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Fortbildung zum Thema „Neue Modedrogen – Research Chemicals“

Donau-Ries: Landkreis | Suchtbeauftragte an Schulen im Landkreis Donau-Ries informieren sich
Im Landratsamt Donau-Ries fand am 27.11.2012 eine Fortbildung mit dem Thema „Neue Modedrogen – Research Chemicals“ statt. Eingeladen zur Fortbildung waren suchtbeauftragte Lehrkräfte aus den Haupt- und weiterführenden Schulen, Berufsfachschulen im Landkreis Donau-Ries sowie Jugendsozialarbeiter an Schulen. Initiator der Fortbildung ist der Arbeitskreis Suchtprävention Donau-Ries, der sich aus unterschiedlichen Fachleuten aus dem Bereich Sucht zusammensetzt. Im Einzelnen sind dies das Cafe Connection der Suchtfachambulanz Donauwörth, die Polizeiinspektion Donauwörth, die Präventionsfachstelle und die kommunale Jugendpflege des Landratsamtes Donau-Ries sowie eine Notärztin aus Donauwörth.

Geringe Hemmschwelle bei der Drogenbeschaffung

Michael Deisenhofer von der Polizeiinspektion Donauwörth informierte die Anwesenden über das Betäubungsmittelgesetz, verschiedene illegale Drogen und die sogenannten „neuen Modedrogen“ wie „Badesalze“ und „Kräutermischungen“. Da diese Stoffe über das Internet zu beziehen sind, ist die Hemmschwelle für Jugendliche, sich diese Substanzen zu besorgen, relativ gering. Die Substanzen sind jedoch äußerst gesundheitsschädlich und über mögliche Langzeitschäden ist derzeit noch nichts bekannt. Es kann nach dem Konsum der sogenannten „Legal Highs“ zu psychotischen Anfällen, Wahnvorstellungen, Angst- und Panikattacken, aggressiven Ausbrüchen bis hin zu suizidalem Verhalten kommen. Konsumenten dieser Stoffe gehen somit ein großes unkalkulierbares Risiko ein.
Niels Pruin vom Cafe Connection, Caritas Suchtfachambulanz Donauwörth berichtete über die Rauschwirkung von „Badesalzen“ und „Kräutermischungen“. Zusätzlich fand ein Vergleich dieser Rauschwirkung zu den bekannten Drogen wie Amphetaminen und Cannabis statt. Das Gruppenangebot „Switch“, bei dem betroffene Teilnehmer dazu angeregt werden sollen, ihren eigenen Umgang mit psychoaktiven Substanzen zu reflektieren und ihre derzeitige Situation zu überdenken, wurde von Herrn Pruin erläutert. Das Angebot findet in den Beratungsräumen des Cafe Connection in Donauwörth statt.

Wie können die Lehrkräfte reagieren?
Stefan Graßl, Präventionsfachkraft am Landratsamt Donau-Ries zeigte in seinem Vortrag auf, welche Möglichkeiten Lehrkräfte haben, auf Konsum von Suchtmitteln und illegalen Drogen an der Schule zu reagieren. Die Möglichkeit eines Interventionsleitfadens, die Installierung eines Präventionsteams an der Schule sowie wichtige Punkte bei einer etwaigen Krisenintervention waren die wesentlichen Punkte des Vortrags. Zum Ende der Fortbildung wurde auf die Hilfsmöglichkeiten und Beratungsstellen im Landkreis Donau-Ries hingewiesen. Für die Teilnehmer der Fortbildung wurden Infomaterial und Broschüren ausgeteilt, die sie in der Arbeit mit den Schülern einsetzen können. Aufgrund der hohen Nachfrage wird ein zusätzlicher Termin dieser Veranstaltung im Januar 2013 stattfinden.

Für weitere Informationen können Sie sich gerne wenden an: Arbeitskreis Suchtprävention, Stefan Graßl, Präventionsfachstelle am Landratsamt Donau-Ries, 0906/74 534 oder stefan.grassl@lra-donau-ries.de
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