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Warum tun wir uns das überhaupt an? / 2. Lauf der Ismaninger Winterlaufserie wirft beim Lauftreff des SCUG Grundsatzfragen auf

Wann? 15.01.2012 10:00 Uhr

Wo? TSV Ismaning 1928 e.V., Erich-Zeitler-Straße 5, 85737 Ismaning DEauf Karte anzeigen
Es ist nicht immer so wie es scheint - Läufer des SCUG beim 1. Lauf der Ismaninger Winterlaufserie
Ismaning: TSV Ismaning 1928 e.V. | Ismaning (15.01.2012)

Eine Frage, die sich jeder Sportler das ein oder andere Mal in seinem Leben stellt. So auch die Läufer des SC Unterpfaffenhofen-Germering beim 2. Lauf der Ismaninger Winterlaufserie.
Doch wie kommt die Elite des Lauftreffs bei idealen Wetterverhältnissen zu einer solchen Erkenntnis? Es muss die Länge der Strecke gewesen sein. Auf den 17 Kilometer währenden Lauf entlang der Isar bei eisigen Temperaturen ist Zeit für solchen Gedanken. Die Strecke selbst bot nicht allzu viel Abwechslung. Das Profil war flach, kaum Kurven oder ähnliche erheiternde Elemente die zur mentalen Abwechslung beigetragen hätten. Die sechs verbliebenen Läufer des SCUG quälten sich unisono über diese nicht enden wollende Distanz. Kilometer um Kilometer wurde sich voran gearbeitet. Selbst nach dem Wendepunkt bei Kilometer 8,5 erschien die Strecke nicht kürzer zu werden. Schaute man in die Gesichter wurden die Strapazen deutlich sichtbar. Verbissene Miene, gequältes Atmen und ein starrer Blick auf den Weg ließen erahnen, was im Kopf dieser Menschen vorging. Diesen Gesichtsausdruck konnte allerdings bei vielen Läufern beobachtet werden, nicht das die Läufer des Lauftreffs aus Germering noch als überempfindlich bewertet werden.
Auch wenn das Wetter durchaus mit angenehmen Reizen wie wunderbaren Sonnenschein glänzen konnte, die Läufer nahmen das meist nur am Start und im Ziel war.
Als dann alle Läufer des SCUG gut 98 Minuten nach dem Start um 10 Uhr wieder im Ziel waren, siegte dann doch die Erleichterung und Genugtuung über das Erreichte.
Allerdings kam gerade auf dem Weg zur Dusche die Frage nach dem „Warum?“ auf? Temel Ayanoglu, ein Mitbegründer des Vereins, stellte diese Frage in den Raum. Wie soll man so etwas einfach beantworten? Weil es Spaß macht, es fit hält und den Wettkampfgeist schult? Es ist wohl eher eine Mischung aus allem zusammen. Wenn auch die Frage nicht endgültig geklärt werden konnte, so war an den einzelnen Leistungen der Läufer des SCUG zu erkennen, worum es ging. Hauptsache der „innere Schweinehund“ wurde besiegt und der Lauf erfolgreich absolviert. Es gab den einen oder anderen bei den Teilnehmern des Lauftreffs, der konnte sehr gut „auf hohem Niveau jammern“. „Ich habe mich total schlecht gefühlt, dachte ich komme nie ins Ziel!“, so ein Läufer des Vereins. Bezeichnenderweise war er der Erste des SCUG der das Ziel erreichte. Insofern konnte man so manchen Einwand gegen das „Jammern“ gut verstehen. Zu diesem Zeitpunkt des Jahres gleiten Anspruch und Wirklichkeit in der Wahrnehmung der eigenen Leistung doch gehörig auseinander.
Es wird sich zeigen, in welche Richtung sich diese Wahrnehmung beim 3. Lauf der Ismaninger Winterlaufserie am 12.02.2012 über 21,4 Kilometer verschoben hat.
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