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Klinikum Ingolstadt und „Panther“ arbeiten zusammen

Der Geschäftsführer des Klinikums Ingolstadt Heribert Fastenmeier (rechts) und ERCI-Geschäftsführer Karl-Heinz Schapfl (2. von links) unterzeichneten jetzt den Vertrag über die Zusammenarbeit, im Beisein von Oberarzt Dr. Olaf Büttner (2. von rechts) und Prof. Dr. Conrad Pfafferott.
Bandenchecks, Stockschläge und die eine oder andere Prügelei auf dem Eis – Eishockeyspieler sind hartgesottene Burschen. Verletzungen sind da an der Tagesordnung, medizinische Betreuung daher sehr wichtig. Die wird nun auch ein gutes Stück weit vom Klinikum Ingolstadt mit übernommen. Erst vor ein paar Tagen unterzeichneten der erfolgreiche Eishockeyclub und das Schwerpunktkrankenhaus einen Kooperationsvertrag, der die Details regelt. „Es war uns schon lange ein Anliegen. Wir sind sehr froh und stolz, einen Partner wie das Klinikum an unserer Seite zu haben, der die medizinischen Leistungen in ihrer ganzen Breite anbieten kann“, sagt ERC-Geschäftsführer Karl-Heinz Schapfl.

Medizin für „harte Jungs“
„Eishockeyspieler sind harte Jungs“, versichert Dr. Olaf Büttner. „Die stehen noch auf dem Eis, wenn Vertreter anderer Sportarten manchmal schon eine Zwangspause einlegen.“ Büttner ist Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie mit der Zusatzbezeichnung Sportmedizin und hatte bereits bei seinem vorherigen Arbeitgeber, einer renommierten Sportklinik in Basel, mehrere Profisportler und -mannschaften unter anderem im Kampfsport, in der Leichtathletik, eine Schweizer Bobmannschaft und Rennradteams betreut.

Eishockey sei zwar auch für ihn neu, aber eine sehr spannende Aufgabe, sagt Büttner, der inzwischen als Oberarzt in der Chirurgischen Klinik II unter der Leitung von Priv.-Doz. Dr. Michael Wenzl tätig ist und sich über die neu geschlossene Kooperation freut. Gemeinsam mit Dr. Stefan Triebel, dem Ärztlichen Direktor des Reha-Zentrums Bad Gögging, und Dr. Martin Gerneth vom Reha-Zentrum Passauer Wolf am Klinikum sowie den beiden Physiotherapeuten Alexander Meierl und Andy Ickenroth ist Büttner Teil der medizinischen Abteilung des ERC. Das Spektrum der Zusammenarbeit reicht von den von der Deutschen Eishockeyliga (DEL) vorgeschriebenen medizinischen Checks vor der Saison oder vor einem Spielerwechsel bis hin zur Diagnose und Therapie von Blessuren und Verletzungen oder sogar Operationen während der Saison.

Gesundheitschecks vor der Saison
Vor jeder Saison werden die obligatorischen Untersuchungen im Klinikum vorgenommen. Gemeinsam mit Prof. Dr. Conrad Pfafferott, dem Direktor der Medizinischen Klinik I im Klinikum, werden dort Echokardiografien, Belastungs-EKGs, Lungenfunktionstests und andere, etwa orthopädische Untersuchungen vorgenommen, um zum Beispiel mögliche Herzleiden oder andere Erkrankungen zu entdecken, die eine Gefährdung für den Spieler darstellen könnten. „Außerdem stehen wir dem Trainerstab auch mit unserem Rat zur Verfügung, wenn es um Ernährungsoptimierung oder in gewissem Rahmen um Trainingsverbesserung geht, sofern das von den Trainern gewünscht wird“, erklärt Büttner.

Bei den Heimspielen des ERC sind sogar immer zwei Ärzte vor Ort und kümmern sich um akute Verletzungen der Spieler. Auch im Training ist immer wieder ein Mediziner da, wenn es die Arbeitszeit erlaubt. „Vor allem, wenn verletzte Spieler da sind, pflegen wir einen sehr engen Kontakt mit den Physiotherapeuten“, erzählt Büttner. „Pro Woche kommen da schon immer so drei bis vier Spieler zur Untersuchung ins Klinikum.“ In der City-Reha am Klinikum werden zudem viele Spieler immer wieder behandelt, damit sie möglichst bald wieder schmerzfrei auf dem Eis stehen können.

Spitzenmedizin für Spitzenteam
„Es ist schon etwas anderes, einen Profisportler zu behandeln. Sie sind natürlich weit besser trainiert und bringen permanent Höchstleistung. Da kommt es schon auf Details an“, sagt Dr. Olaf Büttner, dem die Arbeit mit den Profis sichtlich Spaß macht. „Wir haben ein tolles Team mit den Physiotherapeuten und Stefan Triebel, der ja selbst Eishockey gespielt hat und weiß, worauf es ankommt.“

Auch beim ERC freut man sich über die Zusammenarbeit mit einem Partner, „bei dem die komplette Breite der medizinischen Versorgung und ein großes persönliches Engagement der Ärzte vorhanden ist, auch in ihrer Freizeit“, so Schapfl. „Wir sind sehr froh über die Partnerschaft mit dem ERC“, sagt auch Heribert Fastenmeier, der Geschäftsführer des Klinikums. „Der ERC gehört zu den Spitzenmannschaften in der DEL und wir wollen ihm Spitzenmedizin bieten.“ Mit dem unbefristeten Kooperationsvertrag habe man nun die Zusammenarbeit auf solide Beine gestellt – man könnte auch sagen: auf Schlittschuhe. Denn über die sportliche Zukunft des ERC Ingolstadt wird natürlich auf dem Eis entschieden, aber durch die medizinische Zusammenarbeit nun eben auch ein klein wenig im Klinikum. Denn hier werden die verletzten Spieler der „Panther“ immer wieder so betreut, dass sie möglichst schnell wieder auf dem Eis auf Torejagd gehen können.
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