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Carry, vernachlässigt, misshandelt, im Wald verscharrt, hat das Jugendamt zu spät reagiert ?

symbolbild (Foto: pixapay)
Kaiserslautern: Brunnen | Wie bereits berichtet wurde am 30.06.2016 die 5-jährige Carry tot in einem Waldstück in Rheinland Pfalz unter einem Erdhügel verscharrt aufgefunden. Nun hat der Prozess gegen mehrere Beschuldigte begonnen.

Was Carry für ein Martyrium erlebt haben muss kann man sich nicht vorstellen.

Die 36-jährige Mutter lebt getrennt in Pirmasens vom Kindsvater, sie hat insgesamt sechs Kinder, die aber nicht bei ihr Leben.
Der Kindsvater nimmt seine leibliche Tochter Carry und zwei Halbgeschwister zu sich, zieht nach Kaiserslautern zu einem befreundeten Paar, verschwindet dort aber und lässt die Kinder zurück.

Das Pärchen ein 30-Jähriger und seine 24-jährige Partnerin haben selbst ein Kind und sind dem dortigen Jugendamt sehr wohl bekannt. Die junge Frau wird als überfordert eingestuft und bekommt Hilfe. Bei den Hausbesuchen bemerken die Sozialhelfer die katastrophalen Zustände. Fünf Katzen werden in der Wohnung von Ihnen wahrgenommen.
Tatsächlich aber werden bei der Begehung der Polizei nach der Tat durch das Veterinäramt mehr als 30 Tiere gezählt und abgeholt.

Den Sozialarbeitern fiel bei den Besuchen auf, das sich in der Wohnung mehrere Menschen aufhielten, wie viele es genau waren, konnten sie nicht feststellen.
Das Jugendamt wusste zu diesem Zeitpunkt nicht, wer zu wem gehört und wie die Verhältnisse rund um dieses Szenario ein zuordnen sind, richtig Aktiv aber wurden sie nicht.

Das Jugendamt hatte Mitte der Woche einen Besuch bei der Mutter in Pirmasens geplant, sie wollten die Kinder in Obhut nehmen, doch sie werden abgewimmelt, am nächsten Tag standen sie wieder vor der Türe der 36-jährigen, diesmal mit der Polizei.
Diese brachte die Mitarbeiter zu den Familien bei denen die Kinder aufgeteilt lebten.
Von Carry aber fehlte jede Spur, erst nach eindringlicher Befragung erzählte sie vom Sturz des Kindes beim Spielen und führte anschließend die Polizei an die Stelle im Wald an dem der kleine Körper verscharrt wurde.

Caryy hätte ein Arzt helfen können, sie hätte nicht sterben müssen.
Bei der Obduktion wurden an dem kleinen Körper wurden Misshandlungen festgestellt.
Das Mädchen hatte Blutergüsse und litt Hunger. Die Aggressionen gegen das Mädchen sollen von dem 31-jährigen Angeklagten ausgegangen sein.
Es wurden auch die drei anderen in der Wohnung befindlichen Kinder untersucht, Misshandlungen wurden hier nicht festgestellt, jedoch sind alle Vernachlässigt.


Der zuständige Staatsanwaltschaft spricht in seiner Anklage von Mord durch Unterlassen.
Ein Jugendamt Mitarbeiter wird als Zeuge vor Gericht aussagen.
Ebenso hat der Beschuldigte seine Aussage angekündigt.
Insgesamt sind 29 Zeugen geladen.
Der leibliche Vater der kleinen Carry tritt als Nebenkläger auf.


gb
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1 Kommentar
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Andreas aus Niedersachsen aus Laatzen | 23.12.2016 | 03:35  
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