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Super Ergebnisse bei den Bayerischen Meisterschaften

DIe Staffel der StG Team Schwaben ist die Drittschnellste in Bayern
 
Yannic Schmidt auf Bahn eins
 
Sie bleibt erneut unter 13 Sekunden: Komal im Zwischenlauf über 100m auf der Außenbahn
Top Wetter und eine optimale Wettkampforganisation des Ausrichters TSV Plattling konnten nur eins bedeuten: Starke Leistungen und hervorragende Platzierungen der Königsbrunner Leichtathleten bei den diesjährigen Bayerischen Meisterschaften der Männer, Frauen, U20 und U18.
Insgesamt sechs Athleten und 14 Betreuer und Fans machten sich am Samstag, den 13.7. und erstem Wettkampftag, auf den Weg ins niederbayerische Reinhold-Weinberg-Stadion in Plattling.
Fast alle Sportler des TSV Königsbrunn konnten sich mindestens einmal über eine Platzierung unter den besten Sechs freuen.
Die ersten Starterinnen waren Jana Missenhardt, Komal Datta und Lisa-Marie Petkov über die 100m der weiblichen Jugend U18. Jana, die zwar verletzt und dementsprechend angeschlagen war, sich diesen Wettkampf dennoch nicht nehmen lassen wollte, verabschiedete sich bereits nach ihrem Vorlauf mit 13,33sec. So hatte sie viel Zeit, sich für den Stafffelwettbewerb am frühen Abend zu schonen.
Bei Komal dagegen war der Knoten endlich geplatzt. Sie blieb mit ihrer Zeit von 12,85sec weit unter der schon fast unüberwindbar geglaubten 13-Sekunden-Marke. Wegen dieser starken Leistung durfte sie auch nocheinmal im Zwischenlauf ran, den sie mit 12,98sec absolvierte, was diesmal aber nicht mehr für's Weiterkommen reichte. Nun hatte auch sie etwas Zeit, sich vor der Staffel zu entspannen.
Lisa steigerte sich von Lauf zu Lauf. Als Vorlaufzweitschnellste mit 12,51sec kam sie im Zwischenlauf nach 12,38sec ins Ziel. Im anschließenden Finale trennten sie mit 12,21sec nur vier Hundertstel vom Titel. Somit belegte sie den hervorragenden zweiten Platz.
Einziger männlicher Königsbrunner Starter war Yannic Schmidt (U18). Obwohl er direkt nach dem Schuss aus dem Startblock stolperte, fehlte ihm mit 11,66sec über 100m nur eine Hundertstel-Sekunde zur Endlaufqualifikation. Daher waren für ihn die Bayerischen Meisterschaften schon da schnell wieder vorbei.
Kurz darauf ging die 19-jährige Yvonne Schmitt an den 100m-Start. Mit 12,81sec qualifizierte sie sich für den darauffolgenden Finallauf. In diesem konnte sie sich auf 12,58sec steigern, was zwar leider über der erhofften deutschen Norm lag, aber dennoch für einen sehr guten Fünften Rang reichte.
Letzte im Bunde war Salome Sager, ebenfalls U18. Sie startete als einzige Königsbrunner Nicht-Sprinterin über die 800m. Nach einer sehr schnell angegangenen ersten Runde mit 65sec und einigen Rempeleien auf der Gegengeraden hielt sie sich noch mit an der Spitze der Läufergruppe. Erst nach 600m wurde ihr das zügige Anfangstempo langsam zum Verhängnis. Nach und nach verließen sie ihre Kräfte und sie erreichte nach 2:23,57min das erlösende Ziel. Zwar war sie über ihren Sechsten Platz etwas verärgert, aber - dadurch motiviert - wollte sie am zweiten Wettkampftag über 1500m noch einmal alles versuchen.
Letztes Highlight des Tages aus Königsbrunner Sicht war der 4x100m-Staffellauf der weiblichen U20. Als Mannschaft der StG Team Schwaben in der Besetzung und Reihenfolge Jana Missenhardt, Yvonne Schmitt, Komal Datta und Lisa-Marie Petkov traten sie im zweiten von zwei Zeitendläufen gegen eine starke Konkurrenz an. Nach dem Startschuss gab Jana alles, um den Staffelstab so schnell wie möglich an ihre Teamkameradin zu übergeben. Trotz einiger Unstimmigkeiten während des Wechsels bekam Yvonne das Holz sicher in die Hand und spurtete zu Komal. Diese Übergabe klappte problemlos, wie auch die Darauffolgende. Lisa erhielt den Stab an vierter Position, zündete dann ihren Turbo und überholte die bis dahin Drittplatzierte. Wäre die Ziellinie "nicht so schnell da gewesen", hätte sie auch noch den zweiten Rang erreicht. Aber somit mussten sich die vier Top-Sprinterinnen mit dem Dritten Platz zufrieden geben. Aber überhaupt nicht unglücklich waren sie über ihre neue Bestzeit von 48,38sec, als sie als Dritte auf den Siegerpodest stiegen und Medaillen, Urkunden, einen Sechserpack Erfrischungsgetränke und jeweils einen Sonnenhut (Präsente für die drei Erstplatzierten) entgegennahmen.
