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KlettgauGalerie: Interview mit Elena Tarasenko

Klettgau: KlettgauGalerie | Die Kunst mit der Kunst

Die KlettgauGalerie in Grießen hat sich in der Kunst- und Kulturszene etabliert. Ab dem 7. April 2013 können die Besucher eine neue Ausstellung bewundern.

Die KlettgauGalerie in Grießen hat sich bereits nach einem halben Jahr als Anziehungspunkt für Kunst- und Kulturinteressierte etabliert. “Erfreulich ist, dass wir sowohl regional große Beachtung finden, aber auch überregional ein Thema sind. So bekommen wir Anfragen aus der Schweiz und auch aus Städten wie Berlin und Hamburg“, sagt Kuratorin Katharina Lutter.

Die Erfolgsformel: die Mischung macht´s. Die KlettgauGalerie verbindet moderne Architektur mit stilvoller Kunst. Nationale und internationale Künstler präsentieren hier ihre Werke, auch junge Kreative bekommen die Chance, sich einem breiten Publikum zu präsentieren. Wie Elena Tarasenko, eine aufstrebende Lettin, die ab dem 7. April ihre Werke den Besuchern zur Schau stellt.

Die junge Avantgardistin präsentiert eine Auswahl ihrer fotorealistischen Malerei. Ihre Auseinandersetzung mit einer veränderten Lebenswirklichkeit nach der Wende spiegelt sich vor allem in den Motiven wider. Diese zeigen persönliche Erfahrungen und Erlebnisse, die mit Träumen, Wünschen, Obsessionen und Fantasien des modernen Menschen gepaart werden. “Das reale Leben inspiriert mich, ich lasse mich von alltäglichen Dingen leiten“, erklärt die Künstlerin ihre Inspiration.

Im Interview mit der KlettgauGalerie erklärt Elena Tarasenko, wie sie zur Kunst kam, was sie inspiriert – und von welchem Bild sie sich nie trennen würde.

Elena Tarasenko: “Kunst ist bei mir immer präsent“

Elena Tarasenko, wie sind Sie zur Kunst gekommen?
Ich habe schon früh mein Leben ganz der Kunst verschrieben. Bereits mit sieben Jahren ging ich in eine Kunst-Werkstatt für Kinder, schon zu der Zeit hat mich das Malen inspiriert und fasziniert. Professioneller wurde es mit 13 Jahren, als ich mich an die Janis-Rosental-Kunstschule in Riga einschrieb. Später begann ich dann ein Studium an der lettischen Kunst-Akademie.

Welches sind die wichtigsten Meilensteine Ihrer künstlerischen Laufbahn?
Ein entscheidender Meilenstein meiner Laufbahn war mein Abschluss an der Kunst-Akademie. Ich musste mich entscheiden, ob ich mich nun ganz der Kunst widme und es als meine tägliche Arbeit ansehe. Sehr emotional war meine erste Teilnahme an einer Ausstellung in der TVDART Galerie in Berlin im Jahr 2005. Dieser Moment bleibt mir immer in Erinnerung, ich durfte erstmals einem großen Publikum meine Werke präsentieren. Als Meilenstein sehe ich auch die jetzige Ausstellung in der KlettgauGalerie an. Dies ist meine erste große Einzelausstellung. Es macht mich stolz und glücklich, dass meine Arbeiten solch eine Beachtung und Aufmerksamkeit bekommen.

Welche Künstler haben Sie begeistert und inspiriert?
Vor allem Christian Schad beeindruckt mich immer wieder, ein Maler der Neuen Sachlichkeit im 20.Jahrhundert. Dazu inspirieren mich Künstlerinnen wie Tamara de Lempicka, und Frida Kahlo. Auch eine Gruppe flämischer Meister aus der Renaissance um Georges de la Tour, Caravaggio und Rogier van der Weyden haben mich in meiner Entwicklung und Arbeit immer inspiriert. Des Weiteren gehören auch Lucian Freud und Gerhard Richter zur Gruppe meiner “Lieblingskünstler“.

Woher bekommen Sie die Inspiration für Ihre Werke?
Das reale Leben inspiriert mich, ich lasse mich von den alltäglichen Dingen leiten. Alles, was mich umgibt und um mich herum passiert, nehme ich wahr – und hole mir daraus die Inspiration für neue Werke. Das können auch einfache Elemente sein wie Blumen, die bei mir zu Hause auf dem Tisch stehen. Oder Menschen, mit denen ich mich umgebe. Oder Freunde, die ich treffe. Das reale Leben hält die besten Ideen für mich parat.

Ist die Kunst für Sie also gleichzeitig Arbeit und Freizeitvergnügen?
Es ist ein fließender Übergang zwischen Arbeit und Freizeit. Ein Hobby von mir ist das Fotografieren. Was ich durch die “Linse“ sehe, dient auch als Ideen für meine Bilder. Oder ein Film, den ich mir ansehe. Spezielle Augenblicke oder Szenen führen mich dann zu einem neuen Bild. Die Kunst fasziniert mich auch in meiner Freizeit. Ich schaue mir auch gerne Werke von Kollegen und Freunden an. Dadurch erweitere ich auch mein eigenes Spektrum und bekomme neue Ideen.

Wie viel Zeit beansprucht Ihre Kunst in Ihrem Alltag?
Ich lebe einen “Kunst-Alltag“. Auch wenn ich nicht arbeite, ist Kunst bei mir immer präsent. Dies hängt sicher auch mit meinem Wohnort Berlin zusammen. Die Stadt ist sehr reich an Kunst und Kultur.

Wie entstehen Ihre Werke?
Zu Beginn steht immer die Idee. Ich habe diese im Kopf und überlege mir, wie ich sie umsetzen will. Soll es ein Porträt werden? Ein Stillleben? Etwas Figuratives? Danach mache ich Fotos, um Material für die Arbeiten zu sammeln. Ich benötige verschiedene Blickwinkel und Ansichten für meine Werke. Dies gelingt mir durch das Fotografieren am einfachsten. Dann beginnt der eigentliche Arbeitsprozess. Ich zeichne Skizzen und Collagen, in welche ich meine ganze Inspiration einbringe. Danach suche ich das passende Format aus für das Werk, mache detailliertere Zeichnungen und fange schlussendlich an mit dem Zeichnen des Kunstwerks.

Was sind Ihre präferierten Arbeitsmaterialien?

Ich arbeite eigentlich immer mit Ölfarben. Dies beinhaltet das Malen in mehreren Schichten. Mit dieser alten Meister-Technik kann ich meine Bilder sehr lebendig machen.

Gibt es ein Werk, das Ihnen besonders am Herzen liegt?
Ich mache Kunst natürlich für das Publikum. Es gibt jedoch ein Werk, welches ich niemals verkaufen werde: ein Selbstporträt aus dem Jahr 2006. Dies war mein erstes Bildnis für eine Ausstellung und hat seither einen ganz besonderen Stellenwert für mich.
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