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Der Maulbeerbaum

Maulbeerbaum (Foto: © Zerbor - Dreamstime.com)

Der Maulbeerbaum erlebt zurzeit wegen seiner gesunden Früchte ein Comeback, nachdem er eine Zeit lang wenig beachtet wurde und nicht mehr gepflanzt wurde, obwohl er eigentlich recht anspruchslos ist, was den Boden angeht. Solange der Baum einen sonnigen Platz hat, wird er sich selbst im heimischen Garten gut entwickeln und Früchte tragen können.

Es gibt verschiedene Maulbeerbäume. Zu der Gattung der Morus gehören etwa 15 natürlich vorkommende Arten. Ursprünglich in den subtropischen Regionen in Nordamerika und Asien beheimatet, kamen die ersten Maulbeerbäume erst im 12. Jahrhundert nach Europa. Hier vermehrten sich vorrangig der weiße und der schwarze Maulbeerbaum.

Die weiße Maulbeere kommt eigentlich aus China. Sie wurde dort seit Jahrtausenden für die Herstellung von Seide kultiviert, denn die Blätter dienen den Seidenraupen als Nahrung. Aus dem gleichen Grund wurde der Baum auch in Deutschland bekannt, weil die Preußenkönige eine eigene Seidenproduktion planten und auch realisierten. Diese kam mit der Einfuhr von billiger Seide aus Fernost anfang des 20. Jahrhundert wieder zum Erliegen.
In Deutschland verlagerte sich das Interesse dann später auf den schwarzen Maulbeerbaum.

Die drei bekanntesten Arten

Die weiße Maulbeere kann bis zu 15 Meter groß werden und oft am selben Baum verschiedene Blattformen. Der Baum zeichnet sich durch seine weißen Früchte aus, die aber auch mit grüner Farbe vom Baum fallen können. Die weiße Maulbeere und die rote Maulbeere vertragen Frost und Kälte recht gut, während die schwarze Maulbeere empfindlicher ist.
Der schwarze Maulbeerbaum hebt sich durch seine dunklen Früchte hervor, die optisch den Brombeeren sehr ähnlich sind, sie haben allerdings eine etwas länglichere Form. Die reifen Früchte sind gesund und schmecken süß und saftig. Der Baum wird gut 10 Meter groß und hat eine rissige orangefarbene Rinde.
Die rote Maulbeere kann bei einem passenden Standort eine Höhe von 20 Metern erreichen. Der Stamm erscheint in einem graubraunen Farbton. Der pflegeleichte Baum trägt weibliche und männliche Blüten.

Das Holz von Maulbeerbäumen bietet einen edlen Charakter. Es schimmert glänzend in kaffeebraunen Farbtönen und überzeugt mit Strapazierfähigkeit. Fässer, Musikinstrumente und hochwertige Furniere werden daraus hergestellt.

Anbau des Maulbeerbaums

Damit sich die Bäume gut entfalten können, dürfen sie nicht zu dicht gepflanzt werden. Das Frühjahr eignet sich besonders gut zum Pflanzen. Wird der Baum im Herbst gepflanzt, dann muss er gegen Kälte geschützt werden. Einige Meter Abstand zu anderen Pflanzen sind in jedem Fall einzuhalten, außerdem benötigt der Maulbeerbaum Sonne, damit er sich gut entwickeln kann. Der ideale Boden ist durchlässig und sandig, sodass sich keine Staunässe bilden kann. Der weiße Maulbeerbaum verträgt auch Frost, aus diesem Grund trifft man ihn auch in kälteren Regionen in Deutschland an.
Nach der Anpflanzung dauert es einige Jahre bis der Baum zum ersten blüht. Ist dies geschehen, so sind seine Früchte ca 2-3 Monate später, also zwischen Juli und September reif. Eigentlich muss man sagen von Juli bis September, denn die Früchte werden nicht gleichzeitig reif.

Inhaltsstoffe

Maulbeeren schmecken nicht nur gut, sondern fördern auch die Gesundheit. Die Früchte enthalten neben pflanzlichen Proteinen noch Ballaststoffe, Phenole, Mineralien, Vitamine (z.B. Vitamin A, C, E, K und B-Vitamine) sowie Antioxidantien. In China werden die Maulbeeren wegen ihrer antibakteriellen und entzündungshemmenden Wirkungen schon seit sehr langem geschätzt und in der traditionellen chinesischen Medizin eingesetzt. Der Tee, der aus den Blättern gewonnen wird, wird seit der Antike eine heilende Wirkung zugesprochen. Er wurde bei Erkältungen und Fieber eingesetzt. Wissenschaftliche Studien haben auch bewiesen, dass der Tee und auch die Früchte den Blutzuckerspiegel positiv beeinflussen können.

In der Küche sind Maulbeeren vielseitig verwendbar. Zum Beispiel frisch als Kuchenbelag, zu Marmelade oder Wein verarbeitet, oder getrocknet in Müslis, Desserts und allerlei Gebäck.
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