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Sonntagsspaziergang durch die durchweichte Lahnaue

Nachdem es seit langem wieder einmal zu Überschwemmungen in der Bachstraße gekommen ist, konnte ich mir schon denken das kein Weg in Richtung Lahn begehbar sein wird. Land unter war und ist noch immer angesagt in den Flutwiesen der Lahnaue.
Die Brücke über den Bieberbach konnte man wieder begehen. Das Wasser reicht nur noch bis zur Unterkante. Etwas weiter konnte man dann sehen, warum es in der Lahnaue einen Damm gibt. Rechts vom Damm waren die Ackerflächen und Wiesen fast trocken. Kleine Pfützen und viel Schlamm, mehr nicht. Also Passierbar für Wanderer. Auf der anderen Seite schaut es schon anders aus. Da, wo die Streuobstwiese ist, kann man keine Wiese mehr sehen. Die Bäume stehen im Wasser. Die sonst so kleine Bieberbach ist alles andere als klein. Eine ordentliche Fließgeschwindigkeit in die Flutwiesen ist deutlich zu sehen. Die Wirtschaftswege sind jetzt Wasserwege für Enten und Gänse. Die Ponys und Esel weiden nun auf der fast trockenen Seite des Dammes. Einige Rinder wurden Samstag durch die Feuerwehr aus den Fluten der Lahn und Bieber gerettet. In den Kronen der Obstbäume sitzen Rabenkrähen und Stare. Der Schlamm auf den abgeernteten Feldern scheint den jungen Bachstelzen zu gefallen. Ich konnte sie eine Zeitlang beobachten. Graugans und Nilgans rasten bereits in den Stoppelfeldern. Mal schwimmend, mal stehend. Auch der Graureiher scheint den Regen nicht mehr zu mögen. Über die Wiesen hinter dem Damm fliegen die Schwalben. Die kleinen werden für den Flug in den Süden trainiert. Ab und an setzen sie sich auf den Feldweg, um auszuruhen. Die alten Vögel fordern sie dann wieder zum Fliegen auf. Die Sonne werden wir wohl am heutigen Sonntag wieder nur für wenige Stunden sehen. Am Himmel hängen die nächsten dicken Regenwolken. Der Dünnsberg steckt mitten in den Wolken, während Burg Gleiberg noch sichtbar ist. Beim Spaziergang kann man immer wieder alte Heuchelheimer hören, die sich über das Hochwasser unterhalten. Wir hatten Glück. Trotz einer Regenmenge von teilweise über 50 Liter pro Quadratmeter wurde nur eine Straßenseite überflutet. Das kennt man auch anders. In Zeiten vor der Renaturierung hatten die Straßen am Bieberbach oft tagelang Land unter.
Bleibt zu hoffen, dass der Damm hält und das Wasser weiter zurückgeht.
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Manfred W. aus Nebra (Unstrut) | 13.08.2017 | 13:52  
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