Anzeige

WindVeto Waldeck-Frankenberg

Im August 2017 haben sich die windkraftkritischen Bürgerinitiativen im Landkreis zu einer Kooperation - WindVeto- zusammengeschlossen.

Zweck der Kooperation:

Die Kooperation der Bürgerinitiativen von Waldeck-Frankenberg will auf Kreis- und Landesebene der Forderung Nachdruck verleihen, dass der weitere ungezügelte Ausbau der Windkraft in unserem Landkreis neu hinterfragt und bewertet wird.
Die Politik hat das Thema Windenergie inzwischen leider zu einer Ideologie gemacht, die zu hinterfragen kaum noch erlaubt ist und behauptet, dies sei der einzige vernünftige Weg und Ausdruck eines gesamt-gesellschaftlichen Konsens. Gleichwohl gibt es immer mehr Bürgerinitiativen (aktuell 1000 BI bundesweit), die sich ausdrücklich gegen den weiteren Windenergieausbau aussprechen.
Dieser Ideologie folgend, hat man im „Kampf gegen den Klimawandel“ beschlossen, es sei gerechtfertigt, sich so zu verhalten, als lebten wir in einem Ausnahmezustand. Ein Ausnahmezustand, der es notwendig macht, den ausdrücklichen Willen großer Teile der Bevölkerung, ja sogar die geschlossenen Interessen ganzer Gemeinden und halber Regionen einfach zu ignorieren, diese ihren Zielen unterzuordnen und Windkraftprojekte ohne Wenn und Aber durchzuziehen.
So gab es beispielsweise vor zwei Jahren im Rahmen der Festlegung der Wind-Vorranggebiete im Regionalplan Nordhessen die Möglichkeit für die Bürger, Einwendungen gegen die geplanten Windenergieparks vorzubringen. Davon wurde intensiv Gebrauch gemacht. Doch von den 33 000 Einwendungen wurde keine beantwortet. Die berechtigten Sorgen der Bürger waren dem RP noch nicht einmal eine Eingangsbestätigung wert. Die demokratische Legitimation des Regionalplanes ist für uns deshalb grundsätzlich in Frage gestellt.

Wir, die Kooperation der Bürgerintiativen Waldeck-Frankenberg, wollen mit dem Kreis zurück zu einer konstruktiven inhaltlichen Diskussion kommen, über die Fakten zum Klimawandel und wie wir ihm entgegentreten und dabei die Nutzen-Schadensbewertung auf den neuesten Stand bringen. Insbesondere da es inzwischen neue wissenschaftliche Erkenntnisse gibt, auch hochaktuelle deutsche Studien bezüglich der gesundheitsschädigenden Wirkung des Infraschalls und viele ernüchternde Erfahrungen mit der Effizienz und dem Nutzen der Windenergie.


Ziele von WindVeto-Waldeck-Frankenberg:

Wir brauchen zunächst ein Innehalten, ein Moratorium,
um wieder in eine vernünftige Betrachtung des Windenergieausbaus einzutreten. Dabei ist Dringlichkeit geboten, denn nach heutigem Kenntnisstand drohen Gesundheitsschäden für die Anwohner und die von Windparks bereits gesetzten gesundheitlichen und ökonomischen Schäden müssen überhaupt erst einmal systematisch erfasst und untersucht werden. Doch auch rein technisch/ökonomisch ist die sinnvolle Grenze des Windenergieausbaus wohl bereits erreicht oder schon überschritten. Keinesfalls dürfen noch eilig Windparks errichtet oder genehmigt werden, die uns für die kommenden 20 Jahre vor vollendete Tatsachen stellen. Im Gegenteil, es müssen alle aktuellen Planungen sofort gestoppt werden!

Neue Windräder dürfen nicht gegen den Willen der Bürger durchgesetzt werden!
Die offensichtlichen Nachteile eines weiteren, ungebremsten Ausbaus der Windkraft haben viele Kommunen im Landkreis bereits erkannt. Wir fordern den Willen der Bürger im Landkreis, ausgedrückt durch die Beschlüsse der demokratisch gewählten Stadtverordneten bzw. Gemeindevertreter, zu respektieren und umgehend umzusetzen. Es ist für die steuerzahlenden Bürger nicht nachvollziehbar, dass Gemeinden gezwungen werden, ihre ohnehin begrenzten finanziellen Mittel für Klagen zu verwenden, um Ihre an der Basis der Gesellschaft demokratisch errungenen Beschlüsse gegen den Kreis und das Land durchzusetzen.

Landschaftsschutz als Basis für Naturschutz und naturnahen Fremdenverkehr.

Der Landkreis Waldeck-Frankenberg ist einer der attraktivsten und wertvollsten Landschafts- und Naturräume Hessens. Wir tragen große Verantwortung für dieses Kapital und müssen damit behutsam umgehen und es für uns und nachfolgende Generationen erhalten. Wir befürchten sehr konkret, dass den Menschen und dem noch intakten Naturgroßraum Waldeck-Frankenberg ein irreparabler Schaden droht, wenn der Teilregionalplan Nordhessen ungebremst umgesetzt wird. Und noch sehen wir nur den kleineren Teil von dem, was vorgesehen ist.
0
1 Kommentar
11.563
Hans-Joachim bartz aus Hattingen | 21.10.2017 | 11:09  
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.