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Tinte aus der Natur

Schwarze Farbe aus der Natur? Schopftintlinge! Der Fruchtkörper dieses imposanten Pilzes wechselt seine Farbe und Form beim Reifen. Erntet man den hübschen, weißen Pilz und gibt in einer Plastiktüte - was man mit Pilzen ja eigentlich nicht machen soll sofern man sie genießen möchte! - so verwandelt er sich recht schnell in eine schwarze Flüssigkeit, die man tatsächlich auch zum Schreiben, Malen und Färben verwenden kann, außer man stört sich an dem Pilzgeruch, der beim Trocknen aber langsam verfliegt.
Auch in der Natur beginnt sich zunächst der Hut und dann der ganze Pilz durch ein Enzym selbst zu verdauen und dabei langsam in eine schwarze Flüssigkeit zu verwandeln. In dieser "Tinte" befinden sich die Sporen, mit denen sich der Pilz verbreitet.
Erntet man junge Pilze, d. h. so lange die Köpfe noch geschlossen und die Lamellen innen weiß bis rosa sind, so hat man einen äußerst schmackhaften Speisepilz vor sich, der sich zunehmender Beliebtheit erfreut und wegen seiner leichten Spargelnote im Geschmack auch den Namen Spargelpilz bekam.
Zu finden ist dieser Pilz von Ende August bis Anfang November. Die Bilder entstanden in der Königsbrunner Heide, am Wegesrand außerhalb(!) des Pferdegeheges.
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Anton Sandner aus Königsbrunn | 18.10.2017 | 01:46  
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