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Coronavirus: Für Xavier Naidoo nur eine Verschwörung

Wir alle sind zur Zeit massiv in unserem alltäglichen Leben eingeschränkt. Xavier Naidoo kann allerdings nicht so recht nachvollziehen warum und kritisiert insbesondere die nun "etablierten Maulkörbe”.

Jeder Promi hat so seine eigene Art und Weise wie er es schafft immer mal wieder in die Schlagzeilen zu kommen: Während Michael Wendler sich seine Nase richten lässt und Fußballer wie Robert Lewandowski aktuell TikTok für sich entdecken, klärt uns Xavier Naidoo regelmäßig über seine Weltsicht auf und, dass wir das aktuelle System umstürzen müssen. Dieses Mal erzählt er uns in einem Telegram-Video die schockierende Nachricht, dass es das Coronavirus, welches unser aller Leben aktuell massiv beeinflusst und bereits über 200.000 Tote gefordert hat, gar nicht gibt. Er selbst hat zwar keine Beweise, die seine eigene Aussage stützen, dafür fordert er: "Bringt uns verdammt nochmal Beweise, dass dieses Ding echt ist". Er sieht vielmehr in den jetzigen Maßnahmen die wahre Gefahr: "Lieber Herr Spahn, lieber Herr Drosten, böse Frau Merkel: Wir können das nicht mitmachen. Sie fahren nicht nur die Wirtschaft an die Wand, Sie bringen unsere Alten um!", klagt der Musiker.

Naidoos kaputter Maulkorb

Während Xavier früher vor allem durch seine Musik auf sich aufmerksam gemacht hat, sieht er seine Zukunft - wie so viele Deutsche zur Zeit - aber wohl eher in der Virologie. Wie "Ruhr24" berichtet, belehrt Naidoo in dem Video seine Zuschauer unter anderem über Mundmasken, die angeblich gar nichts bringen und vielmehr eine Gefahr für uns darstellen sollen. Schließlich handele es sich dabei nur um Maulkörbe der Regierung, wird Naidoo zitiert: "Wir müssen diese Dinger tragen, um zu zeigen, dass wir unser Hirn abgegeben haben", soll der Mannheimer in dem Video geäußert haben, nachdem er sich bedeutungsvoll eine Maske vom Gesicht gerissen hatte.

Die unglückliche Corona-Kommunikation der Bundesregierung

Mit Sicherheit passierten rund um die Coronakrise auch zahlreiche Fehler und insbesondere die Kommunikation der Regierung lässt manchmal etwas zu wünschen übrig. Nicht ganz zu Unrecht wies NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) zuletzt darauf hin, dass zuerst die Verdoppelungszahl als kritische Kennziffer genannt wurde, um eine Katastrophe in Deutschland zu verhindern, während wir aktuell über die Reproduktionszahl R diskutieren. Auch die Meinung der ExpertInnen und der Regierung zur Schutzmaske (erst unnötig, jetzt Pflicht) oder der Notwendigkeit Kitas und Schulen zu schließen (erst unnötig jetzt für die meisten bis mindestens zu den Sommerferien) wandelte sich überraschend schnell und deutlich. Hierbei ist aber natürlich unter anderem zu bedenken, dass wir es mit einer neuartigen Krankheit und dynamischen Situationen zu tun haben. Selbst Virologen, wie Christian Drosten machte deutlich, dass er noch nicht alles über den Erreger weiß und wissen kann und wir Erkenntnisse erst nach und nach herausfinden können und dadurch lernen, wie der Umgang mit dem Virus aussehen sollte.

Xavier Naidoo geht nun vor Gericht!

Diese Erklärungen der Regierung und Experten reichen Sänger Xavier Naidoo jedoch scheinbar nicht. Wirklich überraschend ist das nicht, wenn man bedenkt, dass der Sänger in dem Telegram-Video die Existenz des Virus in Frage gestellt haben soll. Dabei ist der Musiker aber gar nicht so alleine mit seiner Auffassung. Bei einer kurzen Umfrage von "Ruhr24" gaben ca. 36% der knapp 2.700 Befragten an, dass sie Naidoos Aussagen als absolut oder teilweise korrekt empfinden. Die Mehrheit von 47% können seine Aussagen nicht nachvollziehen. Der Mannheimer, der bekanntlich auch schon früher mit verschiedenen Verschwörungstheorien auf sich aufmerksam gemacht hat und dafür unter anderem auch schon aus der DSDS-Jury geflogen ist, soll außerdem angekündigt haben, die Bundesregierung wegen der von ihm verhassten Maskenpflicht zu verklagen: "Wir wehren uns. Ich persönlich gehe vor Gericht, mir reicht es." Bleibt nur zu hoffen, dass ihn nicht das gleiche Schicksal ereilt, wie unter anderem den britischen Premierminister Boris Johnson: Auch der hatte die Gefahr des Virus erst geleugnet und demonstrativ in einem Krankenhaus PatientInnen die Hände geschüttelt, nur um sich ein paar Wochen später mit einer Covid19-Infektion auf der Intensivstation wiederzufinden.
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