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Besichtigung des Königsbrunner Wasserwerkes.

28 Mädchen und Buben nahmen die Möglichkeit war, und meldeten sich zum 2. Ferienprogramm der Stadtwerke Königsbrunn an.

Pünktlich um 12.00 Uhr begann der spannende Nachmittag mit der Besichtigung des Königsbrunner Wasserwerkes. Dipl. Ing.(FH) Herr Willer (techn. Werkleitung) übernahm zusammen mit Herrn Penner (Mitarbeiter im WW) die Führung durch das Wasserwerk. Während und nach dem Rundgang wurden die von den Kindern gestellten Fragen beantwortet.

Nahtlos war dann auch der Übergang zum Abwasserbetrieb. Abwassermeister Peter Erber, der diesen Tag organisiert hat, übernahm jetzt die Gruppe, um das Sammeln und Ableiten des Abwassers bis zum Klärwerk zu erklären.

Mit dem Bus ging es nun, entlang der Abwasserleitung, zum ca. 30 km entfernten Klärwerk nach Augsburg. Denn genau diese Strecke muss das Abwasser aus Königsbrunn zurücklegen, bis es im Klärwerk ankommt um dort biologisch gereinigt zu werden.

Auf dem Klärwerksgelände wurden wir von einem Mitarbeiter des KW Augsburg, Herrn Voss, herzlich begrüßt. Ein Lehrfilm vor Beginn der Führung, durch das 8 Fußballfelder große Gelände, hat an Hand von leicht verständlichen Beispielen gezeigt, wie eine biologische Abwasserreinigung funktioniert.

Nachdem Herr Voss den Weg des Abwassers durch die Kläranlage mit den verschiedenen Verfahrensschritten an einem Modell erklärt hatte, ging es nun auf den einstündigen Rundgang. Vom stark riechenden Zulauf bis zum Nachklärbecken. Wenn das Wasser im Nachklärbecken ankommt , ist es zu ca. 98% gereinigt und wird dann dem Lech wieder zugeführt. Die fehlenden 2% der Reinigung übernimmt die Biologie des Flusses, erklärte Herr Voss.

Auf großes Interesse stieß auch das Öffnen der Kammerfilterpresse. Dabei kann man sehen, wie der ausgepresste Schlamm als massive Platte in die Tiefe fällt.

Ein Highlight war auch noch die Möglichkeit der Mikroskopie. Frau Laim vom Klärwerk zeigte den Kindern die wichtigsten Mitarbeiter in der Abwasserreinigung, nämlich die Bakterien und Mikroorganismen.
Diese wandeln die im Abwasser enthaltenen organischen Verbindungen in anorganische Verbindungen um. Damit wurde auch klar, dass in der biologischen Abwasserreinigung keine Chemie zum Einsatz kommt. Jegliche chemischen Stoffe wie: Benzin - Ölreste - Pinselreiniger usw. können in der entsprechenden Konzentration diese Biologie zerstören und damit ein Reinigen des Abwassers unmöglich machen. Vielen Dank an dieser Stelle an die Begleitpersonen.
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Günther Wagner aus Königsbrunn | 28.08.2008 | 18:09  
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