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Ernst Müller ruft – Korbach boxt

Das Veranstaltungsplakat -- natürlich muss es heißen: TSV Korbach
 
Der WDR im Einsatz vor der Veranstaltung
Zum Dürener Boxvergleich lud Ernst Müller vom Boxring Düren 55 e. V., guter Freund und ehemaliger Weggefährte des Korbacher Cheftrainers Reinhard Jassmann, zur Jubiläums-Annakirmes nach Düren.
Die weite Anreise, ca. 50 km vorm Dreiländereck (Deutschland, Belgien, Niederlande) nahm eine hessische Auswahl auf sich, um sich mit dort heimischen Sportlern im Festzelt zu messen.

Neben dem 1. BC Marburg und dem BC Kostheim war natürlich auch eine Truppe der Boxabteilung des TSV Korbach mit von der Partie. Kurzfristig, wegen Krankheit abgesagt, hatte allerdings Leon Anselm. Von hier aus gute Besserung.

Vor fast ausverkauftem Haus gab es für die Zuschauer 10, teils hochklassige, Kämpfe zu bestaunen.
Aufgrund zweier Ausfälle boxten auf hessischer Seite zwei Dürener Wettkämpfer, die jeweils ihre Punkte fürs ‚Auswärtsteam‘ holten. Dadurch ging der Sieg nicht an die Heimmannschaft. Bezieht man sich auf die echten Vergleiche Hessen/Düren, stand es am Ende 8:8 unentschieden. Soweit so gut … oder, wenn man so will, mit den eigenen Waffen geschlagen…

Korbacher Akteure waren:
Jonathan Kem, der zuletzt in Mühlhausen eine starke Leistung ablieferte;
Alexander Wagner, bei dem man nie so genau weiß was passiert,
und Ozan Tabaktas, der auch immer für eine Überraschung gut ist.

Aber dann kam alles ganz anders…
Jonathan Kem – hatte es mit einem schweren Gegner zu tun. Überrascht war nicht nur er, sondern auch die Betreuer in seiner Ecke. Sein Gegner boxte in Rechtsauslage. Entgegengesetzt eines Normalauslegers ist bei ihm die Rechte seine Führhand. Die Kampfstatistik der beiden Kontrahenten waren die Gleichen. Doch anders als erwartet stürmte Jonathan bereits zu Beginn des Kampfes in Richtung seines Gegners, Gharni Nassim.

Auch Zurufe, als Ziel der Beruhigung des Korbachers brachten nicht den erwünschten Effekt. Durch seine ungestüme, gar übermotivierte Kampfesführung bekam sein Gegner überhand in Runde eins. Ebenfalls wurde Kem nach einem harten Treffer angezählt.

Dies trug allerdings nicht gerade dazu bei, etwas ruhiger und aus einer geschlossenen Deckung heraus gezielter zu agieren. In Runde zwei das gleiche Spiel, was dann das Ende bedeutete.
Jonathan Kem unterliegt durch RSC in der zweiten Runde, entgegen den Erwartungen vor dem Kampf. Die Punkte waren eigentlich fest eingeplant.

Alexander Wagner – bekam es als letzten Kampf vor der Pause mit dem Dürener Lokalmatadoren Salim Abdukalai zu tun.
In der Ersten von drei Runden war kein klarer Sieger auszumachen. Runde zwei jedoch war klar bei dem Korbacher. Klever, aus einer geschlossenen Deckung heraus agierte Wagner mit linken wie rechten Geraden. Setzte, nach Anweisung seiner Ringecke, schöne Kopf- und Körpertreffer. Jetzt lag Alex vorne.

Nicht alles kommt so, wie man es sich wünscht. Runde drei überlies Alexander Wagner seinem Gegner. Leider zu deutlich.
Alexander Wagner unterliegt, leider nicht zu unrecht, nach Punkten. Zu leichtfertig vergab er in der letzten Runde einen bis dahin erhofften Erfolg.

Ozan Tabaktas – schloss den Vergleich im 10. und letzten Kampf. Entgegen den Planungen zu Beginn des Boxspektakels, und bereits im Vorfeld zwischen dem Dürener Ernst Müller und dem Korbacher Trainer Reinhard Jassmann, wurde Ozans Gegner kurzfristig geändert.

Der wesentlich erfahrenere und sehr athletische Boxer Kevin Nassa stand ihm gegenüber. Weiter änderte das Kampfgericht die Rundenzahl/-zeit von 3x3 Minuten auf 4x2. Dies erfuhr die Ringecke erst beim Einsetzen des Mundschutzes.

Bereits in Runde eins zeichnete sich der erwartete Verlauf ab. Ozan wollte unbedingt gewinnen. Das sah jeder. Doch leider hatte auch er nicht die nötige Ruhe, um zu bestehen. Konditionell war ihm der Kampf etwa zwei Runden zu lang. Trainingsrückstand soll allerdings keine Ausrede sein. Die harte Schichtarbeit bei einem Korbacher Reifenhersteller fordert ein Opfer der Zeit.

Ozan Tabaktas unterliegt klar nach Punkten und wurde zu allem Überfluss auch noch zwei Mal angezählt.

Die Niederlagen der drei Korbacher sind aber nicht wirklich dramatisch. Auch aus Niederlagen zieht man seine Erfahrungen. Und die machen einen am Ende viel stärker.
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