Anzeige

Letzte pro-Köln-”Mahnwache” am Samstag verhindern

Am kommenden Samstag schlägt die Stunde des Abschieds: Fünf pro-Köln-Mahnwachen jeweils am zweiten Samstag im Monat liegen jetzt hinter uns und wir blicken mit Wehmut auf heitere Stunden zurück, die uns Markus Beisicht und sein theatralisch veranlagtes Gefolge beschert haben. Am 8. November, 13. Dezember, 10. Januar, 14. Februar und am 14. März haben sie es immer wieder so gut verstanden, uns mit ihren kindlich anmutenden Transparentchen und den hilflosen "Wir sind das Volk"-Rufen köstlich zu unterhalten.

Allerdings gab es auch ernste Momente: Man erinnere sich nur an die Mitwirkung von gewaltbereiten "Autonomen Nationalisten" aus dem Ruhrgebiet bei der Veranstaltung im Dezember oder an den Hitlergruß, mit dem ein pro-Köln-Mitglied im November unbescholtene Bürger angrinste.

Alles in allem waren jedoch alle "Mahnwachen" eine einzige große Realsatire, die durchaus von Monty Python hätte stammen können. Derartig blamable politische Selbstdarstellungen gab es wohl seit der "Aktion 18" von Westerwelle und seinem "Guidomobil" nicht mehr. Und selbst diese Kampagne war wohl noch seriöser als die desaströsen Auftritte der Altrechten vor dem DITIB-Gelände.

Noch peinlicher als die Kundgebungen selbst ist allerdings die anschließende Lobhudelei von pro Köln auf deren eigenes Unvermögen. So heißt es darin über deren "Mahnwachen" stets, es hätten "über 200 Bürger" teilgenommen und "zahlreiche Schaulustige" seien anwesend gewesen. Mal davon abgesehen, dass die realen Bürger wie so oft von pro-Köln-Berichterstattungen in die Irre geführt werden, nimmt der Realitätsverlust der pro-Bewegung in dieser Hinsicht schon langsam beängstigende Ausmaße an. Wer gerade einmal maximal 50 Teilnehmer als "200 Bürger" deklariert, wird entweder demnächst mit dem Gebrauch einer Zwangsjacke Erfahrungen machen oder ist einfach nur ein an Dreistigkeit und Schamlosigkeit nicht mehr zu toppender Rechtsextremist - wahrscheinlicher ist wohl eher das letztere.

Wie dem auch sei - am kommenden Samstag, dem 11. April, um 11 Uhr findet die schon zu einer festen Einrichtung im Terminplan aller "Gutmenschen" gewordene letzte pro-Köln-"Mahnwache" an der Venloer Straße / Ecke Innere Kanalstraße statt. Das pro-Köln-Motto heißt diesmal: "Den islamistischen Extremismus stoppen!". Da können wir nur zustimmen und hinzufügen: Aber ohne eine gleichzeitige Förderung des Rechtsextremismus - OHNE PRO KÖLN!
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.