Jetzt konnten alle Athletinnen ein wenig zur Ruhe kommen. Nach gemeinsamen Abendessen im Restaurant und einem Eis auf dem Heimweg, fielen alle erschöpft von diesem anstrengenden Tag in ihre Hotelbetten.
Der zweite Tag begann mit einem üppigen Frühstück - zumindest für alle Nicht-Athleten, die sich sehr wohl den Bauch vollschlagen durften - bevor es auf den Weg ins Stadion ging. Auch dieser Wettkampfsonntag sollte nicht weniger spektakulär als der Vortag werden. Denn bereits der erste Bayerische Meistertitel des Tages ging nach Königsbrunn. Lisa-Marie Petkov sicherte sich den ersten Platz über die 400m-Hürden-Distanz. Bei für den Vormittag schon ziemlich warmen Temperaturen legte Lisa einen Start-Ziel-Sieg hin und verbannte ihre Konkurrentinnen somit auf die hinteren Plätze. Außerdem verbesserte sie noch ihre Bestzeit auf 62,62sec.
Wenig später startete sie zusammen mit Komal Datta über die halbe Stadionrunde. Komal schied leider schon nach ihrem Vorlauf mit einer Zeit von 26,34sec aus. Lisa konnte sich mit 25,28sec für den Endlauf qualifizieren, den sie einige Stunden danach mit dem hervorragenden Vizemeistertitel nach schnellen 25,19sec abschloss. Mit diesen starken Einzelergebnissen bestätigte Lisa weiterhin ihre Teilnahme bei den deutschen Meisterschaften zwei Wochen später.
Yvonne Schmitt ging ebenfalls über die 200m an den Start, allerdings in der Altersklasse U20. Nach einem "lockeren" Vorlauf von 26,03sec, durfte sie später im Finale erneut im Kampf um den Titel antreten. Da sich die Vorlaufschnellste verletzungsbedingt vom Wettkampf abmeldete, stiegen Yvonnes Chancen auf eine Top-Platzierung. So kam sie nach dem Startschuss auf der Außenbahn als Schnellste aus der Kurve und mobilisierte noch einmal all ihre Kraftreserven. Dennoch musste sie sich im Ziel einer Konkurrentin geschlagen geben. Doch das tat ihrer Freude keinen Abbruch, auch wenn 25,70sec nicht der deutschen Qualifikationsleistung entsprachen, konnte sich ein Bayerischer Vizemeistertitel durchaus sehen lassen.
Große Erwartungen hatte auch Salome Sager in ihren 1500m-Lauf gelegt. Ziemlich aufgeregt und angespannt stellte sie sich an die Startlinie. Sofort setzte sie sich an die Spitze des Läuferfeldes, um ein gutes Tempo vorzulegen. Leider kam es über den ersten 1100m zu keinem Führungswechsel, was sich natürlich als Nachteil für Salome, dafür aber als Vorteil für alle hinter ihr herausstellte. So zogen beim Einläuten in die letzte Runde bereits zwei ihrer Gegnerinnen an ihr vorbei und Salome hatte nun nicht mehr die Kraft, dort mitzuhalten. Unglücklicherweise wurde sie auf den letzten 200m auch noch von einer weiteren Konkurrentin überholt und kam somit als Vierte ins Ziel, worüber sie ziemlich enttäuscht war, da sie wenigstens in dieser - ihrer Lieblingsdisziplin unter die besten Drei kommen wollte. Auch wenn sie mit 4:45,31min nahe an ihre Bestzeit herangelaufen, konnte das nicht allzu sehr zu ihrer Ermunterung beitragen. Als kleinen Trost schenkte ihr eine Teamkollegin einen ihrer gewonnen Sonnenhüte, was Salome dann doch wieder ein wenig lächeln ließ.
Mit den Leistungen der vergangenen beiden Tage konnte Trainer Stefan Wastian durchaus zufrieden sein, die Athleten waren es zwar mal mehr mal weniger, aber dennoch hatten sie gezeigt, dass sie alle in Bayern vorne mit dabei sind.
Danach hieß es wieder "Tschüß Plattling, danke für diesen tollen Wettkampf!" und alle Königsbrunner traten die fast zweistündige Heimreise an.
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