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Grenzen ziehen

Eine wichtige Lebenstätigkeit ist die Bestimmung Ihres Standorts.
Fragen Sie sich dabei keinesfalls, wie und wo Sie vom Durchschnitt abweichen. Die wichtigste Frage, die Sie sich stellen sollten ist es, wie Sie sich mit sich selbst wohl fühlen, d. h. was Sie für sich normal und passend empfinden..

Achten Sie auf die Angst, Außenseiter zu sein und so unbewusst fremdbestimmt zu werden. Schielen Sie auf keinen Fall auf die anderen, auf deren Verhalten Sie Bezug nehmen. Wollen Sie geliebt werden, passen sich den anderen an, dann sind sie wieder fremdbestimmt und zwar von Ihrem tatsächlichen Bedürfnis geliebt zu werden und Kritik und Konflikten aus den Weg zu gehen. Damit wären Sie weiterhin ein Produkt der Bedürfnisse anderer Menschen. Ihre eigenen Bedürfnisse müssten Sie wieder unterdrücken.

Wie sind Ihre Bedürfnisse? Wie sind Ihre Vorlieben? Am Ende soll sich alles, was sie sein wollen, zu einem guten Ganzen finden. Hier ist es wichtig Brüche, Widersprüche, Ungereimtheiten und Selbstbehinderungen zu suchen und zu finden.

Ihre eigene Wahrnehmung ist auch niemals wertfrei. Sie hat einen Zweck. So ist dies auch bei anderen Menschen. Welche Vorurteile, Wertungen, Verurteilungen, Klischees, Glaubenssätze herrschen in Ihrem Inneren?

Auch Ihre Vergangenheit setzt Fakten. Lassen Sie sich dennoch von Ihrer Vergangenheit auf keinen Fall fixieren, sonst werden Sie nichts ändern.

Denken sie nicht so sehr an das Ergebnis, sondern nur daran, wie Sie sich auf dem Weg wohl fühlen. Auch eine evtl. Erwartungsangst aufgrund von Erfahrungen in der Vergangenheit, können Sie festhalten. Machen Sie sich durch Angst vor der Zukunft auf keinen Fall bewegungsunfähig in der Gegenwart.

Wenn Sie sich oft nach den Erwartungen anderer richten, jeden Konflikt vermeiden, Harmonie und Nähe um jeden Preis herstellen wollen, dann sind sie konfluent. D. h. sie grenzen sich nicht genügend ab. Sie sind unfähig, die Umwelt nach Ihren Bedürfnissen entsprechend zu gestalten. Was hält Sie davon ab?

Sie beißen sich selbst in den Schwanz, indem Sie sich jedem ausliefern, der noch etwas aus Ihnen herausschlagen will.

Mal auf die Welt zugehen, dann wieder sich in Ihre eigenen 4-Wände zurückziehen. In jemandem aufgehen, den Sie lieben und dann wieder ganz für sich sein. Schauen und dann wieder wegsehen, um nicht gleich geblendet zu werden vom Starren.

Wenn Sie durcheinander sind, heißt das, dass Sie an einem der beiden Pole hängen bleiben. Der Rhythmus wird unterbrochen.

Wenn Sie sich auf Biegen und Brechen mit einer Gruppe identifizieren, um auf jeden Fall dazu zu gehören, dann leiden Sie ebenso unter einer Konfluenz (Grenzschwäche).

Zur Abwehr von Grenzübergriffen durch andere Menschen gehen sie mit hoch gezogenen Schultern herum, als ob sich Ihr Kopf in Ihrem Brustkorb verkriechen wollte.

Wo Sie sich selbst hemmen, werden Sie Ihre eigenen Feinde. Erkennen Sie, wie Sie Ihren Lebensstrom unterbrechen, indem Sie sich verfremdete Normen auferlegen. Werden Sie Ihr eigener Freund und es wachsen Ihnen freundliche Blümchen hinter den Ohren.
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2 Kommentare
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Andreas aus Niedersachsen aus Laatzen | 09.01.2012 | 22:43  
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Elena Sabasch aus Hohenahr | 04.02.2012 | 14:23  
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