Anzeige

Politiker erhöhen ihr Gehalt auf über 8.000 Euro!

Arbeitnehmer kämpfen um 5 Euro mehr, Bundestagsabgeordnete geben sich selbst 292 Euro mehr. (Foto: tommyS / pixelio.de) (Foto: tommyS / pixelio.de)
Erst verschenken sie Geld an Griechenland, wohlwissend, die Erträge der Steuerzahler nie wieder zu sehen, dann schrauben die Politiker aus dem Bundestag ihren eigenen Sold in die Höhe. Pro Monat wird die (Lobby-) Arbeit von Spitzenpolitikern (sprich: Bundestagsabgeordnete) ab 2012 mit fast 8.000 Euro vergütet. 7.668 Euro verdient ein Abgeordneter im Bundestag momentan, 7.960 Euro werden es nach Angaben der BILD zum Jahreswechsel. Ein informativer Kommentar eines Wutbürgers.

Diäten-Erhöhung auf 8.252 Euro
Das Bittere an der Gehaltserhöhung: Die Politiker dürfen ihre Einkünfte selbst festlegen. Und nennen diese Geld auch noch "Diäten". Ziel einer Diät im medizinischen Sinne ist es, abzunehmen. Mit so viel Asche in der Tasche fällt es natürlich schwer, zu fasten und einen Waschbrettbauch vorzuzeigen. Ständig wollen die Raffzähne mehr. Von 2003 bis 2007 bekamen Bundestagsabgeordnete "schlappe" 7.009 Euro pro Monat. Am 1. Januar 2008 folgte eine Diäten-Erhöhung auf 7.339 Euro, ein Jahr später auf 7.668 Euro. Angela Merkel und Co. haben übrigens schon festgelegt, wann sie die 8.000er-Marke knacken. Ab 2013 gibt's nochmal 292 Euro mehr pro Monat. 8.252 Euro haben Politiker dann im Säckel. Miete bezahlen müssen sie davon übrigens nicht. Denn für Unterkunft, (Dienst-) Reisen und Stoff zum Lesen gibt's obendrein eine Pauschale von 3.969 Euro pro Abgeordneten.

Kein Streik für's Trinkgeld
Wo einfache Arbeitnehmer monatelang für mehr Lohn demonstrieren oder einen gewerkschaftlich organisierten Streik anpeilen, um nicht auf ein Butterbrot im Speiseplan verzichten zu müssen, futtern Politiker Hummer und Kaviar in teuren Restaurants. Und wenn die Kohle nicht mehr reicht, um dem Kellner ein saftiges Trinkgeld von dessen eigener Steuer zu überreichen, ziehen die Politiker zur Abwechslung mal an einem Strang. Sie müssen für eine Lohnerhöhung auch nicht mit ihrem Boss verhandeln oder gar streiken. Dabei würden die Menschen einen kurzen Streik der Politiker wohl nur bemerken, weil die Politik-Seiten der Tageszeitung etwas weniger wären. Einen Lokführer-Streik spürt dagegen ganz Deutschland, bahnfahrende Abgeordnete eingeschlossen.

Noch mehr Parteien-Werbung erwartet
Wer jetzt darauf spekuliert, zu protestieren, indem er die Polit-Millionäre einfach nicht mehr wählt, liegt daneben. Die bekanntesten Partei-Köpfe kommen zur Not auch über die Liste in den Bundestag. Und die Werbung vor der nächsten Wahl wird noch erdrückender werden als bisher. 133 Millionen Euro durften die Parteien bislang auf Kosten des Steuerzahlers verpulvern, um diesem das Leben für vier weitere Jahre schwer zu machen. Dieser Etat wird nun auf 141 Millionen Euro angehoben.

Dann zeigt euch bitte wenigstens innovativ, Bundestagsabgeordnete! Traut euch mal was und kommt nicht jedes Mal mit euren überdimensionalen Visagen und lahmen Lügen-Sprüchen auf's Plakat!
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.