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Müller: Familie und Beruf – jede Frau muss frei entscheiden können

Eva Gottstein, stellvertretende Fraktionsvorsitzende der FREIEN WÄHLER und frauenpolitische Sprecherin, Friedel Schreyögg, Gleichstellungsbeauftragte der Landeshauptstadt München a.D., Simone Schönfeld, Geschäftsführerin von Cross Consult GbR und Initiatorin des Memorandums für Frauen in Führung, sowie Ulrike Müller, MdL und Leiterin des Arbeitskreises Soziales, Gesundheit, Landwirtschaft und Umwelt und Moderatorin der Veranstaltung (v.li.); Quelle "FREIE WÄHLER Landtagsfraktion
FREIE WÄHLER diskutieren bei Parlamentarischem Frühstück über Frauenpolitik

München (cf) 27.05.2013.
Die Situation der Frauen im Spannungsfeld zwischen Karriere und Familie hat die FREIE WÄHLER Landtagsfraktion bei ihrem Parlamentarischen Frühstück im Bayerischen Landtag zum Thema gemacht. Ulrike Müller, MdL und Leiterin des Arbeitskreises Soziales, Gesundheit, Landwirtschaft und Umwelt, wies eindringlich darauf hin, wie wichtig eine Wahlfreiheit für Frauen ist – und dass es auf diesem Weg noch viel zu tun gibt. Sie betonte außerdem: „Wir haben nach wie vor eine eklatante Ungleichheit bei der Bezahlung von Männern und Frauen bei gleicher Leistung. Am gesellschaftlichen Rollenverständnis hat sich in vielen Bereichen wenig geändert. Wir brauchen mehr gute Vorbilder für Mädchen, eine bessere Karriereförderung für Frauen und die Voraussetzungen für eine wirkliche Vereinbarkeit von Familie und Beruf.“ Das Betreuungsgeld, da sind sich die FREIEN WÄHLER sicher, ist auf diesem Weg der falsche Schritt, so Eva Gottstein, stellvertretende Fraktionsvorsitzende und frauenpolitische Sprecherin der FREIE WÄHLER Landtagsfraktion: „Erstens ermöglichen 150 Euro keine echte Wahlmöglichkeit und zweitens steht dieses Geld – drei Milliarden Euro im Jahr – gar nicht zur Verfügung. Stattdessen ist viel wichtiger, dass die speziellen Erwerbsbiographien von Müttern bei der Rentenberechnung besser berücksichtigt werden! Kindererziehungszeiten und Pflegezeiten dürfen nicht zur Altersarmut führen!“
Müller, auch Moderatorin der Veranstaltung, erinnerte daran, dass es zwar Aufgabe der Politik ist, die strukturellen Rahmenbedingungen für Familien zu ändern – doch es müsste auch dringend ein kulturelles und gesellschaftliches Umdenken erreicht werden: „Die Politik muss dafür sorgen, dass Kinder nicht zum Armutsrisiko werden, sie muss die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ebenso wie die Wiedereinstiegsmöglichkeiten in das Arbeitsleben sichern. Und gleichzeitig muss die Gleichberechtigung auch endlich in den Köpfen aller Bürger – von Männern ebenso wie von Frauen – ankommen. Um das zu erreichen, sind alle gefragt: Kommunen wie Unternehmen, Vereine wie Verbände.“
Die Reisepoetin Franziska Holzheimer hatte die rund 60 Besucher zu Beginn der Veranstaltung auf das Thema eingestimmt: Anhand von Zitaten junger Frauen machte sie deutlich, dass weibliche Verhaltensmuster kritisch hinterfragt werden müssen. Friedel Schreyögg, Gleichstellungsbeauftragte der Landeshauptstadt München a.D., betonte in ihrer Rede, dass Bayern endlich eine aktive Gleichstellungspolitik braucht: „Es ist ein Skandal, dass Bayern weder die Vorgaben der EU noch des Grundgesetzes noch der Verfassung erfüllt.“ Simone Schönfeld, Geschäftsführerin von Cross Consult GbR und Initiatorin des Memorandums für Frauen in Führung, erläuterte diese Initiative für die Verbesserung der Situation von berufstätigen Frauen. Sie sagte, dass es durchaus im Eigeninteresse der Unternehmen liege, einen höheren Frauenanteil in ihren Führungspositionen zu erreichen.
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Andreas aus Niedersachsen aus Laatzen | 27.05.2013 | 23:21  
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