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Ein Morgen im Mai

Nach dem Aufstehen ein Kaffee. Ich gehe zum Fenster, öffne es. Eine frische kühle Luft strömt in den Raum.
Ich hole tief Luft und schaue in die scheinbar noch schlafende Aue. Kein Auto auf der Straße. Man hört nur das Singen der Vögel. Nach dem Regen in der Nacht zieht der Morgennebel über die jungen grünen Gräser. Langsam verschwinden die Bäume im Nebel. Über dem Nebel ist der Himmel klar und blau. Ein leichter Wind weht in mein Gesicht. Ich muss an die Luft. Mein Weg führt mich in die Streuobstwiese. Dort, wo der Morgennebel gerade die Gräser sanft streichelt. Dort, wo Mutter Natur kleine Perlen an Grashalme und Spinnennetze heftet. Meine Hände können nicht anders. Sie fassen ins frische Nass des Morgentau. Vögel singen ihr Morgenlied, fliegen umher und suchen sich ihr Frühstück. Mein Blick streift durch die Streuobstwiese. Ich sauge den Frieden in mich ein, den man hier fühlen kann. Meister Lampe schüttelt sich die Tautropfen aus dem Fell. Er schaut mich an, wartet und frisst einfach weiter. Am Bach sitzt ein Eisvogel im Geäst eines Busches. Keine Seele stört diese Ruhe in den Morgenstunden im Mai. Meine Füße werden langsam aber sicher nass. Ein deutliches Zeichen sich auf den Rückweg zu machen. Langsam weicht der Nebel und der Tag beginnt. Ich wünsche euch ein schönes Wochenende.
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Manfred W. aus Nebra (Unstrut) | 21.05.2017 | 07:35  
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