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Oberarzt leitet kommissarisch die Neurologische Klinik

Dr. Ulrich Leppmeier ist bis zum Dienstantritt des neuen Chefarztes kommissarischer Leiter der Neurologischen Klinik im Klinikum Ingolstadt.
Wenn jemand einmal Chef war, dann fällt es einem oft schwer, wieder ins zweite Glied zurückzutreten. Bei Dr. Ulrich Leppmeier ist das anders. Er erfüllt zwar gerne seine neue Aufgabe als kommissarischer Leiter der Neurologischen Klinik im Klinikum Ingolstadt. Im Grunde aber freue er sich schon, wieder seine alte Funktion als Leitender Oberarzt zu übernehmen. „Ich arbeite lieber so viel wie möglich mit den Patienten“, sagt er. „Dafür bin ich schließlich Arzt geworden.“ In den nächsten Wochen aber steht er an der Spitze der Klinik, bis ein Nachfolger für Prof. Dr. Günter Ochs gefunden ist, der neuer Ärztlicher Direktor des Klinikums ist. Im März könnte die Entscheidung fallen, wer die Klinik zukünftig führt.

Es wird nicht mehr lange dauern, bis der neue Chefarzt der Neurologischen Klinik gefunden ist. Der Betrieb der Klinik geht in der Zwischenzeit natürlich weiter. Während Prof. Dr. Günter Ochs als bisheriger Direktor der Klinik den großen Fachbereich seit seiner Ernennung zum Ärztlichen Direktor vorübergehend weiterführte, hat nun Dr. Ulrich Leppmeier übernommen – und damit eine bewährte Persönlichkeit. Denn Dr. Leppmeier ist bereits seit 21 Jahren als Arzt im Klinikum tätig und kennt die Klinik aus dem Effeff.

„Ausgezeichneter Fachmann“
1998 absolvierte er seine Facharztausbildung im Ingolstädter Schwerpunktkrankenhaus, ist inzwischen seit rund 14 Jahren als Oberarzt und Leitender Oberarzt in der Klinik tätig und kennt alle wichtigen Tätigkeiten an der Spitze der Klinik. „Er ist ein ausgezeichneter Fachmann, ein ausgesprochen erfahrener und sehr vielseitiger Neurologe und daher eine ideale Lösung“, lobt Ochs seinen temporären Nachfolger, der natürlich in seiner beschränkten Zeit an der Spitze der Klinik keine großen Veränderungen anstrebt, sondern die Führung der Klinik in gewohnten Bahnen fortsetzen möchte.

Die zusätzlichen Aufgaben an der Spitze der Klinik seien für ihn nichts gänzlich Neues, aber doch eine zusätzliche Aufgabe und eine Herausforderung. „Das ist für mich die nächsten Wochen schon spannend, aber ich sehe mich eher als klinisch tätigen Arzt und freue mich, wenn ich anschließend wieder weniger administrative Aufgaben hab und mehr mit den Patienten arbeiten kann“, sagt Dr. Leppmeier.

Er hoffe, dass im März die Entscheidung falle, wer neuer Chefarzt werde. Aus rund 20 Bewerbern seien am Ende drei in die engere Auswahl gekommen, erklärt Ochs. Der Aufsichtsrat könne in seiner Sitzung im März dann einen Beschluss fassen. Bis der neue Direktor der Klinik die Leitung antrete, werde es aber wohl noch ein wenig dauern. Voraussichtlich im Juli, erwartet Dr. Leppmeier. Bis dahin will er sich voll für die Klinik engagieren, an der er bereits seine Facharztausbildung absolviert hatte.

„Damals konnte man noch froh sein, wenn man einen guten Job als Arzt in einem Krankenhaus gefunden hatte. Heute ist das ganz anders. Da werden gute Neurologen gesucht.“ So verschlug es ihn vor inzwischen mehr als zwei Jahrzehnten nach dem Studium an der LMU in München aus seiner geliebten Heimat im Allgäu ans Klinikum nach Ingolstadt. „Ich bin zwar nicht Luis Trenker“, sagt der 47-Jährige schmunzelnd, aber die Berge und die Landschaft vermisse er schon, erzählt der zweifache Familienvater.

Enorme Weiterentwicklung
Im Klinikum aber ist er längst heimisch und eine feste Institution in Sachen Neurologie. In den letzten Jahren hat er hier auch die enormen Fortschritte seines Fachgebiets erlebt. „Die Neurologie hat sich in der Zeit von einem weitgehend diagnostischen hin zu einem therapeutischen und invasiven Fach entwickelt“, sagt er. Während man früher gegen schwere Krankheiten wie Schlaganfälle oder Multiple Sklerose (MS) oft wenig tun habe können, seien heute viele neurologische Krankheiten wie MS durch neue Medikamente und Verfahren gut behandelbar.

Bestes Beispiel dafür ist auch die Schlaganfallspezialstation, die sogenannte „Stroke Unit“, die unter Ochs aufgebaut wurde und großes Renommee genießt. Gerade in der Schlaganfalltherapie hat sich seitdem enorm viel getan: Wenn die Patienten nach einem Schlaganfall rechtzeitig in die Klinik kommen, könne man sie heute in vielen Fällen wieder vollständig heilen, so Dr. Leppmeier. Das hat er im Laufe seiner Zeit im Klinikum schon viele Tausend Mal getan. Denn die Schlaganfallmedizin gehört neben der MS-Behandlung, der peripheren Neurologie und der Epileptologie, bei der es um die Behandlung von Epilepsien geht, zu seinen Schwerpunkten.

Ihrer Behandlung will Dr. Ulrich Leppmeier sich auch weiterhin widmen – bis voraussichtlich Juli auch in der Rolle als kommissarischer Leiter der Neurologischen Klinik, anschließend wieder noch ein Stück mehr im Umgang mit den Patienten, wo er sich wohlfühlt. „Die Arbeit mit den Patienten macht mir Spaß. Da gehöre ich hin“, sagt Dr. Leppmeier.
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