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44.Königsbrunner Gautsch

Die Band stimmt zum ersten "Prosit" an
 
Mit vier krätigen Schlägen zapft Norbert Schwalber das Bierfass an
Die Luftballons hingen noch lange eingerahmt über unseren Betten, nachdem sie ihre Luft verloren hatten. Mein Opa hatte die mit Helium gefüllten Ballone mir und meiner Schwester auf der Königsbrunner Gautsch gekauft. Und nun 20 Jahre später hat die Gautsch die Faszination für mich nicht verloren. Heute wurde sie mit dem traditionellen Bieranstich zum 44. Mal eröffnet.
Der 2. Königsbrunner Bürgermeister Norbert Schwalber meisterte diese Aufgabe souverän. Mit vier kräftigen Schlägen trieb er den Hahn in das Fass, ohne dass ein Tropfen des wertvollen Gerstensaftes daneben ging.

Der erste Bürgermeister Ludwig Fröhlich hat auch dieses Jahr wieder zur Königsbrunner Gautsch geladen. 12 Tage wird das zweitgrößte Volksfest Schwabens ab dem heutigen Freitag dauern.
Bereits vor der offiziellen Festzelteröffnung herrschte auf dem Volksfestplatz reges Treiben. Das zum größten Teil junge Publikum verbrachte den sonnigen Nachmittag mit dem reichhaltigen Vergnügungsangebot der Schausteller. Sowohl moderne als auch traditionelle Fahrgeschäfte locken die Besucher mit bunten Lampen und lauter Musik. Neben Autoscooter und dem „Insider“, der den Fahrgast horizontal und vertikal ins Schwindeln bringt, gibt es auch eine Wellenrutsche, Schiffsschaukel und natürlich darf der Klassiker Kettenkarussell nicht fehlen.

Um 17 Uhr schließlich wurde die Gautsch und der Festzeltbetrieb offiziell eröffnet. Dieses Jahr übernahm der 2. Bürgermeister Norbert Schwalber die ehrenvolle Aufgabe des Anzapfens. Nachdem das Bier der Augusta-Brauerei floss, schenkte Schwalber sogleich die ersten Maßen an die anwesende Politprominenz aus. Als eine der ersten durfte sich die dritte Bürgermeisterin Barbara Jaser über eine Maß freuen. Im Anschluss genoss der Landtagsabgeordnete Max Strehle das Bier, genauso wie Altbürgermeister Wohlfahrt. Neben zahlreichen Stadt- und Kreisräten war auch Altbürgermeister Winkler aus Graben sowie viele weitere politisch Aktive aus dem Königsbrunner Umland der Einladung zur Gautscheröffnung gefolgt.

Den offiziellen Festakt begleitete bereits die Band „Die Lumpenbacher“ und stimmte ein erstes „Prosit“ an. Die aus Königsbrunn stammende Trachtenband sorgte auch den restlichen Abend für Stimmung im Zelt. Aber nicht nur im Festzelt wurde ein reichhaltiges Programm geboten, auch auf der Bühne des Verkehrsvereins Königsbrunn wurde das Publikum unterhalten. Der Faschingsverein CCK Fantasia hat einen Bunten Abend organisiert und dafür befreundete Vereine aus Königsbrunn und der Umgebung eingeladen. So zeigten die Mitglieder des twintaekwondo spektakuläre Bruchtests, bei denen zahlreiche Holzbretter mit Händen und Füßen zertrümmert wurden. Im Anschluss zeigten die Kinder des Tanzvereines „Dancepoint“, aufgegliedert in verschiedene Altersklassen, ihr Können. Außerdem war noch die Tanzgruppe aus Obermeitingen eingeladen, die ihren Showtanz „Top Secret“ aufführte. Der CCK Fantasia präsentierte sein diesjähriges Programm „Walk of Fame“.

Diese Programmdichte wird über die gesamte Dauer der Gautsch aufrecht erhalten. Neben dem täglichen Festzeltbetrieb und den Fahrgeschäften sorgen die Organisatoren für ein umfassendes Rahmenprogramm. Jeder der 12 Tage ist angefüllt mit zahlreichen Attraktionen sowohl auf der Festzeltbühne als auch auf der Bühne des Verkehrsvereins. So steht jeder Tag unter einem anderen Motto. Am 30. Juni ist ein Kinder- und Familientag geplant und der Tag der Betriebe findet am 2. Juli statt.

Der heutige Freitag war ein durchaus gelungener Auftakt zu einer erlebnisreichen und fröhlichen Gautsch, auf der bestimmt auch dies Jahr wieder viele Luftballone verkauft werden.
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Weiterveröffentlichungen:

myheimat-Stadtmagazin königsbrunner | Erschienen am 30.07.2010
myheimat-Stadtmagazin königsbrunner | Erschienen am 10.12.2010
2 Kommentare
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Wilfried Bauer aus Königsbrunn | 25.06.2010 | 23:00  
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Brigitte Köhnlein aus Königsbrunn | 27.06.2010 | 16:42  
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