Anzeige

Klostergeflüster unweit der Altmark – (E) Kloster Jerichow

Kloster Jerichow
  Jerichow: Kloster Jerichow | Nur 12 km von der Hansestadt Tangermünde entfernt befindet sich das
ehemalige Prämonstratenser Kloster Jerichow.

Grund genug es auch einmal zu besuchen.
Bei strömenden Regen verzichteten wir auf eine Besichtigung des sehr empfohlenen Klostergartens, selbst für Besucher mit Seheinschränkungen. Denn das Riechen und Schmecken der zahlreichen Gewürz- und Heilpflanzen ist hier ausdrücklich erwünscht.
Doch das barrierefrei zugängliche Kloster entschädigte uns reichlich.

Es liegt im Elb-Havel-Winkel mitten im Jerichower Land, in einer reizvollen Umgebung am Rande eines Naturschutzgebietes in den Elbniederungen.
Als eine der Stationen an der Straße der Romanik hat das Kloster Bekanntheit erlangt. Einst war das Kloster Jerichow ein berühmtes Stift, das dem Orden der Prämonstratenser zugehörig war. Diese erbauten das Kloster im spätromanischen Stil aus roten Backsteinen.

Die Einzigartigkeit dieser Sehenswürdigkeit geht auf ihre unscheinbare Schönheit und einer nahezu nicht veränderten Ausprägung der Anlage zurück. Die Basilika romanischen Ursprungs entführt ihre Besucher in eine Welt der Ruhe und Besinnlichkeit.

Dank der besonderen Stilreinheit zählt das Kloster Jerichow heute zu den bemerkenswertesten romanischen Anlagen innerhalb Deutschlands.
Das Kloster wurde 1144 in der Nähe des Jerichower Marktes als Prämonstratenserstift gegründet. Im Jahr 1148 wurde das Kloster nach außerhalb des Ortes an seine heutige Stelle verlegt und dort 1149 mit dem Bau der Stiftskirche begonnen. Die Kirche und der Ostflügel wurden 1172 fertiggestellt.

Am 13. Dezember 2004 wurde die „Stiftung Kloster Jerichow“ gegründet. Die Stifter sind das Land Sachsen-Anhalt, die Evangelische Kirche in Mitteldeutschland (EKM), der Landkreis Jerichower Land, die Stadt Jerichow, die evangelische Kirchengemeinde Jerichow und der Förderverein „Erhaltet Kloster Jerichow e.V.“

Eines der Gebäude im Klostergarten beherbergt das Klostermuseum. Die dortige Ausstellung hält für Gäste interessante Informationen über den Wandel des Klosters Jerichow ab dem Gründungszeitraum bis zur Nutzung in der Gegenwart bereit. Zu den weiteren Exponaten zählen Objekte der kirchlichen Kunst sowie solche, die Hinweise auf die regionale Entwicklung von Kultur und Kunst geben. Darüber hinaus erfahren kulturell Interessierte mehr zu den umliegenden romanischen Dorfkirchen, die der Errichtung des Klosters Jerichow als Grundlage dienten.
in einem weiteren Gebäude des Klosters Jerichow aus dem Jahr 1870 befindet sich die Jerichower Klosterbrennerei. Dieses besondere Highlight gibt es seit 2014. Neben der Einrichtung der neuen Geistbrennerei nach alter Sitte entstand ebenfalls ein Verkostungsraum. Gästen wird somit die Möglichkeit geboten, bei der Herstellung von Hausprodukten aus Kräutern des hauseigenen Kräutergartens sowie den Pflanzen und Früchten der umliegenden Obstgärten hautnah dabei zu sein.
Quelle: "Kloster Jerichow“

Zu gern hätte ich bei dem Mistwetter an einer gerade stattfindenden Verkostung teilgenommen (im Kloster selbst hatte ich keinen der Verkoster wieder gesehen), doch der „Wagen“ wollte noch mit mir weiterrollen…
1
1
1
1
2
2
1
1
2
1
1
1
1
1
6
Diesen Mitgliedern gefällt das:
1 Kommentar
4.601
Romi Romberg aus Berlin | 21.10.2017 | 19:47  
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.