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Männerballett - was ist das?

Ein Männerballett trotzt dem Winter
 
Ein Abgang der besonderen Art
Männerballett – das sind doch Typen, die mit rosa Tutu oder in Frauenkleidern über die Bühne hopsen und mehr oder weniger begabt tanzen ... Stopp!!! Alles zurück auf Anfang!

Männerballett – das sind Jungs die sich in einer Gruppe zusammenschliessen um mit lang einstudierten Showtänzen ihr Publikum zu erfreuen.

Eine ausgefeilte Choreographie, zeitintensives, teilweise hartes Training und aufwändige Kostüme zeichnen ein gutes Männerballett aus. Nicht Parodien in Frauenkleidern sondern hochwertiger Showtanz gepaart mit ausgefeilten Hebefiguren und anderen teilweise artistischen Details stehen im Vordergrund.

Das steigende Interesse an diesen Tanzsportgruppen beweisen die vielen Turniere und bundesweiten Meisterschaften. Und wer einmal bei einer derartigen Veranstaltung anwesend war weiß mit welcher Begeisterung und Euphorie die Akteure ihre Show präsentieren und welche Detailverliebtheit in so mancher Bühnenkulisse steckt.

Natürlich steht in erster Linie der Spass und die Freude an Tanz und Bewegung und das gute Gefühl der Zusammengehörigkeit im Team im Vordergrund. Schnell jedoch kommt der Ehrgeiz hinzu sich mit anderen zu messen und selbst zu wissen wo man steht und was noch möglich ist.

Also weg von der belächelten Vorstellung vom rosa Tutu – Männerballett ist längst salonfähig geworden und die Last Gulden Hopper’s werden auch in Zukunft ihr Bestes geben um dieses Klischee für alle Zeiten auszulöschen.

Männerballett – Definition lt. Wikipedia

Das Männerballett im ursprünglichen Sinne stellt den Tanz von Männern in Frauenkleidern, während der Karnevalszeit, zur Belustigung des Publikums bei Prunksitzungen dar. Heutzutage entwickeln sich Männerballette jedoch auch vermehrt in Richtung Schautanz, die den Gardetänzen in nichts nachstehen. Es gibt u.a. auch die Deutsche Meisterschaft für Männerballette die vom Bundesverband Deutscher Männerballette e.V ausgerichtet wird. Diese Veranstaltung zeigt an 2 Vorrundentagen bis zu 60 Ballette aus ganz Deutschland. Am Finaltag zeigen nochmals 20 Ballette die eigenen Shows.

Geschichte

Die genaue Entstehung des Männerballetts ist nicht belegt. Weder das Zentralarchiv der Deutschen Fastnacht noch das Deutsche Fastnachtmuseum oder andere Faschingsarchive haben Dokumentationen darüber. Auch eine genaue Datierung der Entstehung ist nicht möglich.

In den Städten des Mittelalters pflegten die Mitglieder verschiedener Berufsgruppen zur Fastnachtszeit Schautänze als Repräsentationsbrauchtum. Vermutlich liegen hier auch die Wurzeln des Männerballetts. Früheste Belege für diese vorgeführten und einstudierten Tänze findet man in Nürnberg. Dort waren es die Metzger, die das Privileg zur Aufführung des Zämertanzes, vermutlich als Dank für ihre Loyalität gegenüber dem Stadtfürsten, 1348/49 erhalten haben sollen. In der Folgezeit wurde dieser Tanz mehr als 200 Jahre lang an der Fastnacht aufgeführt, so ist es im Narren-Spiegel nachzulesen.

Es gibt auch Berichte um den Westfälischen Frieden von 1648 wo schon auf Männerballette hingewiesen wird.

Im Jahr 1824 beschlossen die Wäscherinnen im rechtsrheinischen Bonn-Beuel, am Donnerstag vor Karneval die Herrschaft an sich zu reißen, wofür sie sich zu einem Damenkomitee zusammenschlossen. Während ein großer Teil der Männer mit Schiffen unterwegs war, um die gewaschene Wäsche auszufahren, übernahmen sie die Kontrolle über das jecke Treiben.

Dieser Brauch etablierte sich weit über die Grenzen Beuels hinaus, wo seit 1957 nicht nur das Alte Beueler Damenkomitee von 1824, sondern alle Komitees aus den Ortsteilen am alljährlichen Sturm auf das Rathaus beteiligt sind, mit dem der Höhepunkt der fünften Jahreszeit eingeleitet wird.

Da die Männer an diesem Tag an den Veranstaltungen der Weiber nicht teilnehmen durften aber sehr interessiert waren was selbige dort „treiben“ ist die Idee entstanden sich mit Frauenkleidung in die Säle einzuschleichen. Mit einem Auftritt zur Belustigung der Weiber konnte man dann erfahren was an diesem Nachmittag passierte.
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Iris Koy aus Königsbrunn | 22.02.2011 | 09:07  
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