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Professor Menzel führt Ultraschallspezialisten

Die Spezialisten auf diesem Gebiet sind in der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin (DEGUM) organisiert. An der Spitze ihres zweitgrößten Teilbereichs steht seit Kurzem ein Ingolstädter Mediziner: Prof. Dr. Josef Menzel. (Foto: Klinikum Ingolstadt)
Ultraschalluntersuchungen sind eine der wichtigsten medizinischen Methoden in Diagnose und Therapie und so gefahrlos und schonend, dass sie auch bei schwangeren Frauen und kleinen Kindern eingesetzt werden. Die Spezialisten auf diesem Gebiet sind in der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin (DEGUM) organisiert. An der Spitze ihres zweitgrößten Teilbereichs steht seit Kurzem ein Ingolstädter Mediziner: Prof. Dr. Josef Menzel ist der Leiter der Sektion Innere Medizin – „eine große Ehre“, wie er sagt. „Aber auch eine Verpflichtung, auch im Klinikum das höchste Qualitäts- und Ausbildungsniveau zu bieten.“

Vielseitig, effektiv und vor allem extrem sicher und schonend – Ultraschalluntersuchungen werden heute in vielen Bereichen der Medizin erfolgreich eingesetzt. Die sogenannte Sonografie ist bei der Untersuchung von schweren Herzerkrankungen, der Leber und vielen anderen Organen im Einsatz, wird bei Operationen verwendet, um die Sicherheit und Genauigkeit zu verbessern, und kommt heute auch in der Therapie zum Einsatz. Ein entscheidender Vorteil ist, dass sie im Gegensatz zu Röntgenstrahlen völlig unschädlich ist. Denn sie basiert auf harmlosen Schallwellen, die in den Körper gesandt werden und deren Reflexionen mithilfe modernster Technik ein Bild ergeben, das vielfältige Aussagen über die Strukturen von Gewebe und Abläufe im Körper wie etwa den Blutfluss zulässt.

Vertreter von rund 2000 Spezialisten
Auch im Klinikum Ingolstadt werden jedes Jahr zwischen 15.000 und 20.000 Patienten mithilfe der Sonografie untersucht – und zwar von ausgewiesenen Spezialisten. Prof. Dr. Josef Menzel, dem Direktor der Medizinischen Klinik II, ist im Oktober sogar eine besondere Ehre zuteilgeworden: Er ist der neue Leiter der Sektion für Innere Medizin der DEGUM.

Insgesamt mehr als 9000 Sonografie-Spezialisten aus ganz Deutschland sind in der Fachgesellschaft organisiert und tauschen sich dort über die neuesten Erkenntnisse und Methoden ihres Faches aus. Sie sind in Sektionen organisiert, die sich mit unterschiedlichen Teilbereichen wie etwa den chirurgischen, gynäkologischen oder neurochirurgischen Einsatzmöglichkeiten beschäftigen. Mit ihren rund 2000 Mitgliedern steht Menzel nun an der Spitze ihres zweitgrößten Teilbereichs. „Das ist natürlich eine sehr schöne Aufgabe, aber eben auch eine sehr verantwortungsvolle Tätigkeit“, sagt Menzel.

Denn die Fachgesellschaft gibt jeweils die Rahmenbedingungen und Qualitätsstandards vor, an denen sich alle Fachvertreter in Deutschland orientieren. Unter Menzels Regie werden derzeit etwa neue Regeln für die Aus- und Weiterbildung sowie neue Leitlinien entwickelt – „eine sehr wichtige Aufgabe“, wie Menzel findet. „Denn die Qualität von Ultraschalluntersuchungen hängt sehr stark davon ab, wie gut und wie erfahren der Untersucher ist“, erklärt Menzel.

Am Puls der Entwicklung
Daher will er in Zukunft ein noch größeres Augenmerk auf das Thema Aus- und Weiterbildung im Klinikum legen. „Wir haben hier schon sehr gute Leute“, lobt er. „Aber es gibt immer wieder neue Verfahren und Möglichkeiten, sodass wir uns ständig weiter entwickeln müssen“, sagt Menzel. Als Leiter der Sektion Innere Medizin innerhalb der zentralen Fachgesellschaft ist er damit nun am Puls der Entwicklung dieses wichtigen Fachgebiets.

Der Einsatz von Ultraschall in der Medizin habe in den letzten Jahren ohnehin eine enorme Entwicklung hinter sich. Moderne Ultraschalltechniken böten immer mehr Einsatzmöglichkeiten. Früher habe es nur relativ schlichte Schwarz-Weiß-Darstellungen gegeben, heute dagegen sei mit modernen Verfahren wie Doppler- oder Farbdopplertechniken zum Beispiel auch die Messung von Blutströmungen möglich, so Menzel. Beispielsweise könnten damit heute Lebertumoren identifiziert oder ohne Katheter Herzuntersuchungen durchgeführt und beispielsweise ein Herzklappenfehler identifiziert werden.

Allerdings ist die Technik auch immer nur so gut, wie der Mensch, der sie bedient. Gerade eine gute Ausbildung und möglichst viel Erfahrung sind daher nach Prof. Dr. Josef Menzel entscheidend für den Erfolg der Methode. Menzel weiß, wovon er spricht. Denn er ist nicht nur selbst ein erfahrener Ausbilder, sondern seit 2009 auch Seminarleiter und gehört damit zur höchsten Kategorie seiner Zunft. In seiner neuen Funktion als Sektionsleiter bestimmt er nun auch gemeinsam mit anderen Spezialisten die zukünftige Entwicklung seines Faches ein Stück weit mit. „Eine sehr spannende Aufgabe“, sagt Menzel. Denn auch wenn sich in den letzten Jahren und Jahrzehnten enorm viel in Sachen medizinischer Ultraschall getan habe – „ich erwarte noch viel für die Zukunft.“
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