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So werden Medien manipuliert !

Eine Medienmanipulation entsteht durch verzerrte oder auch einseitige Darstellung von Fakten und Tatsachen von Journalisten und Nachrichtenproduzenten. Gründe sind einseitige Vorauswahlen von Themen und auch die Art der Berichterstattung, vor allem in den Massenmedien. Nicht zu verwechseln ist eine Manipulation mit einer richtigen Fälschung, wie zum Beispiel das Erfinden von Interviews oder Manipulieren von Videos oder Bildern.

Bei einer Medienmanipulation, wie sie hier gemeint ist, wird eine verzerrte Wahrnehmung beim Empfänger erzeugt, was vonseiten der Journalisten und Nachrichtendienste oft nicht mal vermeidbar ist. Technische Grenzen und auch die Vorauswahl von Fakten verhindern , dass über alle vorhandenen Geschehnisse berichtet wird, und stößt teils unbeabsichtigt und auch naturgemäß an Grenzen, da dadurch eine Objektivität nicht vollständig gegeben ist.
Als Beispiel gelangen bis zu 99 Prozent der erhältlichen Informationen und Nachrichten nicht in die Medien, weil sie aus Gründen wie „zu unbedeutend, zu polemisch, zu fragmentarisch oder unsittlich“ aussortiert werden.

Natürliche Begrenzung

Es ist für Journalisten unmöglich, über alle Informationen und Nachrichten zu schreiben, die sie erhalten und gleichzeitig nur über ausgewählte Fakten zu berichten. Somit wird die Neutralität in den Medien auf natürliche Weise begrenzt.
Man spricht von einer Konstruktion der Realität durch die Medien, die durch einseitige Selektion der Informationen beim Empfänger ein Zerrbild entstehen lässt,und selbst wenn die einzelnen Meldungen der Realität entsprechen, kommt es beim Rezipienten zu einem verzerrten Bild der Tatsachen. Der Schweregrad und das Ziel von nicht objektiver Berichterstattung werden in vielen Ländern kontrovers diskutiert. Die Gewichtung unterschiedlicher Positionen und Argumenten stellt eine weitere Herausforderung für den Journalisten dar.
Gelingt es ihm nicht, durch eine Gewichtung die unterschiedlichen Relevanzen der Argumente zu verdeutlichen , spricht man von tendenziöser Berichterstattung, was eine verzerrte oder falsch gewichtete Darstellung von Fakten ist, die gegen die journalistische Ethik verstößt.

Unterschiede Bedeutungen im Sprachgebrauch

Auch der Gebrauch in der Sprache kann den Leser beeinflussen. Anstelle eines neutralen Synonyms kann ein Wort eine Meldung mit positivem bzw. negativem Beigeschmack unterschiedlich darstellen. Als Beispiel wird in Deutschland der übliche Begriff „Flucht und Vertreibung“ in Polen als „Umsiedlung“ bezeichnet.
Somit werden Berichte leicht als parteilich oder manipulativ wahrgenommen. Ein weiteres Problem stellen Übersetzungsunterschiede zwischen verschiedenen Sprachen dar. Wenn der Übersetzer nicht wortwörtlich und originalgetreu übersetzt, werden Inhalte schnell anders dargestellt, als sie wahrgenommen werden.

Das Publikum "entscheidet" ?!

Nachrichten werden im Wesentlichen so dargestellt, dass die Nachrichtenmedien Erfolg bei bestimmtem Publikum haben. Viele Menschen interessieren sich mehr für Nachrichten wie Lokalberichterstattungen von Verkehrsunfällen oder schockierende Meldungen, als der Tod von Millionen Menschen eines ethnischen Konflikts in Afrika oder Afghanistan.
Die Erschießung von fünf Angehörigen eines Gymnasiums erfährt eine monatelange tief gehende und facettenreiche Analyse, während Nachrichten aus fernen Ländern als schmale Randerwähnung dargestellt und wahrgenommen werden. Gründe für diese Art von Manipulation werden sowohl vom Publikum als auch von Produzenten gegeben: Die Verleger und Produzenten orientieren ihre Meldungen am Interesse der Masse: Medialer Publikumserfolg ist entscheidend.

Medienmanipulation in nicht demokratischen Ländern

Anders sieht es in Staaten mit staatlich gelenkten Medien aus, in dem die Pressefreiheit stark eingeschränkt ist.
In solchen Ländern entscheidet die Regierung, was und wie das Volk informiert werden darf. Durch diese weitreichenden Manipulationen konnten große Teile der Bevölkerung bis zur Kapitulation manipuliert werden. Heute setzen sich „Reporter ohne Grenzen“ weltweit für die Pressefreiheit und gegen Zensur ein. Die international tätige Nichtregierungsorganisation wurde 1985 in Montpellier von Robert Ménard gegründet.

von Helene Reimer
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Helene Reimer aus Köln | 08.02.2013 | 13:54  
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