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Wiener Klassik am 5. Juli in St. Martin Kaufbeuren

Wann? 05.07.2020 15:00 Uhr

Wo? Kaufbeuren, Kirchplatz, St. Martinskirche, 87600 Kaufbeuren DEauf Karte anzeigen
Kaufbeuren: Kaufbeuren, Kirchplatz, St. Martinskirche | Musik am 1. Sonntag im Monat, St. Martin Kaufbeuren: Wiener Klassik 

Bei der Musik am 1. Sonntag im Monat im St. Martin, Kaufbeuren, am Sonntag, dem 5. Juli 2020 um 15.00 h erklingen Werke der Wiener Klassik. Ausführende sind Ana Tsotsoria (Klavier) und Andreas Thiemig (Violoncello). Auf dem Programm stehen die Kleine Nachtmusik von Wolfgang Amadeus Mozart https://www.youtube.com/watch?v=w512rp2BRqM, das D-Dur-Konzert von Joseph Haydn (Hob. VIIb: Nr. 2) und die Sonate für Klavier und Violoncello op. 69 von Ludwig van Beethoven.
Die Wiener Klassik ist eine Musikepoche zwischen etwa 1770 und 1825. Ihre Hauptvertreter sind die lange in Wien wirkenden Komponisten Wolfgang Amadeus Mozart (1756 – 1791), Joseph Haydn (1732 – 1809) und Ludwig van Beethoven (1770 – 1827). Einige weitere Komponisten lassen sich stilistisch ebenfalls hinzurechnen, unter anderem Franz Schubert. Das architektonische Pendant der Wiener Klassik ist der Klassizismus, in der Literatur wurde diese Zeit durch die Weimarer Klassik von Goethe, Schiller, Herder und Kleist geprägt.

Wiener Klassik: strenge Architektur

Ihrem architektonischen Vorbild folgend ist die Wiener Klassik streng strukturiert. Es gibt formal keine Abweichungen, die Tonsprache ist absolut klar. Aufführungen mit dieser Musik gelten als die schwierigsten überhaupt. Von Orchestermusikern wird stets ein Werk der Wiener Klassik beim Probespiel verlangt, denn mit keiner anderen Musik lässt sich das Beherrschen der Technik besser präsentieren. Die Komponisten griffen mit ihren überwiegend in Dur-Tonarten komponierten Werken den damals herrschenden klassizistischen Zeitgeist auf: Es war das Zeitalter der Aufklärung, in welchem Hoffnung herrschte und viel Humor (vor allem bei Mozart und Haydn) erlaubt war. Humorvoll gingen die Meister auch mit harmonischen Wendungen um, sie brachen stellenweise dezent die damals herrschenden Regeln, was die Werke immer wieder fantasievoll und überraschend macht. Die Instrumentalmusik erfuhr durch die Wiener Klassik eine erste virtuose Blüte. Zwar gab es auch schon im Barock (unter anderem in den Vier Jahreszeiten von Vivaldi) sehr virtuose Passagen, doch der Virtuose als Star war noch nicht erfunden worden. In der Wiener Klassik hingegen schufen die Komponisten bewusst Werke für ein Soloinstrument, in denen der Solist all sein Können beweisen sollte und in denen auch die Grenzen der Instrumentaltechnik hinausgeschoben wurden. Am prägnantesten beweist das im genannten Programm das D-Dur Cellokonzert von Joseph Haydn. Mindestens zwei Vertreter der Wiener Klassik – Beethoven und Mozart – waren selbst Klaviervirtuosen, ihr Können ließen sie in ihre Kompositionen einfließen wie in der A-Dur Sonate, die Beethoven für Klavier und Cello (nicht umgekehrt) schuf: Hier ist der Pianist in herausragender Weise gefordert.
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