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Pioniere der Bluegrass Music zu Gast im Musikdorf Kötz

John Roc mit der Mandoline von Marty Stuart
 
White Mountain Bluegrass
Pioniere der Bluegrass Music begeistern auch im Musikdorf Kötz

Mit „Bluegrass in den Mai“ lautete das Motto am vergangenen Samstag im ehemaligen Brauereigasthof „Adler“ in Kleinkötz. Der kleine Saal war zu Konzertbeginn fast bis auf den letzten Platz gefüllt und die Fans der White Mountain Bluegrass Band aus nah und fern erlebten einen Abend gefüllt mit tollen Interpretationen von Bluegrass- und Country Music Klassikern.

Die Konzerte in den späten 1980er und frühen 90er Jahren im Kleinkötzer „Adler“ gelten in der deutschen Bluegrass Szene als schon „legendär“, den schon damals gastierten namhafte Künstler der amerikanischen und einheimischen Szene im „Adlersaal“. Am vergangenen Samstag war wieder „Bluegrass Time“ angesagt und die Fans waren wie beim ersten Konzert mit den „Good Ole Persons“ aus San Francisco im Mai 1988 nach Kleinkötz gekommen. Bereits im Jahr 1970 haben Hazel und Herman „Mac“ McGee die Band „White Mountain Bluegrass“ in New Hampshire gegründet. Sie selbst stehen bereits seit Anfang der 1950er Jahre aktiv auf der Bühne und haben die Gründungsjahre der Bluegrass Music miterlebt. Im Jahr 2004 wurden Hazel & Mac McGee zusammen mit 80 weiteren „Pionieren des Bluegrass“ im Museum der International Bluegrass Music Association (IBMA ) in Owensboro, Kentucky im Rahmen einer Ausstellung gewürdigt. Zusammen mit Sohn Hermann am 5string Banjo wurde die Band diesmal von John Roc an der Mandoline und Dave Shaw an der Fiddle begleitet. Wie schon bei ihren früheren Auftritten verstanden es die Musiker ihrer herzlichen Ausstrahlung und ihrer harmonischen Musik die Besucher immer wieder aufs Neue zu begeistern. Hatte das erste Set mit rund 50 Minuten noch Normallänge, spielten die Musiker im 2.Set des Abends fast doppelt so lange und wurden zudem erst nach mehreren Zugaben von der Bühne mit großem Beifall verabschiedet. Neben zahlreichen Klassikern des Bluegrass wie „Blue Moon of Kentucky“, „Renfro Valley“ „I Know You Married But I Love You Still“ oder „Ole Slewfoot“ wurden auch weniger bekannte Songs in Harmonie und Perfektion vorgetragen. Den Besuchern wurden auch nicht die schönen Stimmen von B.J. Thompon-McGee und Sally Roc nicht vorenthalten . B.J. mit dem einfühlsamen „The Dream“ und Sally mit dem sing-along-song „Ashes of Love“ wurden dafür mit langanhaltendem Applaus belohnt. Große Freude löste auch der spontane Gastauftritt des jüngsten Kötzer Vereinsnachwuchses, der 18jährigen, Katrin Maier aus St. Johann aus, die zusammen mit Dave Shaw das Traditional „Old Joe Clark“ fiedelte. Dave Shaw zeigte im Verlauf des Abends mehrfach seine Geigenkunst und besonders bei seiner Version des „Orange Blossom Special“ klatschten die Besucher begeistert den Rhythmus mit. Ebenso konnte John Roc an der Mandoline und Herman McGee am Banjo mit ihren flinken Soli immer wieder Szenenapplaus einheimsen. Mit einem Hank Williams Medley und einigen Gospelstücken, darunter das wunderschöne und oft gewünschte „Supper Time“, verabschiedeten sich White Mountain Bluegrass nach mehr als zwei Stunden Spielzeit von ihren alten und neuen Fans. Viele davon nutzen am nächsten Tag die Gelegenheit die Band am 1. Mai im Rahmen des „Tag der offenen Tür“ im Kulturgewächshaus Birkenried nochmals zu erleben.

Mehr Bluegrass bieten die Country Friends am Freitag, den 20. Mai in Zusammenarbeit mit dem Kulturamt der Stadt Langenau. Im Pfleghofsaal spielen und singen dann „Redgrass“ aus Vancouver, Kanada. Das 28. Internationale Kötzer Country Music Festival findet dann einen Monat später am 24.und 25. Juni in der Günzhalle in Großkötz statt. Informationen unter www.cwf-koetz.de .
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