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Europa ist den Musikern selbstverständlich

Wann? 19.10.2019 19:30 Uhr

Wo? Ev. Gemeindezentrum St. Johannes, Friedhofstraße 2, 86343 Königsbrunn DEauf Karte anzeigen
Königsbrunn: Ev. Gemeindezentrum St. Johannes |

Der Klarinettist David Schöndorfer präsentiert zur 15. Klangerfrischung ein multi-nationales Quintett

Immer mehr wird die Königsbrunner Klangerfrischung zu einem Ereignis, das den aktuellen europäischen Gedanken auf musikalische Weise lebt und präsentiert – wie das vor allem für Ensembles im klassischen Bereich seit vielen Jahren zu einer Selbstverständlichkeit geworden ist.

Zur 15. Auflage der Klassikreihe präsentiert der Klarinettist David Schöndorfer nämlich am Samstag, 19. Oktober, im evangelischen Gemeindesaal ein Quintett mit Musikern spanischer, luxemburgischer und deutscher Herkunft und Vergangenheit – wer mag, kann auch noch zwischen bayerischer und sächsischer Herkunft unterscheiden.

Ein Klarinettenquintett, das bedeutet, vier Streicher und eine Klarinette: Gastgeber David Schöndorfer (Klarinette), dann der Klangerfrischungsfreunden längst bekannte Cellist Werner Stephan, Markus Stolz an der Geige, Fátima Poblete Gálvez (Bratsche) und Diego Ponce Hase (ebenfalls Geige).
Fátima Poblete Gálvez wurde 1987 in Madrid (Spanien) geboren. Zu Beginn Ihrer Ausbildung besuchte sie das Fátima Poblete Gálvez Konservatorium ihrer Heimatstadt. Nach weiteren Studien in San Sebastián führte ihr Weg an die Hochschule für Musik und Theater nach Leipzig. Dort absolvierte sie ihr Master-Studium. Im Anschluss an ein Orchester-Praktikum ist sie seit 2015 in der Bratschengruppe des MDR-Sinfonieorchesters beschäftigt.

Diego Ponce Hase, 1994 in Karlsruhe geboren, erhielt seinen ersten Geigenunterricht im Alter von fünf Jahren bei Jesús Martínez. 2004 begann er seine Ausbildung am „Conservatorio Profesional de Música de Salamanca“, die er 2012 abschloss. Ab 2012 studierte er an der Hochschule für Musik „Franz Liszt“ Weimar, 2016 bis 2018 war er Mitglied der Orchesterakademie der Staatskapelle Berlin. Seit September 2018 hat er einen Zeitvertrag bei den 1.Violinen der Staatskapelle Berlin.

Markus Stolz, geboren 1989 in Trier, besuchte parallel zur Schule das Conservatorium der Stadt Luxemburg. Anschließend führte ihn sein Weg an die Lübecker Musikhochschule, wo er sein Bachelor-Studium absolvierte, für den Master-Studiengang wechselte er an die Hochschule für Musik und Theater nach Leipzig. Markus war Mitglied in der Jungen Deutschen Philharmonie und von 2016 bis 2018 bei den ersten Geigen im MDR-Sinfonieorchester engagiert. Als Gründungsmitglied der Bulsara Strings liegt ihm besonders die Erschließung von Pop- und Rockmusik für klassische Instrumente am Herzen.

Werner Stephan (1990) studierte ab 2009 an der Hochschule für Künste Bremen. Danach startete er seinen Master of Music in Frankfurt und wird nun von Sabine Krams betreut. Von 2010 bis 2017 war er Mitglied der Jungen Deutschen Philharmonie und absolvierte die Akademie der Deutschen Oper Berlin. Seit 2019 ist er stellvertretender Solocellist der Philharmonie Südwestfalen.

Bleibt noch die Klarinette, David Schöndorfer. Der 28-jährige Student von Professor Ralph Manno (Köln) ist seit März fest angestellter stellvertretender Soloklarinettist bei den Münchner Symphoniker. Seit 2012 organisiert und präsentiert er die Königsbrunner Klassikreihe Klangerfrischung und sorgt damit zwei Mal im Jahr für eines der klassischen Highlights der Brunnenstadt.

Und alle Fünf waren sich bei der Programmauswahl für den Klangerfrischungsabend schnell einig: Öffnen wollen sie mit dem Münchner Carl Baermann, der mit seinen Kompositionen nicht nur Carl Maria von Weber versorgte, sondern auch die Musik im 19. Jahrhundert maßgeblich beeinflusste.
Alsdann wird aus dem Quintett ein Quartett, das sich ohne Klarinette dem Streichquartett Nr.12 op 96 von Antonin Dvorak widmet.
Im zweiten Teil des Abends sind die Musiker aber wieder vereint zu einem der schönsten und anspruchsvollen Klarinettenquintette seiner Zeit, ein Alterswerk von Johannes Brahms.
Die vier Sätze, 1891 entstanden, vereinen noch einmal Brahms musikalisches Leben. Außerdem verfügte der Meister über entsprechendes Selbstbewusstsein, mit musikalischen Normen des ausgehenden
19. Jahrhunderts so umzugehen, wie es ihm beliebte. So schreibt er dem Quintett weniger die Selbstständigkeit der Einzelstimmen zu, als vielmehr eine klangliche Homogenität, in der die Klarinette einen ganz besonderen Farbwert darstellt.

Man darf also erneut gespannt sein auf die Klangerfrischung, am Samstag,
19. Oktober, im großen Gemeindesaal St. Johannes. Beginn ist um 19.30 Uhr, Einlass um 19 Uhr. Der Eintritt ist frei.
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