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Sauwohl…

Im Morast fühlen sich die beiden Wildschweine am wohlsten.
Kemberg: Friedrichsee | Fühlten sich am letzten Samstag bei frühlingshaftem Wetter beim Friedrichsee in der Dübener Heide nicht nur die Wildschweine in ihrer Suhle.
Nach dem Mittagessen mussten sich die Mitglieder unseres Sandersdorfer Musikvereins erst einmal von ihren Proben am Vormittag im KIEZ (Kinder- und Erholungszentrum) erholen und zogen singend und spielend in eine Gaststätte am nahegelegenen Königsee.

Da ich um Kaffee und Kuchen meist einen großen Bogen mache, zog es mich stattdessen in die herrliche Natur zu den beiden benachbarten Teiche Friedrichsee und Friedrichgrube.
Vor allem üben die alten verknorpelten Bäume auf „Stelzen“ immer wieder eine große Anziehung auf mich aus.

Doch mit Ruhe und stiller Besinnung wurde es nichts. In den eigentlich romantischen Tüm-peln machten unendlich viele Kröten Radau. Dabei waren sie so mit sich und mit Partnersuche beschäftigt, dass ich mich ihnen sehr nähern konnte, um ihr Treiben zu beobachten. Schade, dass ich keinen Hocke mit hatte, dann hätte ich es noch länger am sonnigen Ufer ausgehalten.

Leider konnte ich nirgends Krötenschutzzäune entdecken, dafür aber auf den Waldwegen Unmengen breitgefahrener Kröten. Wären die Dussel doch in ihrem Teich geblieben.

Obwohl der Friedrichsee auch ein Angelgewässer ist, bin ich überzeugt, dass es sich bei meinem letzten Suchbild nur um eine schwimmende Kröte handeln kann. Nach ihrem massenhaften Vorkommen und der Ausschnittsvergrößerung würde ich es stark vermuten (Bild 22).

Anschließend suchte ich wieder die zwei Wildschweine in ihrem Gatter neben einer Waldgar-tenanlage auf. Wie kann man sich nur in dem Morast wohl fühlen?

Hier noch ein paar Information zur Region
Mitten in der Dübener Heide befindet sich die Gniester Seenplatte mit dem Friedrichsee, Totensee, Schlangensee, Birkensee, Fuchssee, Froschsee, Königssee und dem Langen See.
Die Seen waren Braunkohlegruben, die nicht wieder zugeschüttet wurden. In einer Grube bei Gniest wurde zum Beispiel in den Jahren 1901 bis 1913 und bei der Mark Nauendorf in der Zeit von 1905 bis 1912 Kohle aus einer Tiefe von 5 bis 30 Metern gefördert. Eindringendes Grundwasser verhinderte damals den weiteren Ausbau des Grubenfeldes. Daraufhin wurde die Förderung eingestellt. Heute finden wir in der Gegend um die Seen ein wunderschönes Naherholungsgebiet mit vielen Möglichkeiten zu ausgedehnten Wanderungen per Fuß oder Rad.
Jedes Jahr im März beginnen die Krötenwanderungen aus den Waldgebieten zum Friedrichsee und zur Friedrichgrube.
Quelle: http://www.forst-gniester-schweiz.de/
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7 Kommentare
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Peter Pannicke aus Lutherstadt Wittenberg | 28.03.2019 | 09:54  
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Günther Gramer aus Duisburg | 28.03.2019 | 10:25  
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Manfred W. aus Nebra (Unstrut) | 28.03.2019 | 11:01  
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Christine Schwarzer aus Dessau | 28.03.2019 | 11:31  
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Romi Romberg aus Berlin | 28.03.2019 | 11:32  
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Wolfgang Erler aus Sandersdorf | 28.03.2019 | 11:46  
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Christine Schwarzer aus Dessau | 29.03.2019 | 11:36  
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