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Psychotherapie für Dornröschen

Ihre Seele liegt im Dornröschenschlaf und wartet auf die Reifung. Ihr Wesenskern ist in sich selbst entfremdet wie eine in einem Kokon verpackte Raupe. Was drinnen geschieht, weiß keiner. Ringsherum sehen andere nur das undurchdringliche Dornengestrüpp. Die eigentliche Person schläft innerhalb dieser undurchdringlichen Schutzschicht. Man kommt von außen überhaupt nicht an Sie heran, ohne sich zu verletzen. Und innen leben Sie eingeschlossen, in einem Zustand von Taubheit und Betäubung. Sie stehen keinesfalls mit Ihrem eigenen Wesenskern in Kontakt, sind wie in einem betäubten Zustand.

Das Märchen „Dornröschen“ ist eine wunderbare Allegorie für die Verstrickung, in die Sie geraten können. Sie sind in einen Dämmerschlaf verfallen. Das Schloss, Symbol Ihrer Seele, wurde von einer undurchdringlichen Dornenhecke umwuchert. Sie wurden unsichtbar und unberührbar.
Alle Liebenden verletzen sich, wenn sie sich einer solchermaßen verpanzerten Person anzunähern wagen. Ein Mensch, dessen Seele taub ist, verletzt und stößt andere von sich ab, ohne es zu wollen.

Liebe allein genügt nicht. Es muss erst der Fluch sich erfüllen, bis der Bann gebrochen ist. Das kann im realen Leben bedeuten, dass Sie Zeit und Geduld brauchen, bis Sie aus Ihrer Betäubung erwachen. Alles hat seine Zeit, auch die Heilung der Seele.

Viele Leidenden kommen zur Therapie und suchen nach Heilung. Aber wenn Sie innerlich nicht bereit sind, Ihr Leiden als ein Stück Ihrer selbst und Ihrer Lebensgeschichte anzusehen, dann schneidet sich der Therapeut in dem Versuch, zu ihrer Seele vorzudringen. Sie stellen, ohne es bewusst zu wollen, quasi alle Stacheln nach außen und lassen niemanden herein. Es muss in Ihnen selbst erst die Sehnsucht nach einer eigenen Seele erwachen, d. h. Sie müssen selber bereit sein, das Dornengestrüpp, das Ihnen den Zutritt zu Ihrem eigenen Wesenskern verwehrt, niederreißen. Eine Therapie ist wie ein Sich-Durcharbeiten zur eigenen Seele, durch die inneren Widerstände hindurch.

Deshalb verlassen manchmal Klienten unverrichteter Dinge die Therapie, weil die Zeit noch nicht reif ist. Daran ist niemand schuld, sie sind einfach nicht so weit.
Anderen Klienten gelingt es zwar, die äußeren Schichten zu überwinden. Sie lernen sich selbst besser kennen, auch in ihren stacheligen Seiten, kommen aber irgendwann nicht mehr weiter. Dann müssen sie vielleicht warten, bis die nächste Schicht genügend eingeweicht ist für die nächste Schälung. Mit Ihrer Seele ist es bisweilen wie mit einer Frucht am Baum. Man kann ihre Reifung nicht forcieren. Man kann nur geduldig warten und aufmerksam bleiben, darauf vertrauend, dass irgendwann der Bann sich löst und die Hecke sich öffnet.
Es muss gleichzeitig jemand da sein, der sich für die Dornenhecke und das, was dahinter verborgen liegt, interessiert. Denn allein können Sie sich seelisch keinesfalls heilen. Selbsthilfe stößt schnell an die Grenzen, an denen Sie sich selbst so gut kennen und auf Ihre eigenen Tricks und Selbsttäuschungen hereinfallen. Es bedarf eines Gegenübers, der Sie mit Sympathie und Wohlwollen einerseits, aber auch mit kritischem Interesse andererseits auf die Reise zu Ihrer eigenen Seele begleitet.

Durch eine Psychotherapie haben Sie dann das Gefühl, die vorher verschlossene Blüte entfaltet sich von selbst, erwacht aus der Erstarrung und findet zu neuem Leben. Es öffnet sich Ihre Dornenhecke, und Ihre Seele erblüht zu duftenden Blumen. Ihre Dornenhecke ist dann nicht mehr nötig. Ihre Seele wird durchsichtig für Sie selbst!! Die Hüllen und Panzerungen um Ihren Wesenskern fallen ab und geben ihn frei. Sie haben sich vorher selbst nicht gespürt und nehmen nun wieder Fühlung mit Ihrer Seele auf.
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2 Kommentare
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Elke Matschek aus Ebsdorfergrund | 27.01.2012 | 09:20  
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Gudrun Großbach aus Xanten aus Kevelaer | 27.01.2012 | 10:20  
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