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"Quickstep durch den Bundestag": Ein Interview mit "Let's Dance"-Star Massimo Sinató

  myheimat unterhielt sich mit dem Königsbrunner "Let's Dance"-Star Massimo Sinató über das Talent seiner prominenten Tanzpartnerinnen, den Reiz eines Tanzes mit Angela Merkel und die "kultivierte Erotik" beim Tanzen.

myheimat: Herr Sinató, Sie sind inzwischen Stammgast bei der RTL-Sendung „Let’s Dance“. Wie kam der Kontakt zum Fernsehen überhaupt zustande?
Sinató: Meine Partnerin und ich gehörten damals den Top 3-Paaren der deutschen Rangliste an und Joachim Llambi fragte mich auf einem Lehrgang, ob ich nicht Interesse, Zeit und Lust hätte, bei der Show einzusteigen.
myheimat: Ab 14. März 2012 werden die Folgen der neuen Staffel ausgestrahlt. Dieses Mal tanzen Sie mit "Germany’s Next Topmodel"-Finalistin Rebecca Mir (20). Inwieweit kann man die Bewegungsabläufe auf dem Laufsteg mit denen auf dem Tanzparkett vergleichen?
Sinató: Models müssen ihre Bewegungsabläufe komplett beiseite packen und neu umlernen, da ihr Gang gar störend für die Balance beim Tanzen ist. Die Models bringen jedoch eine gewisse Ästhetik mit, welche natürlich förderlich für den Look beim Tanzen ist. Rebecca hat eine sehr natürliche Ausstrahlung. Bin mal gespannt, wie sie sich im Training anstellt.
myheimat: Im Jahr 2010 gewannen Sie den Wettbewerb mit Sophia Thomalla. Wie lange hat es ungefähr gedauert, bis Sie mit ihrem Tanzstil zufrieden waren?
Sinató: Im Halbfinale, als wir mit Sophia die Rumba mit der Höchstpunktzahl von 40 Punkten gewonnen hatten, war ich mit ihrem Tanzstil mehr als zufrieden. Die Rumba ist einer der sinnlichsten und zugleich einer der schwierigsten Tänze und sie wurde in der Qualität bis heute nie wieder in dieser Form und Bewertung erreicht.
myheimat: Liliana Matthäus, Sophia Thomalla und Rebecca Mir – Welche Tanzpartnerin verfügt über das größte tänzerische „Naturtalent“?
Sinató: Sophia Thomalla hatte etwas mehr Talent, aber es schlummerte im Verborgenen. Aber es geht nicht nur um Talent, sondern auch um Herz. Maite Kelly hat in der letzten Staffel bewiesen, dass man mit viel Herz und Willen diese Show gewinnen kann. Sie war mit ihrem eisernen Willen für viele Frauen ein Vorbild da draußen.
myheimat: Sie haben im Alter von 12 Jahren mit dem Tanzsport begonnen. Wie würden Sie einem Laien die Faszination „Tanzen“ beschreiben?
Sinató: Billy Elliot sagte im Film: "Tanzen ist für mich wie Elektrizität, die durch meinen Körper geht". Ich denke, dann bin ich wohl laut Billy mittlerweile ein ganzes Kraftwerk. Tanzen zur Musik erfüllt mich mit so viel Lebensfreude und beim Paartanz darf man diese Emotionen und Leidenschaft mit seiner Partnerin teilen und mit der Musik eins werden: 2 become 1!
myheimat: Mit Ihrer Frau Tatjana Sinató haben Sie nun die „Tanzgalerie Sinató“ eröffnet. Die Fernsehsendung hilft Ihnen doch sicherlich dabei, Ihren Bekanntheitsgrad enorm zu steigern. Können Sie sich vor Anfragen überhaupt noch retten?
Sinató: Wir sind letztes Jahr 87.000 km gereist, also zweimal um dem Äquator. Wir sind durch ganz Deutschland gepilgert und haben unser Wissen und unsere Liebe zum Tanzen auf Workshops mit vielen Tanzbegeisterten geteilt. Und jetzt dachten wir uns: Es ist an der Zeit, sich an einem Ort niederzulassen. Tatjana unterrichtet schon seit 10 Jahren hier und somit fiel unsere Wahl auf Königsbrunn. Manche glauben anfangs erst gar nicht, dass ich bzw. wir selbst in der Tanzgalerie unterrichten. Aber wir werden dies immer tun, weil es uns wahnsinnig viel Freude bereitet, das Tanzen mit anderen zu teilen. Auch mit denjenigen, die von sich glauben, sie hätten zwei linke Füße. Wir beweisen ihnen das Gegenteil!
myheimat: Angenommen eine „Tanz-Fee“ käme zu Ihnen und würde Ihnen folgenden Wunsch erfüllen: Sie dürften mit einer weltbekannten Persönlichkeit an einem traumhaften Ort tanzen. Mit welchem Star würden Sie welchen Tanz vorführen? Und wo würde das Ganze stattfinden?
Sinató: Ich hatte kürzlich gelesen, dass „Let’s Dance“-Daniel Hartwich in einem Interview gesagt hat, dass er mich gerne mit Frau Merkel tanzen sehen würde. Das wäre doch mal eine Herausforderung: ein Quickstep durch den Bundestag!
myheimat: Wenn Sie die Standardtänze mit den Lateinamerikanischen Tänzen vergleichen: Für welche Tanzform schlägt Ihr Herz am meisten?
Sinató: Für die lateinamerikanischen Tänze schlägt mein Herz am meisten, wobei ich die Standardtänze auch liebe. Jeder Tanz erzählt seine eigene Geschichte.
myheimat: Welche Rolle spielt die Erotik beim Tanzen?
Sinató: In manchen Tänzen ist eine kultivierte Erotik Teil des Ausdrucks, der entsteht, aber man gewinnt kein Turnier mit aufgesetzter Erotik und man sollte stets Stil haben, denn wir machen ja schließlich keinen Tabledance.
myheimat: Im August 2010 wechselten Sie mit Ihrer Tanzpartnerin zu den Professionals. Wie meistern Sie diese neue Herausforderung bis jetzt?
Sinató: Wir haben auf Anhieb bei den internationalen „Risingstars“ bei den German Open Championships einen Finalplatz erreicht und waren somit bestes deutsches Paar in dieser Startklasse. Jetzt konzentrieren wir uns auf „Let‘s Dance“, aber danach bereiten wir uns auf die Deutschen Kürmeisterschaften vor. Unser Ziel ist es, Deutschland bei der WM mit unserer Kür zu vertreten.
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Weiterveröffentlichungen:

myheimat-Stadtmagazin königsbrunner | Erschienen am 02.03.2012
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