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Eishockey-Krimi zwischen Pinguinen und EV FFB endet nach heißem Kampf 2:2

  ESV Kleinschüler in Fürstenfeldbruck: Nach 0:2 am Ende mit 2:2 der „gefühlte Sieger“

Dramatik pur bot das Kleinschüler-Eishockey-Spitzenspiel in der BEV Meldeklasse C Gruppe 3 zwischen den EV Fürstenfeldbruck und den ESV Pinguine Kleinschülern. Die Zahlen vor dem Spiel versprachen auf jeden Fall ein enges Match. „Kontostand“ in der Tabelle vor der Begegnung: ESV Pinguine: 14 Spiele, 14 Siege; EV FFB: 15 Spiele, 11 Siege, 3 Unentschieden und nur eine Niederlage, die gegen den ESV. Wer demnach eine Übermacht für die Pinguine vermutete sah sich in der ersten Spielminute noch bestätigt. Das Sturmtrio Felix, Lukas und Samy legte los wie die Feuerwehr und hätte beinah das 1:0 eingelocht. Doch nun waren die Brucker hellwach und nahmen das Heft in die Hand. Spielerisch und körperlich gleichermaßen hatten die Pinguine über alle drei Blöcke wenig entgegenzusetzen und so musste man mit einem 0:1 Rückstand in die Kabine. Auch im zweiten Spielabschnitt hatten die Brucker etwas mehr vom Spiel und die Pinguine-Abwehr alle Hände voll zu tun und mehrmals musste Torwart Philipp mit Paraden retten. Die Gegenangriffe es ESV waren entweder nicht wirklich zwingend oder sie endeten in der Fanghand des starken Brucker Torhüters. Das 2:0 für FFB war die Folge und dies auch der Stand zur zweiten Drittelpause.

Siegessicher und schon fast in Feierlaune kam die Kleinschüler des EV FFB zum letzten Drittel aufs Eis. Ob die Pinguine um Trainer Thore Knopf noch an eine Wende glaubten? Jedenfalls schwand bei den Königsbrunner Zuschauern langsam aber sicher die Zuversicht. Inzwischen stand bei den Pinguinen Robin im Tor, bzw. häufig im Mittelpunkt des Geschehens. Doch die ESV-Kleinschüler zeigten Charakter und kämpften unentwegt weiter und kamen immer öfter gefährlich vor das Brucker Tor. Nur ins Netz wollte der Puck nicht. Bis zur 38 Minute. Endlich der Lohn für unentwegten Kampf: Ein schöner Pass von Nils vor das Tor zu Daniel der den Puck unhaltbar zum 1:2 versenkte. Der Jubel der Königsbrunner war groß und auf dem Eis ging es heiß her. Bereits in der nächsten Minute: Marcel kämpft sich durch die Brucker Reihen, Pass vors Tor. Dort stand Alex zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Fleck und lochte reaktionsschnell zum 2:2 ein. Ausgleich!

Aber keine Zeit zum Durchatmen. Weder für die Spieler, noch für die Zuschauer. Was nun folgte waren nochmals sechs Minuten Kampf und Hochspannung. Eishockey-Krimi vom Feinsten. Chancen auf beiden Seiten. Leidenschaft und Kampf. Die Pinguine getrieben von einer zahlreich und lautstark mitgereisten Fangemeinde, auch wenn der immer wieder der Atem stockte. Besonders die letzten zwei Minuten hatten es nochmals in sich. Doch der unwiderstehliche Abwehrfight der Pinguine war erfolgreich. Als der Schlusspfiff beim Spielstand von 2:2 kam waren die ESV-Kleinschüler der „gefühlte Sieger“.

Der Jubel war nun groß. Mit ESV-Fahne zur Melodie „We are the Champions“ feierten die Pinguine das Unentschieden gegen einen starken EV FFB wie einen Sieg. Oder war es der Jubel über Tabellenplatz 1? Vielleicht war es aber auch einfach das nötige Ventil nach 45 Minuten Hochspannung. Jedenfalls waren sich Trainerteam, Betreuer, Spieler und Zuschauer einig, dass das Unentschieden fast wie ein Sieg schmeckte.
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Helga Mohm aus Königsbrunn | 28.02.2011 | 12:06  
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