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Klinikum Aschaffenburg – Gefährlicher Keim gefunden!

Im Klinikum Aschaffenburg sind drei Menschen auf der chirurgischen Intensivstation mit einem multiresistenten Keim infiziert um die Ausbreitung zu verhindern wurden sie isoliert. Aufgrund dessen werden vorerst in der chirurgischen Intensivstation keine neuen Patienten aufgenommen. Notfälle werden in den drei anderen Intensivstationen des Klinikums behandelt und geplante Operationen werden vermutlich verschoben.

Was wird gegen den gefährlichen Keim im Klinikum Aschaffenburg unternommen?
Bei einer Pressekonferenz wurde durch Katrin Reiser, Geschäftsleiterin des Klinikums, mitgeteilt das Betten, Flure, Schränke, Utensilien und Zimmer desinfiziert. Weiterhin würden Einweg-Schutzkleidung verwendet und alle Patienten und Mitarbeiter des betroffenen Klinikbereichs überprüft. Stand gestern Nachmittag war, laut main-netz.de, das bisher kein weiterer Keim gefunden wurde und 65 % der Mitarbeiter untersucht wurden, die auf dieser Station beschäftigt sind. Wie lange es dauert bis kein Erreger mehr nachweisbar ist, ist noch nicht gewiss.

Wie kam der Keim ins Krankenhaus?
Der gefährliche Keim wurde an einer Frau, Mitte 70, und zwei Männern, Mitte 60 und Anfang 70, gefunden teilte Oberarzt Michael Mayer mit. Sie wurden alle mit sehr schweren Erkrankungen ins Klinikum eingeliefert, inzwischen habe sich der Zustand der Patienten minimal stabilisiert, laut main-netz .

Was für ein Keim ist das?
Der Gefährliche Keim ist schon seit 30 Jahren bekannt und hat den Namen Acinetobacter baumannii. Er halte sich lange auf Oberflächen aus, stirbt aber innerhalb von Minuten ab wenn er mit Desinfektionsmitteln bekämpft wird. Gefährlich ist er für stark immungeschwächte Patienten aber für gesunde Menschen sei er unbedenklich. Behandelt werden die Patienten mit zwei Antibotika. Die Behandlung des Keims mit Antibotika wird dadurch erschwert, da er zunehmend Abwehrmechanismen entwickelt und somit oft nur ein oder zwei Antibotika laut Fachzeitschriften wirken. Laut Katrin Reiser bestehe für Patienten in anderen Stationen keine Gefahr.

Was sind die Folgen des Keims?
Er kann Blutvergiftungen, Infektionen der Harnwege, Lungenentzündungen und Wundinfektionen verursachen. Für zwei bis zehn Prozent der Krankenhaus-Infektionen ist der Erreger Acinetobacter baumannii laut Angaben der Robert-Koch-Instituten verantwortlich. Gegenüber der Ärzte-Zeitung sagte Harald Seifert von der Universität-Klinik Köln 2010, dass durch eine Infektion mit dem Erreger die Sterberate für über 60-jährige Patienten bei mehr als 40 Prozent liegt.
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