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Die Welt zur Zeit Karls des Großen – Museumsfest auf der Schanz in Ingolstadt

  Wie haben die Bajuwaren im Frühmittelalter gelebt? Was haben sie gegessen? Und welche Kleidung haben sie getragen? Beim Museumsfest 2009 (26.-28. Juni, Freitag ab 9 Uhr, Samstag und Sonntag ab 10 Uhr) können die Besucher Antworten auf diese spannenden Fragen finden. Dann verwandelt sich die Wiese vor dem Kavalier Hepp in ein frühmittelalterliches Lager. Somit soll jene Zeit zum Leben erweckt werden, in der die Anfänge Ingolstadts liegen. Denn kein Geringerer als Karl der Große erwähnte Ingolstadt erstmals 806 urkundlich.

Höhepunkte des diesjährigen Festes sind u. a. das Konzert der Gruppe Kukh Mongul (27. Juni, 17 Uhr), die historischen Tanzaufführungen des Jugendtanzclubs der Fronte sowie das historisch angehauchte Sportivprogramm von Mrs. Sporty. Zudem zeigen Frauen im Rahmen des Dobag-Projektes, wie noch heute in der Türkei Wolle mit Naturfarben gefärbt und Teppiche nach alten Mustern hergestellt werden. Die Teppiche – schon im Mittelalter beliebtes Handelobjekt – können auf dem Museumsfest auch erworben werden. Das Leben der frühen Reiternomaden aus Zentralasien veranschaulichen zwei Jurten, die innen durchaus komfortabel ausgestattet waren.
Für das leibliche Wohl sorgt dieses Jahr die Cafe-Bar „Schwedenschimmel“. Gerne können die Besucher einen Picknickkorb mit Essen und Getränken von zuhause mitbringen und es sich auf der Wiese bequem machen. So wird aus dem Fest auch gleich ein Museumspicknick, wahrscheinlich das erste seiner Art.

Wie die Menschen um 800 lebten, zeigen die Coraces Danuvii. Sie lassen das Alltagsleben der Bajuwaren aufleben und demonstrieren u. a., wie man Brot backt, Pfeilspitzen herstellt oder Wolle verarbeitet. Zudem gibt es eine kleine Modenschau, die den Wandel der Kleidung von den Germanen bis zu den Wikingern veranschaulicht.
Die Museumspädagogik hat eine Vielzahl von Kreativ- und Aktivstationen sowie Themenführungen vorbereitet, um den kleinen wie großen Besuchern Einblick in die Lebensverhältnisse im Frankenreich und damaligen Europa zu vermitteln.
Mit Pinsel und Federkiel lassen die Museumspädagogen eine klösterliche Schreibstube lebendig werden. In der Malerwerkstatt werden Pigmente zerrieben und Farben angerührt. So können die Kinder eine mittelalterliche Buchseite mit prächtigen Initialen selbst gestalten. Auch die Archäologen beteiligen sich am diesjährigen Museumsfest und bergen zusammen mit den Kindern das Grab eines mächtigen bajuwarischen Anführers (vielleicht gar jenes des Ingold). In der Münzpräge können sich die Besucher einen „Ingolstädter Pfennig“ für zuhause anfertigen. Wie man damals Stoffe aus Wurzeln und Beeren färbte und verzierte, kann man in der Farbküche erfahren. In der „Goldschmiede“ können die Besucher Schmuck wie Ketten, Armbänder und Fibeln herstellen, aber auch Amulette und Lederbeutel (denn Hosentaschen kannte man im Frühmittelalter noch nicht). Wer selbst einmal König sein will, der kann die Reichskrone oder einen langobardischen Kopfreif nachmachen.
Mosaike schmückten in Byzanz und im ganzen Oströmischen Reich Kirchen und Paläste. In der Mosaikwerkstatt werden Steine und Fliesen zertrümmert und damit kleine Kunstwerke angefertigt. Im 8. Jahrhundert breitete sich schließlich der Islam bis nach Spanien und Portugal aus. Neben ihrer Religion brachten die Araber auch die islamische Kultur und Wissenschaft nach Europa. Vor allem in den Bereichen der Mathematik, Medizin und Architektur waren sie federführend. Wer einmal in die Fußstapfen eines Baumeisters und Architekten schlüpfen will, der kann sich die Ingolstädter Moschee en miniature für zuhause bauen. Zu Wasser und zu Land erfolgten die Raubzüge der Wikinger aus dem Norden. Ausgerüstet mit einem selbst gebauten Wikingerhelm machen sich die Kinder auf zur Eroberung Grönlands. Allerlei Spiel und Kurzweil bieten die Tanzstunden des Jugendclubs der Fronte und das Sportiv-Programm mit Spielen und Wettkämpfen.
Das gesamte Programm ist im Internet unter www.ingolstadt.de/stadtmuseum abrufbar.
Kosten für alle kleinen und großen Besucher: 2,50 Euro (Kinder können beliebig viele Sachen basteln.)

Alter: ohne Altersbegrenzung
Eintritt und Führungsgebühr: 2,50.- € für alle Besucher
Anmeldung: für Schulklassen für Freitag-Vormittag unter Tel.-Nr. 0841/305-1885, für Individualbesucher nicht erforderlich


Stadtmuseum im Kavalier Hepp
Auf der Schanz 45
85049 Ingolstadt
Tel.: 0841/305-1885
www.ingolstadt.de/stadtmuseum
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Weiterveröffentlichungen:

Unser "Plus" kennzeichnet alle Beiträge, die durch den Abdruck bei unseren Partnerverlagen noch mehr Aufmerksamkeit bekommen.myheimat-Stadtmagazin Pfaffenhofen | Erschienen am 10.06.2009
Unser "Plus" kennzeichnet alle Beiträge, die durch den Abdruck bei unseren Partnerverlagen noch mehr Aufmerksamkeit bekommen.myheimat-Stadtmagazin Schrobenhausen | Erschienen am 10.06.2009
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