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Ein Leiden, das von anderen nicht ernst genommen wird.

Verkannt und oft belächelt:
Akne Inversa
verursacht Schmerzen
und viel Leid bei den
Betroffenen. Ein Erfahrungsbericht.
S. 2

Ein Leiden, das von anderen
nicht ernst genommen wird
Manuela Börsig kämpft um Öffentlichkeit für die unterschätzte Akne Inversa

Kehl (gro). Manuela Börsig ist eine junge Frau mit einemAnliegen:
Seit ihrem 17. Lebensjahr ist sie an „Akne Inversa“erkrankt. Für sie der Beginn einer anhaltenden Leidensgeschichte. „Die meisten Menschen kennen die Krankheit gar nicht“, stellt die 33-Jährige fest.
Was so harmlos klingt, „schon bei dem Wort Akne denken die meisten an Pickel“ (Börsig), ist ein ernst zu nehmendes Leiden. Die Krankheit beginnt mit Abzessen im Intimbereich, unter der Brust oder den Achseln.
Sie sehen harmlos aus, verursachen aber den Betroffenen unglaubliche Schmerzen. DasProblem: Auf der Haut sieht man buchstäblich nur die Spitze des Eisberges. Denn die Abzessen reichen tief in den Körper
hinein und können, bei unsachgemäßer Behandlung vernarben und wuchern. Die richtige Diagnose zu stellen, ist gar nicht so einfach, viele Ärzte erkennen das Krankheitsbild nicht und reagieren falsch.
Eine Erfahrung, die auch Manuela Börsig machen musste. „Ich bin jahrelang zum Arzt und ins Krankenhaus gegangen, keiner konnte mir helfen“, erinnert sie sich. Im Gegenteil, ihre Probleme wurden nicht ernst genommen, sie wurde bald wie ein lästiger Gast behandelt.
„Wir können nicht immer ihre Pickel aufschneiden“, wurde ihr irgendwann gesagt. Ein Jahr lang musste Antibiotika nehmen, die nicht halfen.
„Das geht an die Substanz, man zweifelt an sich“, schildert sie die Zeit. Ihre Reaktion: „Irgend wann bin ich nicht mehr zum Arzt gegangen.“ Durch Eigenrecherche im Internet kam sie ihrer Krankheit auf die Spur.
Erst der Besuch beim Spezialisten in Heidelberg brachte Klarheit. „Die Diagnose ist nicht gut, aber ich hatte wenigstens nicht mehr das Gefühl, mir alles nur einzubilden.“
Das Schlimme für Manuela Börsig – die Diagnose kam viel zu spät. Fast 50 Mal wurde sie operiert seit der Diagnose.
Sie kann sich kaum noch bewegen, ist in der Pflegestufe I eingestuft. „Für meine Familie ist eine große Belastung“, sagt sie. Nun will sie auf „Akne Inversa“ aufmerksam machen und das Krankheitsbild bekannt
machen. Denn: „Ich muss damit leben, dass es immer wieder kommt. Aber wäre die Krankheit rechtzeitig erkannt worden, dann hätte sie sich nicht so manifestieren können.“
Nun will sie mit anderen Mitstreitern eine Selbsthilfegruppe in der Region auf die Beine stellen.

Quelle: http://www.staz-online.de/mediafactory/Archiv/Staz...
Ausgabe vom 20.5.2009
Kontakt zu Betroffenen. http://akneinversa.forumieren.de/forum.htm
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6 Kommentare
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Ute Kohler aus Fürstenfeldbruck | 27.05.2009 | 15:46  
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Manuela Börsig aus Kehl | 27.07.2009 | 15:33  
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Ute Kohler aus Fürstenfeldbruck | 27.07.2009 | 20:58  
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Manuela Börsig aus Kehl | 27.07.2009 | 22:08  
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Ute Kohler aus Fürstenfeldbruck | 08.04.2010 | 22:02  
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Manuela Börsig aus Kehl | 09.04.2010 | 22:29  
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