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Sommer Erinnerung- Gedankenbild

  In der Frühe, wenn alles noch schläft, ist der Sommermorgen am schönsten. Die ersten Vögel zwitschern und der Himmel bekommt dieses Leuchten und Schimmern. Die Kaninchen und Hasen kommen zum Frühstück. Der Morgentau benetzt das Gras, den Mais und das reifende Getreide. Ein leichter Wind lässt die Ähren wiegen. Das Zwitschern der Vögel ist alles was man jetzt hören kann. Sie schaukeln auf den im Winde wiegenden Getreide. Hier und da ein Korn zum Frühstück. Hier und da eine Mücke ins Schnäbelchen der Jungen. Niemand stört die friedliche Morgenstimmung. Auf der Wiese leuchtet das Blau des Wiesenstorchenschnabel. Die Luft ist noch sauber und frisch. Es Summt um mich herum. Eilig sammeln Bienen und Hummeln den Nektar. Ein paar Schmetterlinge sind auch schon unterwegs in der Sommerluft. Etwas weiter duftet das frisch gemähte Gras. Ein Duft, den man so schnell nicht vergisst. Erntezeit, geht mir durch den Kopf. Wie oft haben wir als Kinder im Heu gespielt. Grillen gefangen und manche Eidechse bestaunt. Wie oft haben wir versucht wie die Großen das Heu zu rechen. Ich erinnere mich, an den kleinen bunt bemalten Kinderrechen um den wir uns immer wieder stritten. Ich erinnere mich an das Piksten der Halme beim Aufschichten des Heuwagens. An den Geruch des frischen Heus, des Staubes, der bei der Ernte in der Sommerluft lag. In mein Gesicht wandert ein Lächeln. Schön wars als das Heu in der Scheune verschwunden und alle beisammen gesessen sind. Gemeinsam den arbeitsreichen Erntetag verabschieden war etwas Schönes. Man konnte sehen, was man geschafft hat. Man konnte fühlen, das man etwas geschafft hat. Man konnte den Sommer riechen. Noch einmal sauge ich den Duft des gemähten Gases ein. Meine Hände streichen über die Halme des hohen Gases am Wegesrand. Ich gehe weiter meinen Weg. Grillen Zirpen um die Wette und leise ist jetzt auch der Bach zu hören. Das kühle Wasser plätschert um die dicken Steine. Ich kann nicht anders. Meine Hände wollen in das kühle Wasser. Herrlich, dieses Gefühl. Ich sehe ein klares Wasser, indem wieder Fische leben. Sie sind zurück, genau wie die Libellen, die auf der Oberfläche tanzen. Ich schau ein wenig zu, erfreue mich an den Farben des Sommers. Der Wind wird wärmer und streichelt mein Gesicht. Ich schließe die Augen, lege den Kopf in den Nacken und fange die Sonnenstrahlen mit meiner Haut. Ein Zriii Zriiii lässt mich dann aufsehen. Zrii zrii der ruf der Mauersegler. Sie jagen geschickt, dicht über der Wasseroberfläche fliegend, aufsteigen in die Uferzone, über die Wiese zum Kornfeld. Kurze Wende und wieder zurück. Sie sind echte Flugkünstler. Kein Insekt hat gegen diese flinken Jagdflieger eine Chance. In den Sträuchern, Büschen und Bäumen, auf den Wegen und Weiden kann man noch viele Insektenjäger beobachten. Doch keiner fliegt mit solch einer Leichtigkeit wie die Mauersegler. Im Schatten der Obstbäume weiden Ponys. Ein friedliches ruhiges Bild vom Sommer in der Lahnaue. Wird es so bleiben oder wird diese Erinnerung zu einem nicht mehr wiederkommenden Moment. Eine Erinnerung, wie der bunte Kinderrechen, die gemeinsame Heuernte, das gemeinsame Abendessen nach der Ernte.
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6 Kommentare
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Lothar Wobst aus Wolfen | 04.07.2017 | 19:12  
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Jürgen G. O. Stephan aus Peine | 04.07.2017 | 19:12  
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Gabriele F.-Senger aus Langenhagen | 04.07.2017 | 19:25  
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Katja W. aus Langenhagen | 04.07.2017 | 20:41  
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Roswitha Bute aus Soltau | 05.07.2017 | 08:20  
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Manfred W. aus Nebra (Unstrut) | 05.07.2017 | 08:30  
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