderem den Adler, den Wassermann, den Schlangenkönig und eine Sitzgarnitur bestehend aus Fischen (Leider vom Kahn nicht gesehen).
Wanderung wird noch nachgeholt – vielleicht schon im Juni...!

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2 Kommentare
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Christine Schwarzer aus Dessau | 04.05.2019 | 11:44  
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Romi Romberg aus Berlin | 04.05.2019 | 12:05  
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