Anzeige

In Mühlhausen ist was los – Kampf beim thüringischen Nachbarn

Glückwunsch! Bester Nachwuchsboxer und zweiter in der Mannschaftswertung -- 2 Siege, 1 Unentschieden und 1 Niederlage
 
Trainerfuchs Reinhard Jassmann als Rechtsausleger mit seinem Schützling Leon Anselm
Viel Kraft kostete die schlagkräftige, aber eben auch nur kleine Boxabteilung des SV 1899 Mühlhausen die Vorbereitung der 8. Auflage des Hoffestes auf dem Gelände an der "Alten Mensa" in Mühlhausen (Thüringen).

Die Boxabteilung des TSV Korbach war unter Führung des Abteilungsleiters Lothar Junker, den Trainern Peter Zielke und Reinhard Jassmann sowie dem Leiter der physikalischen Abteilung, Joachim Hinz und vier Spitzenathleten nach Thüringen gereist.

Hochkarätige Kämpfe versprach der Ausrichter dieser Veranstaltung im Voraus. Das hieß schwere Aufgaben für das Korbacher Quartett mit Mario Jassmann, Miguel Möller, Leon Anselm und Jonathan Kem.

Die Veranstalter hatten einen guten Draht zu Petrus, der die Open Air Veranstaltung mit Sonne bestrahlte. Rundum perfekt organisiert und dementsprechend durchgeführt ging es dann zu Werke.

Leon Anselm
Leon bekam es mit einem alten Bekannten zu tun. Seinem Halbfinalgegner der deutschen Kadetten Meisterschaft Anfang Juni in Lindow. Zur Erinnerung, Leon unterlag umstritten gegen den späteren Deutschen Meister Andre Werner vom SV 1899 Mühlhausen.

Im Vorfeld noch etwas angefressen vom Urteil in Lindow überlies Trainer Reinhard Jassmann nichts dem Zufall und bereite Leon perfekt gegen den in Rechtsauslage boxenden Werner vor. Leons Gegner war bereits der zweite deutsche Meister innerhalb einer Woche.
Hoch motiviert und voller Tatendrang setzte er den Mühlhäuser Lokalmatadoren mit harten Körpertreffern Runde um Runde unter Druck. Mehrmals war der Kampf nah am Abbruch.

Leon Anselm dominierte Andre Werner, der Mühe hatte, seinem Kontrahenten Paroli zu bieten. Lediglich durch einen inszenierten Trick, bei dem Leon mit einer Verwarnung bedacht wurde, wurde Leon sauer über die Art und Weise, wie der Deutsche Meister den Kampf noch drehen wollte. Diese Verwarnung brachte dann wohl die Entscheidung.

Der hochklassige Kampf endete unentschieden. Die Zuschauer waren begeistert. Boxen auf ganz hohem Niveau. Leon wurde im Anschluss als bester Nachwuchsboxer mit einem Pokal geehrt und war neben seinem Trainer- und Betreuerteam hochzufrieden mit seiner Leistung.

Miguel Möller
Miguel hatte eine Woche nach seinem Sieg in Marburg den vermeintlich ‚schwersten Brocken‘ vor den Handschuhen.
Der Erfurter Bundesligist hat etwa dreifach soviel Kampferfahrung als der sympathische Korbacher und nahm bereits fünf Mal an Deutschen Meisterschaften teil. Mit Namen Sebastian Günther, 96 Kämpfe vom PSV Erfurt e. V.

Ein spannender und hochkarätiger Kampf auch deshalb, weil seit 1. Juni diesen Jahres nach neuer Wettkampfbestimmung des Deutschen Boxverbandes und der AIBA in der Altersklasse Männer ab dem Cruisergewicht bis (69kg) zukünftig ohne Kopfschutz geboxt wird. In gewisser Weise auch absolutes Neuland für erfahrene Boxer wie den Korbacher Miguel Möller.

Aber Miguel boxte gut mit und ging verletzungsfrei aus dieser für ihn unlösbaren Aufgabe.
Erwartungsgemäß endete der Kampf mit einem Punktsieg für den Erfurter. „Aber es ist gut für meine Entwicklung, jemand so erfahrenen Sportler wie Sebastian boxen zu dürfen,“ so Miguel in einem Gespräch nach dem Kampf.

Jonathan Kem
Etwa ein ganzes Jahr nicht mehr im Ring gestanden, wurde Jonathan diesmal genötigt, in Mühlhausen sich einer großen Herausforderung zu stellen.
Man bedenke, dass seine Trainings- und Sparringleistungen vermuten lassen, jeden Gegner seiner Alters-/Gewichtsklasse schlagen zu können.
Umar Tajk vom Nordhäuser Sportverein e.V. brachte gut 5kg mehr auf die Waage. Also auch er ein schwerer Gegner für einen Korbacher.

Doch Jonathan setzte genau das um, was mit Trainer Reinhard Jassmann bereits in der Vorbereitung besprochen.
Bereits in Runde eins zeigte er sein Können und dem Gegner seine Grenzen. Mit unglaublichem Druck dominierte Jonathan die erste und die dritte Runde. Lediglich in der Zweiten gönnte er sich eine kleine Auszeit.

Am Urteil gab es keine Zweifel. Jonathan Kem gewinnt hochverdient nach Punkten. Es bleibt zu hoffen, dass man in Zukunft öfter von ihm sieht und hört. Ein grandioses Talent.

Mario Jassmann
Es kam, was kommen musste. Im Kampf mit Marios Gegner, Christian Karg vom BC-Wismut, stand der nächste Hammerkampf auf dem Programm.
Mario hatte es mit keinem Geringerem, als dem Thüringer Landesmeister, zu tun.

Der Kampf im Mittelgewicht war nicht nur für Boxfans ein Highlight. Christian Karg ist ein sehr athletischer Kämpfer. Mario Jassmann war zwar nicht in seiner besten Verfassung – bei sommerlichen Temperaturen hat er als Schwimmmeister einen harten Job zu erledigen. Da fällt es manchmal schwer, die richtige Konzentration und Physis im Training zu finden.

Nichtsdestotrotz war auch dieser ein Kampf auf hohem Niveau. Wobei Mario Jassmann natürlich nicht sein ganzes Können zeigte. Schließlich könnten die Beiden sich erneut bei den diesjährigen Deutschen Meisterschaften gegenüberstehen.

Am Ende gab es einen verdienten Sieger. Mario Jassmann besiegt den Thüringer Meister klar nach Punkten.

Bei der rundum ganz tollen Veranstaltung gab es für die Korbacher Mannschaftsleistung noch eine Urkunde. Sie belegten in der Mannschaftswertung hinter den Erfurtern den zweiten Rang.
Die Fahrt nach Mühlhausen hat sich gelohnt und gezeigt, welch hervorragende Arbeit bei der Boxabteilung des TSV Korbach geleistet wird. Kompliment an die Organisatoren der gelungenen Veranstaltung!
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.