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Ein Brief aus Afrika ....

  Gambia sagt Danke für Hilfe, die direkt ankam!


Am 7.11.2015 wurden 4 Königsbrunner Teams verabschiedet, die an der zweimal im Jahr stattfindenden Wohltätigkeitsrallye Dresden-Dakar-Banjul teilnahmen. Ihr Ziel war Banjul, die Hauptstadt Gambias, Westafrika und 7.500 km entfernt.

Ein Land, das in der Armutsstatistik die Rangstelle 155 von 186 Ländern einnimmt.

Alle Fahrzeuge, die diese Tortur überstehen, werden zugunsten der Dresden-Banjul-Hilfsorganisation versteigert, einer der größten Projektfinanzierer. Am 29.11.2015 kamen auf diese Weise € 90.000,--zusammen. Gründer dieser Hilfsorganisation ist Heinz Bormann, der insbesondere schulische, medizinische und gesellschaftliche Projekte in Gambia aufgebaut hat Diese Organisation hat in Gambia den offiziellen Status einer NGO, einer Nichtregierungsorganisation, so dass keine Korruptionsgefahr besteht und alles dort ankommt, wo es am Notwendigsten ist.

Nicht alle Fahrzeuge gingen in die Versteigerung, eines (unseres) wurde einer gesonderten direkten Verwendung zugeführt. Es ist ein ehemaliger ausgedienter Krankenwagen des Königsbrunner Roten Kreuzes, ein VW TDI.
Auf Anregung von Heinz Bormann sollte dieses Fahrzeug an das Krankenhaus der Stadt Pirang übergeben werden. Als wir uns mit dem Krankenwagen dem Ortsrand näherten, wurden wir von einer Gruppe bunt gekleideter Frauen singend und tanzend begrüßt. - siehe Bild!

Am in unmittelbarer Nähe liegenden Hospital erwarteten uns die Honoratioren der Stadt, der Iman, der erste und zweite Bürgermeister, der Dorfälteste und noch viele andere. Es wurde ein Händeschütteln wie beim Neujahrsempfang des Diplomatischen Corps. Für uns alle ein wirklich erhebendes Erlebnis und die damit verbundene Gewissheit, das absolut richtige Geschenk übergeben zu haben. Die Dankesreden der Honoratioren, zwar in Gambia-Englisch (für uns nicht alles verständlich) aber dafür mit viel Begeisterung gehalten, vermittelten das Gefühl der großen Dankbarkeit.

Was uns dabei doch etwas nachdenklich werden ließ war die Tatsache, dass dieses Fahrzeug bei uns u.U. in der Schrottpresse gelandet wäre und in Gambia noch wertvolle Dienste leistet.

Umso größer war die Freude, als wir vor einiger Zeit einen Brief aus Gambia vom MINISTRY OF HEALTH & SOCIAL WELFARE, PIRANG HEALTH POST. erhielten, in dem mitgeteilt wurde, dass der Königsbrunner Krankenwagen seit 15.12.2015 im Einsatz ist und bereits 252 Patienten in Krankenhäuser gefahren wurden.

Dass Afrika etwas anders ist als Deutschland, ist der Zusatzinformation zu entnehmen. Der Krankenwagen wird auch für Leichentransporte, Impfaktionen u.a. verwendet.

Der Schluss des Schreibens lautet wie folgt: „Ich möchte mich im Namen der Gemeinde und der Mitarbeiter bei den Spendern und der ganzen Organisation für diese humanitäre Geste bedanken und bete, dass Gott uns weiterhin segnet. Vielen Dank Ihr Wesnick M. Mendy.“

Darauf können wir und die Königsbrunner stolz sein!

Sollte irgendwo in der weiteren Umgebung ein derartiges Fahrzeug zur Aussonderung anstehen, so lassen Sie es mich wissen.
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Weiterveröffentlichungen:

Unser "Plus" kennzeichnet alle Beiträge, die durch den Abdruck bei unseren Partnerverlagen noch mehr Aufmerksamkeit bekommen.königsbrunner | Erschienen am 08.07.2017
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Karl-Heinz Mücke aus Pattensen | 04.06.2017 | 11:50  
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